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Häufige Fragen

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen und unseren Flyer zur GAG

 

 

 

Warum wird eine flächendeckende gesplittete Abwassergebühr eingeführt?

Für die Einleitung von Abwasser in die von der Stadt Konstanz vorgehaltene Abwasseranlagen wird derzeit eine Gebühr erhoben, die an die bezogene Trinkwassermenge gekoppelt ist. In dieser Gebühr sind sowohl die Kosten für die Sammlung, Beseitigung und Behandlung von Schmutz- als auch von Niederschlagswasser enthalten. Eine separate Abrechnung des tatsächlich eingeleiteten Niederschlagswassers in die Kanalisation erfolgt derzeit nur bei Grundstücksflächen über 1.000 m² reduzierte, versiegelte Fläche, die am Kanal angeschlossen sind, sowie bei freiwillig veranlagten Grundstücksflächen unter 1.000 m².

Um dem Verursacherprinzip Rechnung zu tragen, werden die Gebühren für Schmutz- und Niederschlagswasser künftig getrennt.

Ziel der neuen Gebührenordnung ist eine gerechtere Verteilung der Kosten für die Abwasserbeseitigung entsprechend der tatsächlichen Inanspruchnahme. Es wird also keine zusätzliche Gebühr erhoben, vielmehr wird die bestehende Gebühr aufgeteilt (gesplittete Abwassergebühr).

 

Wird diese Gebühr zusätzlich erhoben?

Nein, denn die Kosten für die gesamte öffentliche Abwasserbeseitigung werden aufgeteilt in "Kosten Schmutzwasserbeseitigung" und "Kosten Niederschlagswasserbeseitigung".

Für die Schmutzwassergebühr (weiterhin nach dem Frischwassermaßstab berechnet) werden nur noch die für die Beseitigung des Schmutzwassers anfallenden Kosten zu Grunde gelegt; sie sind dadurch geringer als bisher.

Als Basis für die neu ermittelte Niederschlagswassergebühr (je nach Größe der überbauten und befestigten angeschlossenen Flächen) werden ausschließlich die Kosten für die Beseitigung des Niederschlagswassers herangezogen.

 

Was zählt zu den „öffentlichen Abwasseranlagen"?

Zu den öffentlichen Abwasseranlagen gehören alle von der Stadt selbst oder in ihrem Auftrag betriebenen Anlagen, die dem Sammeln, Fortleiten, Behandeln und Einleiten von Regen- und Schmutzwasser dienen. Hierzu zählen Regen-, Schmutz- und Mischwasserkanäle, die Sonderbauwerke (Pumpwerke, Stauraumkanäle, Regenüberlauf-, Regenklär-und Regenrückhaltebecken) sowie die Kläranlage. Bachläufe gehören nicht zu den öffentlichen Abwasseranlagen.

 

Wie wird bei der Einführung der gesplitteten Abwassergebühr vorgegangen?

Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz haben aus Luftbildern die Dachflächen und befestigten Flächen für jedes Grundstück erfassen lassen. Nach Abgleich mit amtlichen Katasterdaten werden diese Flächen in einen grundstücksbezogenen Flächenerfassungsbogen übernommen, den die Gebührenpflichtigen zugeschickt bekommen und überprüfen müssen. In diesem Bogen muss angegeben werden, welche der Flächen tatsächlich in die öffentliche Abwasseranlagen (z. B. Regenwasserkanalisation) entwässern. Die Flächenerfassungsbögen sind nach Überprüfung auszufüllen, zu unterschreiben und zurückzusenden.

Nach Ermittlung der öffentlichen und privaten versiegelten Flächen werden die Abwassergebühren, getrennt nach Schmutz- und Niederschlagswasserbeseitigung, neu kalkuliert und die Gebührenbescheide verschickt.

 

Wie werde ich in das Projekt einbezogen?

Auf dem Luftbild kann nicht zweifelsfrei erkannt werden, ob die ermittelte versiegelte Fläche an die Kanalisation angeschlossen ist. Deshalb erhält jeder Grundstückseigentümer bzw. der eingesetzte Verwalter oder Nutzer eine schematisierte Darstellung aller auf seinem Grundstück erkannten Flächen im Farbdruck mit der Bitte, das Einleitverhalten anzugeben. Dazu ist nichts weiter erforderlich, als an der entsprechenden Stelle ein Kreuz in dem dafür vorgesehenen Kästchen zu setzen. Weitere Details dazu werden in einem Merkblatt mitgeteilt, das jedem Schreiben beigefügt wird. Die Grundstücksabbildung ist dann mit diesen Angaben und der Unterschrift an die Entsorgungsbetriebe Konstanz zu senden. Für die Rücksendung liegt ein Briefumschlag bei.

