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Förderpreis der Stadt Konstanz - Junge Kunst!

Seit 1983 verleiht die Stadt Konstanz in zweijährigem Turnus den »Förderpreis der Stadt Konstanz - Junge Kunst!« in den Sparten Musik, Literatur und Bildende Kunst.
Ziel des Preises ist es, junge Kunstschaffende bis 35 Jahre zu fördern, die in der Stadt oder im Landkreis Konstanz geboren wurden, hier leben oder durch ihre künstlerische Arbeit der Region eng verbunden sind.

Es ist soweit - Die diesjährigen Preisträger stehen fest!


Preisträger 2017


Bildende Kunst

 

Preisträger in der Sparte Bildende Kunst ist Jeremias Heppeler. Sein breites Spektrum an unterschiedlichsten Arbeiten aus den Bereichen Bildende Kunst, Experimental- als auch Dokumentarfilm und Installation, gepaart mit einem hohen Maß an künstlerischer Energie, überzeugte die Jury.

 

Mal verspielt und leicht, mal ernsthaft und tiefgründig, immer überzeugend im Hier und Jetzt angesiedelt, wagt er sich in viele künstlerische Bereiche, in denen er sich sicher bewegt. Er zeigt einen modernen, individuellen Stil, der jedoch nicht auf ein künstlerisches Medium reduziert ist, sondern sich sehr breit gefächert präsentiert. In der Kunst hat er seinen Platz bereits gefunden, dennoch ist er noch nicht angekommen, sondern befindet sich derzeit auf einem suchenden, sich ausprobierenden Weg und ist deshalb nach Ansicht der Jury genau zu diesem Zeitpunkt förderwürdig.

 

Jeremias Heppeler, geboren 1989 in Tuttlingen, schloss sein Studium in Konstanz mit einem Bachelor in Germanistik und Geschichte und 2015 mit dem Master in Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaft ab.

Er versteht sich als freier Texter, Filmemacher und intermedial arbeitender Künstler.

Jeremias Heppeler hat schon einige Ausstellungsprojekte umgesetzt: unter anderem »treibgut« in Mühlheim an der Donau, »drei tote hunde« in Tuttlingen und »Kunst und Krise« in Jena. Im Gewölbekeller im Kulturzentrum am Münster zeigte er 2016 »und hier am ende ist mensch nichts weiter als eine erfindung«. Ausgezeichnet mit dem Samsung Smartfilm Award (für den experimentellen Kurzfilm »Soi«) und dem MotionPicture 2.0 Award des ZKM Karlsruhe (für »Der Beobachter«). Für das Dokumentarfilmprojekt »Die Stadt der vergessenen Kinder« reiste Jeremias Heppeler im Juli 2015 in die Mongolei. Der entstandene Film war im Januar 2016 im Zebra-Kino zu sehen.


Musik

 

In der Sparte Musik konnte der Cellist Bogdan Michael Kisch die Jury am meisten überzeugen, der aus einer großen Zahl von preiswürdigen Bewerbern ausgewählt wurde.

Seine kraftvollen und gleichzeitig einfühlsamen Interpretationen von Werken der klassischen und romantischen Literatur und seine makellose Technik haben die Jury gleichermaßen überzeugt.

 

Bogdan Michael Kisch, 1990 in Rumänien geboren, kam im Alter von 4 Jahren nach Konstanz. Hier hat er erste und vielfältige musikalische Erfahrungen gesammelt und ist bis heute mit seiner Heimatstadt durch zahlreiche Soloauftritte und Kammerkonzerte, u.a. mit dem von ihm gegründeten Gutfreund-Trio, eng verbunden.

Nach dem Abitur 2009 studierte er Violoncello an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Seinen Bachelor erhielt er dort Anfang 2014, und wird dieses Jahr seine Master-Abschlusskonzerte spielen. Zurzeit studiert er Klavierkammermusik an der Hochschule für Musik und Darstellende Künste Frankfurt und ist seit der Saison 2015/16 Stipendiat der Paul-Hindemith-Orchesterakademie an der Oper Frankfurt.

Nach intensiven Studienjahren und vielfältigen Auszeichnungen und Konzerterfolgen steht er nun kurz vor dem Abschluss seiner Masterstudien in den Fächern Violoncello und Kammermusik.


Literatur

 

Meral Ziegler, Preisträgerin in der Sparte Literatur, ist Spoken Word Poetin (Poetry Slam) und Autorin. Die Jury überzeugte sie vor allem mit ihrer Performance und ihrer eigenständigen, wirkungsvollen Sprachmacht.

