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Wichtige Begriffe

Hier finden Sie die Erläuterungen der meistgenannten Begriffe im Zusammenhang mit der Einführung der gesplitteten Abwassergebühr

Abflusswirksame Fläche

Abflusswirksame Fläche

Hierbei handelt es sich um die Flächen, von denen tatsächlich Niederschlagswasser in die öffentlichen Abwasseranlagen geleitet wird. Eine Terrasse, von der anfallendes Niederschlagswasser in den davor liegenden Garten zur Versickerung geleitet wird, ist keine abflusswirksame Fläche. Diese Fläche geht nicht in die Berechnung der Niederschlagswassergebühr mit ein.

Eine Auffahrt hingegen, von der das Niederschlagswasser in die Kanalisation der davor liegenden Straße geleitet wird, ist eine abflusswirksame Fläche und geht in die Berechnung ein.

Ebenso werden Dachflächen als abflusswirksame Flächen einbezogen, wenn anfallendes Niederschlagswasser den öffentlichen Abwasseranlagen zugeführt wird.

 

Abwasser

Definition gemäß Wasserhaushaltsgesetz § 54: Abwasser (im Sinne der Niederschlagswasserentsorgung) ist das von Niederschlägen aus dem Bereich von bebauten oder befestigten Flächen gesammelt abfließende Wasser (Niederschlagswasser).

 

Anlagen zum Speichern von Niederschlagswasser

Siehe „Zisternen"

 

Befestigte Fläche

Als befestigte oder versiegelte Fläche gelten alle Flächen, die durch menschliches Einwirken so verdichtet sind, dass die natürliche Versickerungsfähigkeit des Bodens erheblich verändert wurde. Dies betrifft insbesondere die Flächen eines Grundstückes, deren Oberflächen mit Asphalt, Beton, Platten, Pflastersteinen etc. versehen sind.

 

Begrüntes Dach (Gründach)

Als Gründach wird die Bedeckung eines Daches mit Pflanzen bezeichnet, soweit dies zu einer dauerhaft geschlossenen Pflanzendecke führt, die dauerhaft einen verzögerten oder verringerten Abfluss des Niederschlagswassers bewirkt. In Konstanz unterscheiden wir in zwei Ausführungen, welche sich nach der Dachaufbauhöhe richten.

 

Direkte Einleitung

Das anfallende Niederschlagswasser wird in die öffentlichen Abwasseranlagen geleitet. Es ist dabei unerheblich, ob die Einleitung über den Anschlusskanal des Grundstückes oder über öffentliche Flächen (Straßen, Plätze oder Wege) in die Straßenkanalisation erfolgt.

Entscheidend ist, dass vor der Ableitung keine Speicheranlage mit Notüberlauf an die Kanalisation vorgeschaltet ist (Indirekte Einleitung).

 

Gesplittete Abwassergebühr

Die Abwassergebühr wird getrennt nach Schmutz- und Niederschlagswasserbeseitigung berechnet. Grundlage für die Schmutzwassergebühr ist die bezogene Frischwassermenge.

Die Niederschlagswassergebühr berechnet sich nach der Größe der überbauten und der befestigten einleitenden Flächen sowie der Befestigungsart dieser Flächen. Nur für in die öffentlichen Abwasseranlagen einleitende Flächen wird eine Gebühr in Abhängigkeit von der Größe der Fläche erhoben.

 

Indirekte Einleitung

Das anfallende Niederschlagswasser wird nicht direkt in die öffentlichen Abwasseranlagen eingeleitet, sondern in technischen Anlagen (z. B. Versickerungsmulde, Zisterne usw.) zunächst auf dem Grundstück zurückgehalten.

Diese Anlagen besitzen aber einen Notüberlauf in die Kanalisation. Insofern werden die öffentlichen Abwasseranlagen ebenfalls genutzt.

 

Mischwasserkanalisation

Die Ableitung von Schmutz- und Niederschlagswasser erfolgt in einem gemeinsamen Kanalisationsnetz.

 

Standarddach

Dach mit Eindeckung aus gut ableitendem Material (Pfannenziegel, Bitumenbahn o. ä.). Es handelt sich hierbei nicht um ein Gründach.

 

Notüberlauf

Überlauf einer Rückhalteeinrichtung für Niederschlagswasser (Versickerung). Ist das maximale Speichervolumen der Rückhalteeinrichtung erreicht, wird das überschüssige Niederschlagswasser in die öffentliche Abwasseranlage abgeleitet.

 

Öffentliche Abwasseranlagen

Zu den „öffentlichen Abwasseranlagen" zählt die gesamte Kanalisation, wie Regen-, Schmutz- und Mischwasserkanalisation sowie die Kläranlage. Insbesondere im Niederschlagswasserbereich können hier auch sehr kurze Rohrleitungen für die Ableitung in die Vorflut in Betracht kommen.

Hierzu können auch öffentliche Versickerungsmulden, Versickerungsbecken, Regenrückhaltebecken etc. zählen.

 

Sickerpflaster

Wasser- und luftdurchlässiges Pflaster, z. B. Porenpflaster, Noppenpflaster oder Rasengittersteine.

 

Versickerungsfähige Flächen

Für eingeschränkt wasserdurchlässige Oberflächen, insbesondere Kies, Schotter, Rasengittersteine, Sickerpflaster, oder vergleichbar wasserdurchlässige Materialien, werden Minderungen der wirksamen Fläche für die Niederschlagswassergebühr je Quadratmeter gegenüber den wasserundurchlässigen, voll versiegelten Flächen durch Abflussbeiwerte vorgesehen.
Grasflächen oder gewachsene Böden gelten als komplett wasserdurchlässig. Sie werden deshalb nicht erfasst und nicht mit einer Niederschlagswassergebühr belegt.

Versiegelte Fläche

Wasserundurchlässige befestigte Oberflächen, insbesondere Asphalt, Beton.

 

Versiegelungs- bzw. Befestigungsart

Die Versiegelungs- bzw. Befestigungsart zeigt an, ob die befestigte Fläche zumindest teilweise versickerungsfähig ist. In Abhängigkeit von dieser Eigenschaft wird anfallendes Niederschlagswasser mehr oder weniger in die öffentlichen Abwasseranlagen abgeleitet.

 

Zisterne/Brauchwassernutzungsanlage

Einrichtung zur Sammlung und Speicherung von Niederschlagswasser. Zisterne/Brauchwassernutzungsanlage mit Notüberlauf in die öffentliche Abwassereinrichtung.

 

 

 


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