Der Erfolg des Projektes hängt wesentlich von der schnellen und korrekten Mitwirkung aller Bürgerinnen und Bürger ab.

 

Besteht die Pflicht, den Erhebungsbogen auszufüllen?

Entsprechend des § 24 Abs. 5 der Abwassersatzung der Stadt Konstanz besteht eine Mitwirkungspflicht zur Einführung des flächenbezogenen Gebührenmaßstabes für das Niederschlagswasser.

Werden die Fragebögen nicht zurückgesandt, werden die von den Entsorgungsbetrieben ermittelten bebauten und versiegelten Flächen vollständig als einleitend gewertet und stellen somit die Berechnungsgrundlage der Niederschlagswassergebühr dar.

 

Wie kann ich mich informieren oder Fragen stellen?

Tel. 07531/996 -138 sowie -141

Darüber hinaus können Sie sich bei den Entsorgungsbetrieben Stadt Konstanz, Fritz-Arnold-Straße 2 b, auch persönlich beraten lassen.

 

Können falsche Angaben festgestellt werden?

Die Entsorgungsbetriebe werden anhand maschinell erstellter Übersichten größere Abweichungen zwischen den aus den Luftbildern ermittelten versiegelten Flächen und den von den Bürgerinnen und Bürgern als einleitend angegebenen überprüfen. Dabei spielt die Möglichkeit zur Versickerung aufgrund der lokalen Gegebenheiten eine wichtige Rolle. Zudem werden stichprobenartige Überprüfungen vor Ort durchgeführt.

 

Muss nach der Einführung der gesplitteten Abwassergebühr mehr bezahlt werden?

Wie hoch die Gebühr pro Quadratmeter einleitender Versiegelungsfläche angesetzt werden muss, kann erst nach Kenntnis der Größe der insgesamt einleitenden Flächen ermittelt werden. Diese ergibt sich erst nach der Auswertung der Flächenerfassungsbögen.

Insgesamt wird keine zusätzliche Gebühr erhoben, sondern die bestehende Gebühr neu aufgeteilt. Dies kann im Einzelfall zu einer Gebührenerhöhung (geringer Frischwasserverbrauch und große an die öffentliche Abwasseranlage angeschlossene versiegelte Flächen) oder zu einer Gebührensenkung (hoher Frischwasserverbrauch, und wenige an die öffentliche Abwasseranlage angeschlossene versiegelte Flächen) führen.

 

FRAGEN ZUR GEBÜHRENKALKULATION

Wie werden die Abwassergebühren zukünftig berechnet?

Für die Abwasserbeseitigung werden ab 2017 nur noch zwei getrennte Gebühren erhoben: Die Schmutzwassergebühr und die Niederschlagswassergebühr. Die bisherige „einheitliche" Abwassergebühr für nicht getrennt veranlagte Grundstücke entfällt zukünftig.

Die Schmutzwassergebühr deckt die Kosten für die Beseitigung des Schmutzwassers. Sie berechnet sich auch weiterhin nach dem Frischwassermaßstab (in €/m³ Trinkwasser). Die Gebühr beträgt zurzeit 1,77 € (Stand 2017).

Die Niederschlagswassergebühr deckt die Kosten der Niederschlagswasserbeseitigung. Sie wird ausschließlich auf der Grundlage der befestigten und in die öffentlichen Abwasseranlagen einleitenden Flächen (in €/m² Fläche pro Jahr) erhoben. Sie ist nicht etwa davon abhängig, wie viel Regen fällt! Die Gebühr beträgt zurzeit 0,66 €/m². (Stand 2017).

 

Ich leite kein Niederschlagswasser in die öffentlichen Abwasseranlagen (z. B. Kanalisation) ein. Muss ich trotzdem etwas bezahlen?

Die Niederschlagswassergebühr muss nicht gezahlt werden, da die öffentlichen Abwasseranlagen nicht genutzt werden. Die Schmutzwassergebühr nach dem Frischwassermaßstab ist selbstverständlich trotzdem zu entrichten.

 

Wie wird die gesplittete Abwassergebühr berechnet?

