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Altstadt


» Baumbeschriftungen



Über die Gewohnheit, nach Michel de Montaigne© Kulturbüro Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

Ȇber die Gewohnheit, nach Michel de Montaigne

Künstler: Rebecca Koellner (*1968)
Entstehung: 2014
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Stadtgarten (Altstadt)

 

Die Beschriftungen der Bäume im Stadtgarten und an der Seestraße gehören zu einer dreiteiligen Arbeit der Künstlerin Rebecca Koellner, die sich in diesem Werk auf den Philosophen Michel de Montaigne (1533 - 1592) und die Schriftstellerin Virginia Woolf (1882 - 1941) bezieht. Von beiden ließ sich die Schriftstellerin zum Thema Gewohnheit inspirieren. Koellner beschäftigte sich in ihrer Arbeit mit der Frage, wie der Mensch seine Umgebung wahrnimmt und ob der gewohnte Blick auf alltägliche Dinge unsere Sicht verändert. Ebenso wie Montaigne hinterfragt Koellner unsere Haltung und Achtung vor Menschen, Tieren und Pflanzen. Die Textzeilen auf den beschrifteten Baumstämmen entstammen den literarischen Werken von Montaigne und Woolf.
Die Beschriftungen wurden mit Hilfe einer Schablone auf die Bäume aufgetragen. Als Farbe diente hierzu „Arbo-Flex", ein Pflanzenstärkungsmittel.

» Brunnen


»Blätzlebrunnen

Künstler: Ernst Thomann (*1910 - †2009)
Baujahr: 1968
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Blätzleplatz (Altstadt)

 

Der 60.000 DM teure Brunnen besitzt einen quadratischen Trog aus Gussbeton. In seiner Mitte stehen drei Konstanzer Fasnachtsfiguren in ihrer typischen Tracht. Die größte Figur, der Blätzlebue, hält eine Laterne in der linken Hand und eine Narrenpritsche in der rechten. Die zweite Figur stellt einen kleinen Blätz dar und die dritte einen Hemdglonker, der eine lange Nase in Richtung des Rathauses macht. Die Brunnenfiguren erinnern an die närrische Zeit und erfreuen sich aufgrund ihrer realistischen Darstellung großer Beliebtheit. Finanziert wurde der Brunnen durch Spenden der Stadt, der Bürgerschaft und der Bläzlebuebezunft.


Kaiserbrunnen© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

»Kaiserbrunnen

Künstler: Hans Baur, Bildhauer (*1829 - †1897)
Neugestaltung: Ehepaar Rumpf
Baujahr: 1897
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Marktstätte (Altstadt)



An der Stelle eines alten, baufälligen Brunnens wurde 1897 der Kaiserbrunnen errichtet. Der von Hans Baur geschaffene Brunnen, verlor während der 1940er Jahre seinen ursprünglichen Figurenschmuck, da das Material für die Rüstungsindustrie verwendet wurde. Anfang der 1990er Jahre gestalteten Gernot und Barbara Rumpf die Anlage neu und versteckten darin zahlreiche Anspielungen auf die Konstanzer Vergangenheit. Unter anderem symbolisiert ein dreiköpfiger Pfau mit Papstkronen die Zeit vor dem Konstanzer Konzil, zu der drei Päpste gleichzeitig Anspruch auf den Heiligen Stuhl erhoben. In drei der vier Nischen der Brunnensäule stehen die Kaiserstandbilder von Otto I. (Liudolfinger), Maximilian I. (Habsburg) und Friedrich I. genannt Barbarossa (Hohenstaufen). Die vierte Nische zeigt eine halbgeöffnete Tür als ein Hinweis darauf, das Geschichte auch immer Geheimnis bedeute. Die Friedensurkunde von Barbarossa säumt den Brunnenrand. Neben dem Brunnen steht ein achtbeiniges Bronzepferd, welches Friedrich II. zugeordnet werden kann.

»Karl Steuer Brunnen

Künstler: Kurt Grabert
Baujahr: 1998
Standort: Wessenbergstraße/Zollernstraße (Altstadt)

 

Der Brunnen auf dem kleinen Platz zwischen der Wessenberg- und der Zollernstraße erinnert an den Konstanzer Fasnächtler Karl Steuer. Anders als bei anderen Narrenbrunnen wird hier nicht eine Zunft oder Narrenfigur dargestellt, sondern ein Persönlichkeitsdenkmal für Karl Steuer geschaffen. Der 1969 verstorbene Narr trug entscheidend zu der Konstanzer Saalfasnacht bei. Der Brunnen, welcher sich im Herzen der Konstanzer Altstadt befindet, wurde mithilfe von Spenden der Konstanzer Bürger finanziert. Der Freundeskreis »Karl Steuer Brunnen« sammelte mit der Unterstützung der »Laugelegumperzunft« Spenden in der Summe von rund 70.000 DM. Am 5. September 1998 wurde der, vom Göppinger Bildhauer E. Grabert geschaffene Brunnen eingeweiht.