 

Zieglers Texte zeichnen sich durch Schnörkellosigkeit und Konzentration aus, hier ganz der speziellen Darbietungsform des Poetry-Slam verpflichtet. Als Performerin ihrer Texte zieht sie ihr Publikum in den Bann, berührt, provoziert und amüsiert. Sie findet dabei starke und prägnante, aber auch nachdenkliche Worte zu Themen aus der Erfahrungswelt ihrer Generation. Da geht es geht um Identität, Freunde und Familie, Nähe und Fremde, gesellschaftliche Bruchlinien...

 

Meral Ziegler, geboren 1993, mit deutscher und Schweizer Staatsangehörigkeit, lebt in Kreuzlingen und studiert in Konstanz Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaft. Als leidenschaftliche und berufstätige Poetry Slammerin hatte sie ihre ersten Auftritte 2010, zahlreiche Auftritte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg folgten seitdem. Außerdem ist sie als Dokumentationssprecherin und Autorin tätig. Sie gewann mehrere Meisterschaften, unter anderem wurde sie 2011 Landesmeisterin Schleswig-Holstein in der Gruppe U20. 2015 wurde ihr Debütroman »Feier dich!« veröffentlicht. Seit 2016 ist sie Vorstandmitglied des Vereins »Slam Alpha«, der sich für die Förderung von Frauen im Poetry Slam einsetzt. 


Aktuelle Richtlinien

Die aktualisierten Richtlinien für den »Förderpreis der Stadt Konstanz - Junge Kunst!« stehen hier zum Download bereit.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • Umbenennung des Konstanzer Förderpreises in »Förderpreis der Stadt Konstanz - Junge Kunst!«
  • Um alle Bereiche der Bildenden Künste abzudecken, wird in der Sparte Bildende Kunst die Anzahl der Jurymitglieder von zwei auf drei aufgestockt.
  • Das Preisgeld wird je Sparte von 1.500 € auf 2.000 € erhöht. Damit ergibt sich insgesamt ein Preisgeld in Höhe von 6.000 €.
  • Auch nach der Preisverleihung soll es zu einer weiterführenden Förderung in Form von Ausstellungen, Publikations- und Auftrittsmöglichkeiten im darauffolgenden Jahr kommen. Dafür werden jährlich pro Sparte 1.500 € zur Verfügung gestellt. Diese weiterführende Förderung soll durch Sponsorengelder und Spenden erweitert werden. 


Ihre Ansprechpartnerin für den Förderpreis

Leiterin des Kulturamtes Stadt Konstanz

Sarah Müssig



Jurymitglieder:

Bildende Kunst:

  • Helga Sandl (Kulturbeauftragte der Stadtgemeinde Diessenhofen)
  • Dr. Stephan Geiger (Galerist Galerie Geiger Konstanz)
  • Teresa Renn (Torero Film Konstanz)

Musik:

  • Beat Fehlmann (Intendant Südwestdeutsche Philharmonie)
  • Michael Auer (Lehrer am Heinrich-Suso-Gymnasium)

Literatur:

  • Mark Zurmühle ( Stadttheater Konstanz)
  • Daniel Widmaier (Buchhändler Homburger&Hepp)

Kulturamt Konstanz:

  • Sarah Müssig (Leiterin des Kulturamt)
  • Alisa Körner (Stellv. Leitung des Kulturamt)

Preisträger 2015



Franziska Maßat© privat

Bildende Kunst

 

Preisträgerin in der Sparte Bildende Kunst ist Franziska Maßat. Sie überzeugte die Jury durch die Qualität ihrer Arbeiten und die sich darin äußernde Lust am Experiment.

 

Ihr plastisches Werk besticht durch die phantasievolle Verwendung ungewöhnlicher Materialien, durch die skurril-surreale Kombination unterschiedlichster Stoffe und Gegenstände sowie den sinnlichen Reiz, den die Künstlerin auf den ersten Blick unscheinbaren Dingen entlockt. Das sich damit verbindende Interesse an der Vielfalt und Schönheit von Formen, Strukturen und Mustern äußert sich auch in Maßats fotografischem Werk. Ihre Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Landschaft und Natur in weitestem Sinn irritieren und amüsieren gleichermaßen aufgrund der ihnen zu Grunde liegenden ungewöhnlichen Perspektive und scheinen damit zugleich hinter die Dinge zu blicken.