Zur Ermittlung der eingeleiteten Schmutzwassermenge wird die verbrauchte Frischwassermenge (Frischwassermaßstab) als Grundlage herangezogen. Zur Ermittlung der abgeleiteten Niederschlagswassermenge wird der Flächenmaßstab angewandt. Entscheidend ist die Größe der befestigten Flächen und Dachflächen, die in die öffentliche Abwasseranlage (z. B. Kanalisation) entwässern.

Flächen, welche nicht in die öffentliche Abwasseranlagen entwässern, bleiben unberücksichtigt.

Beispiel: Eine kleine Terrassenfläche entwässert vollständig in den Garten. Diese Fläche findet dann bei der Gebührenermittlung keine Berücksichtigung.

 

Muss die Stadt Konstanz auch für ihre Straßenflächen bezahlen, wenn von dort Regenwasser eingeleitet wird?

Ja. Die Stadt wird entsprechend der angeschlossenen Flächen und Befestigungsarten mit ihren Straßenflächen und sonstigen öffentlichen Flächen an den Kosten der Niederschlagswasserentsorgung beteiligt.

 

FRAGEN ZUM ERHEBUNGSBOGEN

Wer bekommt den Flächenerfassungsbogen?

Jeder Grundstückseigentümer bzw. der eingesetzte Verwalter oder Nutzer der jeweils angeschlossenen Grundstücke. Das heißt alle, die einen Abwassergebührenbescheid erhalten.

 

Was tue ich, wenn die Angaben auf dem Flächenerfassungsbogen falsch sind?

Bitte korrigieren Sie die falschen Angaben auf dem Erfassungsbogen. Bitte auf leserliche Schrift achten, am besten Druckbuchstaben verwenden.

 

FRAGEN ZUR ERMITTLUNG RELEVANTER FLÄCHEN

Woran erkenne ich, welche Flächen an die Kanalisation angeschlossen sind?

Informationen hierzu können Sie oft Ihren Bauunterlagen entnehmen. In schwierigen Fällen können Sie sich auch an Ihren Architekten oder an die Entsorgungsbetriebe wenden.

 

Woher weiß ich, wohin die Teilflächen auf meinem Grundstück entwässern?

Durch Beobachtung. Für die befestigten und teilversiegelten Grundstücksflächen lässt sich das ‒ wenn Zweifel bestehen ‒ bei ergiebigen und starken Regenereignissen leicht beobachten. Notfalls kann man mit Hilfe eines Schlauches die Gefällerichtung und dadurch Versickerung oder Einleitung in den Kanal feststellen.

 

Ist es ein Unterschied, ob mein Grundstück an einen Mischwasserkanal oder reinen Regenwasserkanal im Trennsystem angeschlossen ist?

Das Maß der Inanspruchnahme der öffentlichen Abwasseranlagen (z. B. Kanalisation) ist entscheidend, also die abflusswirksame Fläche. Es spielt keine Rolle, an welche Art der öffentlichen Abwasseranlagen das Grundstück angeschlossen ist.

 

Kann ich Flächen von den öffentlichen Abwasseranlagen abkoppeln?

Grundsätzlich ja. Die Bemessung und bauliche Ausführung der Anlage ist entsprechend den Vorgaben des - Arbeitsblattes DWA-A138: Planung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser, DWA Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. zu planen und den Entsorgungsbetrieben zur Prüfung und Genehmigung vorzulegen.

 

Warum fließt die Nutzung einer Regentonne nicht mit in die Niederschlagswassergebühr ein?

Regentonnen sind ortsveränderliche Behälter, die nicht dauerhaft über das ganze Jahr genutzt werden. Die Wassermenge kann nicht exakt ermittelt werden.

 

Wie gehen Dachflächen in die Niederschlagswassergebühr ein?

Es wird zwischen Standarddächern und Gründächern unterschieden. Die berechnungsrelevante Niederschlagsfläche bei Dachflächen errechnet sich durch einen Abflussfaktor.

 

Wie gehen befestigte Flächen in die Niederschlagswassergebühr ein?

Es wird zwischen unterschiedlich stark versiegelten Flächen unterschieden. Die berechnungsrelevante Niederschlagsfläche bei befestigten Flächen errechnet sich durch einen Abflussfaktor.

 

Werden spätere Veränderungen der Flächen berücksichtigt?

Ja. Nach der Überfliegung und Erfassung der Daten sind spätere und natürlich auch zukünftige Veränderungen an den gebührenrelevanten Flächen unmittelbar nach der Veränderung mitzuteilen. Diese werden dann entsprechend bei der Gebührenberechnung berücksichtigt. Anzuzeigen sind Flächenversiegelungen, Teilversiegelungen, Entsiegelung und Teilentsiegelung. Eine Änderungsmitteilung bedarf der schriftlichen Form und muss in einem Lageplan des Grundstückes angezeigt werden.