Lenk-Brunnen© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

»Lenk-Brunnen

Künstler: Peter Lenk (*1947)
Baujahr: 1991
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Untere Laube auf der Höhe Torgasse (Altstadt)

 

Der Künstler aus Bodman am Bodensee ist einer der bekanntesten Bildhauer unserer Zeit. Mit seinen satirischen Werken kritisiert er meist die heutige Gesellschaft. Nicht jeder findet Gefallen an den Arbeiten des Künstlers. So wurde auch der »Konstanzer Triumphbogen« nicht ohne Kritik angenommen. Der Brunnen, welcher sich auf dem Mittelstreifen der »Laube« befindet, ist ausgeschmückt mit allerlei Figuren. Diese reichen von menschlichen Erdferkeln, Babys, grimmigen Alten, Rockern, der leichtbekleideten Fischerin vom Bodensee bis hin zum Bischof und der beleibten Matrone, die sich im Brunnen ein Bad gönnt. Die satirischen Figuren spielen unter anderem auf den Autoverkehr in der Stadt an. Über 30 Figuren kann man an dem Brunnen erkennen, welche alle lebenden Vorbildern nachempfunden sein sollen. So kann man auch den im Konstanzer Konzil abgesetzten Gegenpapst Johannes XXIII. mit der Kutsche umstürzen sehen. Zur Empörung der Kirche zeigt die Darstellung, dass mit dem Papst zwei nackte »Hübschlerinnen«, wie damals Prostituierte genannt wurden, aus der Kutsche fallen. Trotz heftiger Kritik, auch von Seiten der Bürger, ist der Brunnen heute eine der bekanntesten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Konstanz.

»Metzgerle Brunnen

Künstler: Adolf Schmid (*1906 - †1991)
Baujahr: 1980
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Bodanplatz (Altstadt)

 

Die Figur des Metzgers wurde 1980 vom Konstanzer Bildhauer Adolf Schmid nach einem Original gefertigt, das heute im Besitz des Rosgartenmuseums ist. Das Original stammt aus dem Jahr 1599 und schmückte durch mehrmalige Versetzung viele Standorte in der Altstadt bis die Figur 1924 ins Rosgartenmuseum kam. Der heutige Metzgerle-Brunnen erinnert auf dem Bodanplatz an die frühere Nutzung des Platzes als Rinder- und Fleischmarkt. Die ein Meter hohe Figur "Metzgerle" blickt über die Bodanstraße in Richtung Rosgartenstraße zu seinem älteren Vorbild herüber.


Münsterbrunnen (Gutmann-Brunnen)© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

»Münsterbrunnen

Künstler: Franz Gutmann (*1928)
Erstaufstellung: 1963
Wiederaufstellung: 2015
Standort: Münsterplatz (Altstadt)

 

Mit einem kleinen Fest feierte die Stadtverwaltung zusammen mit dem Künstler und Namensgeber Franz Gutmann sowie Bürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn, am 09. Juli 2015 die Wiederinbetriebnahme des Gutmann-Brunnens an seinem angestammten Platz. Seit 1963 ist der Brunnen des renommierten Freiburger Künstlers Franz Gutmann ein markanter Punkt des Münsterplatzes. Im Zuge der Neugestaltung des Münsterplatzes, wurde er von seinem Standort entfernt; eine Rückkehr war nicht vorgesehen. Nach seiner zehnjährigen Einlagerung sollte er - so die Planung der letzten Jahre - auf der Hofhalde installiert werden.  Allerdings ist bereits seit dem 16. Jahrhundert ein Brunnen auf dem Münsterplatz dokumentiert, und auch viele BürgerInnen wünschten sich den Brunnen am ehemaligen Standort zurück. Die Verwaltung fand schließlich im Rat eine klare Mehrheit dafür, den Brunnen an seinem ursprünglichen Standort aufzustellen.
1962 schrieb die Stadt Konstanz einen Wettbewerb zur Gestaltung eines Brunnens auf dem Münsterplatz aus, den Franz Gutmann mit seiner schlichten Brunnenform gewann. Die schlichte Brunnenschale wählte Gutmann, um nicht mit dem Platz überragenden Münster zu konkurrieren. Zudem steht die Waagerechte des Brunnens in Beziehung zur senkrechten Kirchenfassade und wirkt wie eine Wasserwaage auf dem schräg abfallenden Platz.
Die Brunnenschale hat einen Durchmesser von 5 m und ist 0,4 m tief. Auf dem Brunnenstock befinden sich die Figuren Adams und Evas, welche an den stetigen Fluss zwischen Leben und Tod erinnern sollen.

