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Förderpreis der Stadt Konstanz - Junge Kunst!

Seit 1983 verleiht die Stadt Konstanz in zweijährigem Turnus den »Förderpreis der Stadt Konstanz - Junge Kunst!« in den Sparten Musik, Literatur und Bildende Kunst.
Ziel des Preises ist es, junge Kunstschaffende bis 35 Jahre zu fördern, die in der Stadt oder im Landkreis Konstanz geboren wurden, hier leben oder durch ihre künstlerische Arbeit der Region eng verbunden sind.

Aktuell läuft das Bewerbungsverfahren für den »Förderpreis der Stadt Konstanz - Junge Kunst!« 2017. Bewerbungen sind bis zum 28.02.2017 möglich.


Die neuen Richtlinien für den »Förderpreis der Stadt Konstanz - Junge Kunst!« wurden nun verabschiedet und stehen ab sofort hier zum Download bereit.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • Umbenennung des Konstanzer Förderpreises in »Förderpreis der Stadt Konstanz - Junge Kunst!«
  • Um alle Bereiche der Bildenden Künste abzudecken, wird in der Sparte Bildende Kunst die Anzahl der Jurymitglieder von zwei auf drei aufgestockt.
  • Das Preisgeld wird je Sparte von 1.500 € auf 2.000 € erhöht. Damit ergibt sich insgesamt ein Preisgeld in Höhe von 6.000 €.
  • Auch nach der Preisverleihung soll es zu einer weiterführenden Förderung in Form von Ausstellungen, Publikations- und Auftrittsmöglichkeiten im darauffolgenden Jahr kommen. Dafür werden jährlich pro Sparte 1.500 € zur Verfügung gestellt. Diese weiterführende Förderung soll durch Sponsorengelder und Spenden erweitert werden. 

Ihre Ansprechpartnerin für den Förderpreis

Leiterin des Kulturbüros Stadt Konstanz

Sarah Müssig



Preisträger 2015



Franziska Maßat© privat

Bildende Kunst

 

Preisträgerin in der Sparte Bildende Kunst ist Franziska Maßat. Sie überzeugte die Jury durch die Qualität ihrer Arbeiten und die sich darin äußernde Lust am Experiment.

 

Ihr plastisches Werk besticht durch die phantasievolle Verwendung ungewöhnlicher Materialien, durch die skurril-surreale Kombination unterschiedlichster Stoffe und Gegenstände sowie den sinnlichen Reiz, den die Künstlerin auf den ersten Blick unscheinbaren Dingen entlockt. Das sich damit verbindende Interesse an der Vielfalt und Schönheit von Formen, Strukturen und Mustern äußert sich auch in Maßats fotografischem Werk. Ihre Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Landschaft und Natur in weitestem Sinn irritieren und amüsieren gleichermaßen aufgrund der ihnen zu Grunde liegenden ungewöhnlichen Perspektive und scheinen damit zugleich hinter die Dinge zu blicken.

 

Franziska Maßat, 1986 in Konstanz geboren und hier aufgewachsen, studierte nach dem Abitur zunächst Sportwissenschaften und Anglistik an der Universität Konstanz. Ab 2009 studierte sie Kunsterziehung an der Hochschule für Kunst und Design Halle mit Schwerpunkt experimentelle Bildhauerei, Sport und Anglistik an der Martin-Luther Universität Halle, Bildhauerei (Fachrichtung Kunsterziehung) an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, sowie Anglistik an der Karl-Ruprecht-Universität Heidelberg. 2014 schloss sie ihr Studium mit dem 1. Staatsexamen in Anglistik und April 2015 in Kunst für das Lehramt am Gymnasium ab. Ihre bildhauerischen und fotografischen Werke präsentierte sie bereits in mehreren Ausstellungen, zuletzt im Frühjahr 2015 in der Galerie Alte Schule Adlersdorf in Berlin.


Musik

 

In der Sparte Musik konnte der auf Gitarre und Laute spezialisierte Domenico Cerasani die Jury am meisten überzeugen. Die Präzision und Hingabe seines Spiels, seine technische und stilistische Meisterschaft und seine musikalischen Interpretationen, sowie seine Konzerttätigkeit, setzen nach Auffassung der Jury Maßstäbe.