 

Wie gehen Versickerungsanlagen in die Niederschlagswassergebühr ein?

Flächen, die über Mulden oder Mulden-Rigolen-Systemen mit einem Stauraumvermögen von mindestens 2 m³ je 100 m² angeschlossener Fläche mit Überlauf in die öffentliche Abwasseranlage abgeleitet werden, werden durch einen Abflussfaktor berücksichtigt.

 

FRAGEN ZUR NUTZUNG VON ANLAGEN ZUM SPEICHERN VON NIEDERSCHLAGSWASSER

Was ist eine Zisterne?

Eine Zisterne ist ein Regenwasserspeicher, der ganzjährig genutzt wird, fest installiert und mit dem Boden verbunden ist.

 

Wie werden Zisternen berücksichtigt?

Bei der Niederschlagswassergebühr wird für Flächen, die an Zisternen mit Überlauf an die öffentliche Abwasseranlage angeschlossen sind, ein Abflussfaktor berücksichtigt, sofern die Zisternen ein Mindestvolumen von 3 cbm haben.

 

Was ist eine Retentionszisterne?

Eine Retentionszisterne ist ein Regenwasserspeicher, der Regenwasser über einen gesteuerten Ablauf zeitverzögert in die öffentliche Abwasseranlage ableitet. Flächen, die über eine Retentionszisterne mit einem Stauraumvermögen von mindestens 2 m³ je 100 m² angeschlossener Fläche abgeleitet werden, werden über einen Abflussfaktor berücksichtigt.

 

Werden durch die Neukalkulation der Niederschlagswassergebühr höhere Einnahmen erzielt?

Nein. Durch die Neukalkulation der Niederschlagswassergebühr bleibt das Volumen der insgesamt benötigten und vereinnahmten Abwassergebühren in der Stadt gleich. Die Erhebung des Gebührenvolumens erfolgt zukünftig nur über zwei separate Gebühren mit unterschiedlichem Maßstab.

 

Was ist Grundlage und Maßstab für die neue Niederschlagswassergebühr?

Grundlage der Gebührenberechnung für das Niederschlagswasser sind die Quadratmeter an befestigter und bebauter bzw. überbauter Grundstücksflächen, von denen aus Niederschlagswasser leitungsgebunden oder auch nicht leitungsgebunden in die öffentliche Abwasseranlage eingeleitet wird. Eine nicht leitungsgebundene Zuleitung liegt z. B. dann vor, wenn von befestigten oder überbauten Flächen oberirdisch, aufgrund des Geländegefälles, Niederschlagswasser in die öffentlichen Abwasseranlagen gelangen kann (Beispiel: Eine zum Straßeneinlauf geneigte Einfahrt).Diese Flächen sind einzubeziehen. Grundsätzlich gilt natürlich: Veranlagt werden nur Flächen, die auch tatsächlich in die öffentliche Abwasseranlage einleiten. Im Zweifel kann bei ergiebigen Regenfällen gut beobachtet werden, wohin eine befestigte Fläche wirklich entwässert.

 

Was genau bedeutet "abflusswirksame Fläche"?

Als abflusswirksam gelten alle befestigten Flächen, von denen Niederschlagswasser über Rohre, durch Leitungen oder auch nicht leitungsgebunden in das öffentliche Kanalnetz der Gemeinde abgeleitet wird. Als abflusswirksam gelten auch Dachflächen, von denen Niederschlagswasser in den öffentlichen Kanal gelangen kann. Flächen, von denen Niederschlagswasser nicht in den öffentlichen Kanal abgeleitet wird bzw. Flächen, auf denen das Niederschlagswasser vollständig versickert ‒ wie z. B. häufig bei Terrassen, Gartenwegen, Dächern von Gartenhütten etc. ‒ sind keine abflusswirksamen Flächen.

 

Gibt es bei der Niederschlagswassergebühr Ausnahmen für bestimmte Flächen?