 

Franziska Maßat, 1986 in Konstanz geboren und hier aufgewachsen, studierte nach dem Abitur zunächst Sportwissenschaften und Anglistik an der Universität Konstanz. Ab 2009 studierte sie Kunsterziehung an der Hochschule für Kunst und Design Halle mit Schwerpunkt experimentelle Bildhauerei, Sport und Anglistik an der Martin-Luther Universität Halle, Bildhauerei (Fachrichtung Kunsterziehung) an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, sowie Anglistik an der Karl-Ruprecht-Universität Heidelberg. 2014 schloss sie ihr Studium mit dem 1. Staatsexamen in Anglistik und April 2015 in Kunst für das Lehramt am Gymnasium ab. Ihre bildhauerischen und fotografischen Werke präsentierte sie bereits in mehreren Ausstellungen, zuletzt im Frühjahr 2015 in der Galerie Alte Schule Adlersdorf in Berlin.


Musik

 

In der Sparte Musik konnte der auf Gitarre und Laute spezialisierte Domenico Cerasani die Jury am meisten überzeugen. Die Präzision und Hingabe seines Spiels, seine technische und stilistische Meisterschaft und seine musikalischen Interpretationen, sowie seine Konzerttätigkeit, setzen nach Auffassung der Jury Maßstäbe.

 

Cerasani, 1985 im italienischen Avezzano geboren, absolvierte nach dem Abitur den Bachelor of Arts in klassischer Philologie mit Auszeichnung an der Universität La Sapienza in Rom. Bereits während seiner Schulzeit erhielt er ein Diplom für klassische Gitarre des Conservatorio N. Rota, Monopoli. 2008 bis 2010 studierte er an der Musikhochschule Hannover, dort erlangte er ein Diplom für klassische Gitarre mit Bestnote. Es folgte 2011 bis 2013 das Studium des Master of Music für Alte Musiklaute, das er erneut mit Bestnote abschloss. Seit 2013 studiert er an der Musikhochschule Trossingen Master of Music für Alte Musik, Kammermusik-Laute und unterrichtet an der Musikschule Konstanz. Er ist auf zahlreichen Konzerten als Solist aufgetreten und hat bisher zwei CDs veröffentlicht (Sor, 2012, und Luca Marenzio e il suo tempo, 2014).



Toby Hoffmann© Casagranda Foto

Literatur 

 

Toby Hoffmann, Preisträger in der Sparte Literatur, ist Lyriker, Spoken Word Poet (Poetry Slam) und Musiker. Die Jury überzeugte er vor allem mit seiner Vielseitigkeit und der humorvollen Art seiner Beschreibungen, sowie seinem Vortragsstil.

 

Hoffmann bezieht mit seinen Texten deutlich Position, gesellschaftlich und dem Literaturbetrieb gegenüber. Er formuliert sehr stark, manchmal hart und direkt, zum Teil bewusst vulgär. Jedes Wort sitzt und ist mit Bedacht gewählt. Durch seine knappen und klaren Formulierungen gelingt es ihm ebensolche Bilder zu evozieren. Er ist in diversen Milieus, z.B. auch im ländlichen Umfeld, zu Hause, schildert sie und ihre Protagonisten auf humorvolle, bissige, auch entblößende Art. Toby Hoffmann überzeugt auch als lesender Interpret seiner eigenen Texte, denen er durch gekonnte Rhythmisierung eine hohe Eindringlichkeit verleiht.   

 

Toby Hoffmann, geboren 1980, lebt und arbeitet in Ravensburg, wo er 2002 den Ravensburger Literaturpreis und 2012 den Förderpreis Ravensburg/Weingarten gewann. Er organisiert und moderiert Literaturveranstaltungen und Konzerte und trat bereits mehr als tausend Mal im deutschsprachigen und europäischen Raum auf. 2005 gewann er den internationalen Poetry Slam in Tartu, Estland. Bei zahlreichen literarischen und musikalischen Projekten, u.a. in Konstanz, wirkte er ebenfalls mit. Er hat bereits mehrere Werke veröffentlicht (Die Tage in der blauen Stadt, Asphaltspalten, Moralverkehr und Luft sprengen), und in mehreren Sammelbänden, (z.B. Lyrikland, Vokalpatrioten oder Die Poetry Slam Fibel) sind Werke von ihm abgedruckt.






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Richtlinien für den »Förderpreis der Stadt Konstanz - Junge Kunst!« 2017