»Trichterbrunnen

Künstler: Uli Blomeier-Zillich(*16.3.1944) und Christoph Blomeier (*24.1.1937)
Baujahr: 1989
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Fischmarkt (Altstadt)

 

Der Brunnen zeigt einen überdimensionierten Trichter im Betongestell, welcher dem Werk seinen Namen verleiht. Der Name bezieht sich auch auf den »Konstanzer Trichter«, das Seegebiet vor der Stadt. Die Bucht hat die Form eines Trichters, der im Seerhein mündet und den Obersee mit dem Untersee verbindet. Es ist kein Zufall, dass die Gestaltung des Brunnens mit der des Fischmarktgebäudes übereinstimmt. Christoph Blomeier, einer der Künstler, entwarf auch das Gebäude mit seinen klaren Linien, vor dem sich der Brunnen befindet.

» Bushaltestelle



Chinesische Bushaltestelle© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

»Chinesische Bushaltestelle

Künstler: Baumeister der Partnerstadt Suzhou
Baujahr: 2007
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Konzilstraße (Altstadt)

 

Obwohl die Millionenstadt Suzhou erheblich größer als das beschauliche Konstanz ist, weisen beide Städte dennoch einige Gemeinsamkeiten auf: Beide erfreuen sich an ihrer historischen Altstadt, liegen nah am Wasser und sind beliebte Reiseziele. Vor allem aber ist es das Wasser, das die beiden Städte verbindet und den Ausgangspunkt für die Projektpartnerschaft bildete. Suzhou liegt am Tai-See und blickt derzeit auf dieselben Probleme, die Konstanz und der Bodenseeraum in den vergangenen Jahrzehnten erfolgreich überwunden haben.
Im Jahr 2004 wurde beim Besuch des Oberbürgermeisters von Suzhou in Konstanz, feierlich eine Absichtserklärung unterzeichnet, die eine Zusammenarbeit der beiden Städte auf den Gebieten Gewässerschutz, Medizin, Berufsausbildung, Kultur und Tourismus sowie eine Kooperation zwischen den Hochschulen vorsieht.
Besonders zwischen medizinischen Einrichtungen in Suzhou und dem Zentrum für traditionelle chinesische Medizin am Klinikum Konstanz, hat sich seitdem ein reger Austausch entwickelt.
Als sichtbares Zeichen der engen Verbundenheit der beiden Städte, hat die Stadt Suzhou Anfang 2006 beschlossen, Konstanz eine Bushaltestelle im tradtionell-chinesischen Pavillon-Stil zu schenken. Die Chinesische Bushaltestelle in der Konzilstraße wurde am 30. Mai 2007 von Oberbürgermeister Horst Frank zusammen mit Rongfa Shen, Stellvertretender Leiter der politischen Konsultativkonferenz der Stadt Suzhou, und Haiyan Li, Generalkonsul der VR China in Frankfurt, offiziell eingeweiht.

 

Quelle:

http://www.konstanz.de/rathaus/00746/02649/02664/

» Denkmäler


»Berlinstein

Baujahr: 1977
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Obere Laube, Höhe Schnetztor (Altstadt)

 

Der Stein zeugt von der politisch brisanten Epoche des Kalten Krieges und gibt die zur damaligen Zeit kürzeste Entfernung von Konstanz nach Berlin an. Diese Betrug 727 km und ist als Inschrift auf dem Denkmal verewigt. Berlinsteine lassen sich in vielen westdeutschen Städten finden und dienten im Kalten Krieg als Zeichen der Verbundenheit mit Berlin. Aufstellung fand der Granitstein Ende der siebziger Jahre am oberen Ende der Laube. Dieser Standort wurde bewusst gewählt, sodass Besucher aus der Schweiz den Stein bei ihrer Einreise erblicken.
Das Denkmal berichtet von einem Abschnitt in der deutschen Geschichte in der Berlin als gesamtdeutsche Hauptstadt undenkbar wirkte. Heute erinnert der Stein daran, dass der Wiedervereinigung eine Zeit vorrausgegangen war, in der das politische Geschehen derart aufgeheizt war, dass es solcher Zeichen der Verbundenheit bedurfte.