Ja. Als teilversiegelt gelten Flächen, die eine überwiegende Wasserdurchlässigkeit vorweisen oder eine nicht unerhebliche Rückhaltung von Niederschlagswasser in der Weise gewährleisten, dass das Niederschlagswasser nicht überwiegend in das öffentliche Kanalnetz einleitet sondern überwiegend im Boden versickert und dem Grundwasser bzw. dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt wird. Diese Teilflächen werden bei der Ermittlung der gesamten abflusswirksamen Grundstücksfläche mit einem Abschlag bewertet. Ebenso werden bei bebauten Flächen verschiedene Dachtypen berücksichtigt (Normaldächer und Gründächer). Folgende Faktoren werden für Flächen angesetzt:

Dächer:

Standarddach (flach oder geneigt)1,0
Gründach und Grünabdeckung mit einer Aufbauhöhe von 10 bis 30 cm0,5
Gründach und Grünabdeckung mit einer Aufbauhöhe von mehr als 30 cm0,2

Befestigte Flächen:

Asphalt, Beton1,0
Pflaster, Platten, Verbundsteine0,6
Kies, Schotter, Rasengittersteine, Sickerpflaster oder vergleichbar wasserdurchlässige Materialien0,2

Versickerungsanlagen:

Mulden / Mulden-Rigolen-Systeme mit Überlauf und Anschluss an die öffentlichen Abwasseranlagen und einem Stauraumvermögen von 2.0 cbm je 100 qm angeschlossener Fläche0,2
Zisternen mit Überlauf und Anschluss an die öffentlichen Abwasseranlagen: Flächen, die an Zisternen mit einem Mindestvolumen von 3 cbm angeschlossen sind0,9
Flächen, die an Retentionszisternen mit einem Rückhaltevolumen von 2 cbm je 100 qm angeschlossener Fläche angeschlossen sind0,2

Bei der Nutzung des Niederschlagswassers auf dem eigenen Grundstück (z. B. durch Versickerung oder Gartenbewässerung) müssen keine Gebühren gezahlt werden, vorausgesetzt die öffentliche Abwasseranlage wird nicht in Anspruch genommen.

 

Macht es einen Unterschied, ob ich direkt oder indirekt in den Kanal einleite?

Nein. Grundsätzlich sind alle Flächen, die an die Kanalisation (Regenwasser­ oder Mischwasserkanalisation) angeschlossen sind, gebührenpflichtig. Dazu zählen alle bebauten, überbauten und befestigten Flächen, von denen direkt oder indirekt Niederschlagswasser in den Kanal gelangt. Unter direkt angeschlossenen Flächen versteht man alle Flächen mit einem eigenen Kanalanschluss über Rohre und Leitungen. Als indirekt angeschlossen gelten Flächen, von denen Niederschlagswasser offen (also ohne Leitungen, Rohre etc.) über andere Wege und/oder Flächen in z. B. einen Straßeneinlauf der Kanalisation gelangt.

 

Wird das Gefälle auf den Grundstücken irgendwie berücksichtigt?

Nein. Der Erhebungsaufwand für Grundstücksgefälle und Fließgeschwindigkeiten wäre zu groß. Sie finden bei der Berechnung der Gebühren keine Berücksichtigung.

 

Wie gehen Dachflächen und Gartenhäuser in die Niederschlagswassergebühr ein?

Entscheidend ist der Abfluss in den Kanal. Als Bemessungsgrundlage gelten die bei der Überfliegung durch "Draufsicht" bemessenen Dachflächen der Gebäude. Dazu gehören auch Dachüberstände und Vordächer. Ebenfalls einzurechnen sind die Dachflächen von Balkonen, Terrassen oder sonstigen Anbauten, sofern diese an die Kanalisation angeschlossen sind. Auch die Dachflächen von an den Kanal angeschlossenen Nebengebäuden, wie Schuppen, Gartenhäusern, Carports, Stallungen etc., werden bei der Berechnung der Niederschlagswassergebühr nur berücksichtigt, sofern diese an die Kanalisation angeschlossen sind. Einzige Ausnahme ist das Gründach, welches als teilversiegelte Fläche gilt.

 

Das Niederschlagswasser ist doch sauber! Warum muss ich für die Beseitigung Gebühren zahlen?

Hohe Kosten. Die Kosten für die Ableitung von Niederschlagswasser sind deshalb so erheblich, weil der Zulauf von Niederschlagswasser sehr ungleichmäßig ist und ggf. erhebliche Schäden verursachen kann. Für Starkregenereignisse müssen deshalb ausreichend dimensionierte Kanäle und z. B. Regenrückhaltebecken oder Regenklärbecken zur Ableitung vorgehalten und finanziert werden.

 


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Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz
Fritz-Arnold-Str. 2 b
78467 Konstanz


Verschiedene Versiegelungsgrade