 

Cerasani, 1985 im italienischen Avezzano geboren, absolvierte nach dem Abitur den Bachelor of Arts in klassischer Philologie mit Auszeichnung an der Universität La Sapienza in Rom. Bereits während seiner Schulzeit erhielt er ein Diplom für klassische Gitarre des Conservatorio N. Rota, Monopoli. 2008 bis 2010 studierte er an der Musikhochschule Hannover, dort erlangte er ein Diplom für klassische Gitarre mit Bestnote. Es folgte 2011 bis 2013 das Studium des Master of Music für Alte Musiklaute, das er erneut mit Bestnote abschloss. Seit 2013 studiert er an der Musikhochschule Trossingen Master of Music für Alte Musik, Kammermusik-Laute und unterrichtet an der Musikschule Konstanz. Er ist auf zahlreichen Konzerten als Solist aufgetreten und hat bisher zwei CDs veröffentlicht (Sor, 2012, und Luca Marenzio e il suo tempo, 2014).



Toby Hoffmann© Casagranda Foto

Literatur 

 

Toby Hoffmann, Preisträger in der Sparte Literatur, ist Lyriker, Spoken Word Poet (Poetry Slam) und Musiker. Die Jury überzeugte er vor allem mit seiner Vielseitigkeit und der humorvollen Art seiner Beschreibungen, sowie seinem Vortragsstil.

 

Hoffmann bezieht mit seinen Texten deutlich Position, gesellschaftlich und dem Literaturbetrieb gegenüber. Er formuliert sehr stark, manchmal hart und direkt, zum Teil bewusst vulgär. Jedes Wort sitzt und ist mit Bedacht gewählt. Durch seine knappen und klaren Formulierungen gelingt es ihm ebensolche Bilder zu evozieren. Er ist in diversen Milieus, z.B. auch im ländlichen Umfeld, zu Hause, schildert sie und ihre Protagonisten auf humorvolle, bissige, auch entblößende Art. Toby Hoffmann überzeugt auch als lesender Interpret seiner eigenen Texte, denen er durch gekonnte Rhythmisierung eine hohe Eindringlichkeit verleiht.   

 

Toby Hoffmann, geboren 1980, lebt und arbeitet in Ravensburg, wo er 2002 den Ravensburger Literaturpreis und 2012 den Förderpreis Ravensburg/Weingarten gewann. Er organisiert und moderiert Literaturveranstaltungen und Konzerte und trat bereits mehr als tausend Mal im deutschsprachigen und europäischen Raum auf. 2005 gewann er den internationalen Poetry Slam in Tartu, Estland. Bei zahlreichen literarischen und musikalischen Projekten, u.a. in Konstanz, wirkte er ebenfalls mit. Er hat bereits mehrere Werke veröffentlicht (Die Tage in der blauen Stadt, Asphaltspalten, Moralverkehr und Luft sprengen), und in mehreren Sammelbänden, (z.B. Lyrikland, Vokalpatrioten oder Die Poetry Slam Fibel) sind Werke von ihm abgedruckt.



Jurymitglieder:

Bildende Kunst:

  • Helga Sandl (Kulturbeauftragte der Stadtgemeinde Diessenhofen)
  • Dr. Stephan Geiger (Galerist Galerie Geiger Konstanz)
  • Teresa Renn (Torero Film Konstanz)

Musik:

  • Beat Fehlmann (Intendant Südwestdeutsche Philharmonie)
  • Michael Auer (Lehrer am Heinrich-Suso-Gymnasium)

Literatur:

  • Prof. Dr. Dr. Christoph Nix (Intendant Stadttheater Konstanz)
  • Daniel Widmaier (Buchhändler Homburger&Hepp)

Kulturbüro Konstanz:

  • Sarah Müssig (Leiterin des Kulturbüro)
  • Angelika Braumann (Stellv. Leitung des Kulturbüro)




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Richtlinien für den »Förderpreis der Stadt Konstanz - Junge Kunst!« 2017