Elserdenkmal© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

»Elserdenkmal

Künstler: Markus Daum
Baujahr: 2009
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Schwedenschanze 10, Garten des Sozialzentrums von Wessenberg (Altstadt)

 

2009 wurde eine Büste des Widerstandskämpfers gegen den Nationalsozialismus, Georg Elser, enthüllt. Sie steht im Garten des Sozialzentrums Wessenberg.
Elser lebte von 1925 bis 1929 in Konstanz. Im November 1939 verübte er mit einer selbstgebauten Bombe im Münchner Bürgerbräukeller ein Attentat auf Adolf Hitler. Dieser Versuch schlug jedoch fehl, worauf Elser anschließend versuchte, sich an der Schwedenschanze über die sogenannte grüne Grenze in die neutrale Schweiz abzusetzen. Dort wurde er jedoch kontrolliert und festgenommen. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der dann auf Hitlers Befehl hin im KZ Dachau ermordet.
Der Sockel, auf dem die Büste steht, trägt die Inschrift: „Ich habe den Krieg verhindern wollen".

»Handloser-Denkmal

Künstler: Prof. F. Dietsche
Baujahr: 1907
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Stadtgarten (Altstadt)

 

Das Denkmal im Stadtgarten erinnert an den im Jahr 1905 verstorbenen Konstantin Handloser. Der Musikdirektor erfreute sich bereits zu seinen Lebzeiten großer Beliebtheit, sodass ihm nach seinem Tod mithilfe von zahlreichen Spenden der Konstanzer Bürger ein Denkmal in seiner Heimatstadt errichtet wurde. Da eine regelrechte Spendenflut dem Aufruf folgte, wurde aus einer geplanten Gedenktafel jenes Denkmal im Stadtgarten unweit des Musikpavillion. Dort fanden die beliebten Sonntagskonzerte unter der Leitung Konstantin Handlosers statt. Der Musikpavillion wurde in den dreißiger Jahren durch die heutige Konzertmuschel ersetzt.
Die seitlich vergoldete Stele, die der Karlsruher Bildhauer Prof. F. Dietsche schuf, kennzeichnet sich durch ein Relief an der Vorderseite aus. Die Inschrift unter dem Relief lautet »Dem Andenken Handlosers gewidmet«. Nachträglich wurden in den 1980er Jahren die sich darunter befindenden Worte »Königlicher Musikdirektor und Leiter der 114er-Regimentsmusik 1872 - 1905« hinzugefügt.


Jan Hus Denkmal© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

»Jan Hus Denkmal

Künstler: Adéla Kaèabová
Baujahr: 2015
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Untere Laube, Höhe Lutherkirche (Altstadt)

 

Zum 600. Todestag (06.07.1415) von Jan Hus wurde am 04. Juli 2015 ein Denkmal für die Reformatoren Jan Hus und Hieronymus von Prag enthüllt. Die Tschechoslowakische Hussitische Kirche schenkte der Stadt Konstanz das Denkmal, woraufhin ein Diskurs über die Qualität und den Aufstellungsort des Kunstwerks entflammte. Schließlich entschied der Gemeinderat, die von Adéla Kaèabová geschaffen Skulptur auf der Unteren Laube Höhe Lutherkirche zu platzieren.

Kaèabová stammt  aus der traditionsreichen Steinmetzschule Hoøice. Die 2,80 m hohe Sandsteinskulptur stellt einen Kelch dar, an dem Flammen empor lodern und aus denen sich Menschen zu erheben scheinen. Sowohl die Jahreszahlen 1415 und 2015 als auch die Namen der beiden Reformatoren wurden in den Stein gehauen.

»Kaiser-Wilhelm I.-Denkmal

Künstler: Emil Einhart (†1881)
Baujahr: 1879-1880
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Stadtgarten (Altstadt)

 

Der Bildhauer Emil Einhart schenkte der Stadt Konstanz 1879, dem Jahr der Einweihung des Stadtgartens, eine Kolossalbüste des Deutschen Kaisers Wilhelm I. aus carrarischem Marmor. Die Büste zeigt den deutschen Kaiser in antiken Gewändern.
Anfangs wurde die Statue im Rathaushof aufgestellt, 1880 jedoch an ihren heutigen Standort in den Stadtgarten versetzt. Für die Neuaufstellung war ein Sockel nötig, den der "Konstanzer Verschönerungsverein" stiftete.

Zur damaligen Zeit fand der Kaiser größere Verehrung in der Bevölkerung, darum war auch das Umfeld seiner Büste durch Beete, Laternen und zwei Pappeln aufwendiger gestaltet als es heute ist.


Obelisk zur Erinnerung© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

»Obelisk zum Gedenken an
Konstanzer NS-Opfer

Standort: Bahnhofstraße Ecke Sigismundstraße (Altstadt)

 

Zur Erinnerung an die im Dritten Reich ermordeten Juden, wurde in der Nähe der alten Synagoge ein Obelisk mit den Namen der Opfer errichtet. Außerdem findet sich darauf eine Inschrift  in vier verschiedenen Sprachen (Deutsch,  Englisch, Französisch und Hebräisch), die lautet: "Am 22. Oktober 1940 wurden 108 jüdische Einwohner von Konstanz nach Frankreich in das Internierungslager Gurs Deportiert. Von dort wurden diejenigen, die noch am Leben waren, ab August 1942 in die Konzentrationslager Auschwitz und Sobibor abtransportiert und ermordet."

»Partnerschaftssäule

Künstler: Thomas Schreiner (*1969)
Baujahr: 1997
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Stadtgarten (Altstadt)

 

In respektvollem Abstand zur Büste von Kaiser Wilhelm I. wurde 1997 die Partnerschaftsäule aufgestellt. Der Bildhauer schenkte der Stadt sein Meisterstück, das die Städtepartnerschaften der Stadt Konstanz symbolisiert. Auf der Infotafel vor der Säule sind die Partnerstädte benannt, auf der Stele sind ihre Wappen abgebildet. Das der Stadt Konstanz liegt auf einem Musiknotenband und soll so auf den Zusammenhalt von Musik und Freundschaft hindeuten.


© Kulturamt Konstanz

»Stolpersteine

Initiator: Gunter Demning
Baujahr: seit 2005
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: in der Regel vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der NS-Opfer

 

Seit 2005 verlegt die Initiative „Stolpersteine für Konstanz - Gegen Vergessen und Intoleranz" Gedenksteine in der Stadt, um an die Opfer der NS-Diktatur zu erinnern. Bei Stolpersteinen handelt es sich um kleine Betonsteine auf deren Messingoberseite die Lebensdaten der Opfer des NS-Regimes zu lesen sind. Die Verlegung der Steine findet üblicherweise vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der Verfolgten statt. Die zeitintensive ehrenamtliche Arbeit der Initiative wird von den Konstanzern Bürger sehr geschätzt und von der Stadt finanziell gefördert.
Anfang der 90er Jahre entwickelte der Kölner Künstler Gunter Demnig die Idee der Stolpersteine, die sich auch außerhalb Deutschlands in 18 Ländern Europas verbreitet hat. Mit über 53.000 verlegten Steinen bilden die Gedenksteine das größte dezentrale Mahnmal der Welt.

»WAHRHEIT - Jan Hus Denkmal

Künstler: Jerry Koza, Adam Jirkal und Martin Papcún
Baujahr: 2015
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Sankt-Stephans-Platz 17, Bürgersaal (Altstadt)

  

„WAHRHEIT" und „ZA PRAVDU". Diese zwei Worte entstehen bei Sonnenschein auf den Fassaden des ehemaligen Franziskanerklosters in Konstanz und an der Bethlehemskapelle in Prag. Der Konstanzer Teil des Kunstwerks wurde am 28. Juni anlässlich des 600. Jahrestages der Verbrennung des böhmischen Reformators Jan Hus, in Konstanz feierlich enthüllt.

Das Kunstwerk, das am Stephansplatz zu besichtigen ist, besteht aus einem an der Fassade befestigten Tableau mit Blöcken ausgefräster Buchstaben, die bei Sonnenschein das Wort „WAHRHEIT" an die Wand projezieren.

Das Kunstwerk wird bis zum Ende des Konziljubiläums in Konstanz zu sehen sein.


Zeppelindenkmal© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

»Zeppelin Denkmal

Künstler: Karl Albiker (*16.6.1878 Ühlingen - †26.2.1961 Ettlingen)
Baujahr: 1920
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Gondelhafen (Altstadt)

 

Nachdem Graf Ferdinand von Zeppelin 1917 in Berlin verstorben war, wollte die Stadt Konstanz ihrem Ehrenbürger ein Denkmal setzen. Dieser hatte durch sein Schaffen zu den Luftangriffen über London beigetragen und wurde deshalb als "Held der Nation" verehrt. Aus verschiedenen Bewerbungen für ein Denkmal wurde die gewagte Skulptur des Rodin-Schülers Karl Albiker ausgewählt. Die Figur stellt die deutsche Sagengestalt, Wieland der Schmied, dar.

Im nordischen Völundlied wurde Wieland von König Nidhad gefangen genommen, um Schmiedearbeiten zu fertigen. Auf Rat seiner Frau ließ der König Wielands Kniekehlensehnen durchtrennen. Aus Rache vergewaltigte Wieland die Tochter des Königs und tötete dessen Söhne. Daraufhin entkam er mit Hilfe selbstgeschmiedeter Flügel.

Vor diesem Hintergrund lässt sich Albikers Wieland-Figur als deutscher Held verstehen, der durch Mut und Klugheit seine Feinde und die Lüfte bezwingen konnte.

 

Das Denkmal wurde am 8. Juli 1920, an Graf Zeppelins Geburtstag, eingeweiht.

Die Säule trägt die Bronze Inschrift "Graf Zeppelin dem Sohne der Stadt Konstanz zum Gedächtnis". In die Errichtung des Denkmals flossen 77.000 Reichsmark.

» Fresken


»Blätzlebuebe

Künstler: Lothar Zwintscher (Restauration)
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Schnetztor (Altstadt)

 

Nachdem bei der Restauration des Schnetztores, die 1982 beendet wurde, Freskofragmente eines pausbäckigen Engels gefunden wurden, wurde der Maler und Graphiker Lothar Zwintscher beauftragt, auf Eigenkosten der Blätzle den Fund wieder herzustellen. Indem er die Wand mit Wasser anfeuchtete, konnte er die Konturen der Freske nachmalen. Er stoppte an den Stellen, an denen keine Linien mehr zu finden waren.

Man fand auf der linken Seite ebenfalls Farbspuren, die auf eine zweite Malerei hinwiesen. Zwintscher kopierte also den Engel spiegelverkehrt auf dieser Seite, sodass nun 2 Blätzlebuebe über der Tordurchfahrt wachen.


Rathaus Fassaden-Fresken© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

»Rathaus Fassaden-Fresken

Künstler: Ferdinand Wagner (*1819 - †1881) & Hermann Fröschle (Gehilfe)
Entstehungsjahr: 1593
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Rathaus, Seite Kanzleistraße (Altstadt)

 

Die Fassade zur Kanzleistraße wurde 1593 im venezianischen Renaissance-Stil umgestaltet. Nun schmücken historistische Fresken von 1864, die Szenen und Personen aus der Stadtgeschichte darstellen, die Außenwand. Über den Fenstern des ersten Stocks sind Porträts von Ambrosius Blarer, Ulrich Zasius, Ignaz Heinrich von Wessenberg und Marie Ellenrieder.
Ein Bilderfries über den Erdgeschoss-Arkaden zeigt den Friedensschluss Friedrich Barbarossas mit den Städten der Lombardei (Frieden von Konstanz 1183), den Besuch Friedrichs II. (1212), die Belehnung des Hohenzollern Friedrich mit der Mark Brandenburg (1417) sowie den Kampf der protestantischen Stadtbevölkerung gegen die Truppen des katholischen Kaisers Karls V. (1548).

»Weberfresken

Entstehungszeit: 14. Jh.
Standort: Altstadt. Münsterplatz 5 im Haus zur Kunkel

 

1936 entdeckte Heinrich Schmidt-Pecht im Haus zur Kunkel am Münsterplatz zu Konstanz mittelalterliche Wandmalereien: Bildliche Umsetzungen, offenbar eines höfischen Romans oder einer Legende.
Der derzeitige Zustand entspricht den mittelalterlichen Verhältnissen: Die Darstellungen aus dem Ritterroman lagen und liegen auf der Südwand, die Weberfresken auf der Nordwand ein und desselben Raumes.
Die Aufteilung der beiden Wände zeigt eine deutliche Parallelität: oben eine Rankenleiste, dann drei Bildstreifen, darunter ein Vorhangmuster. Deswegen, und aus stilistischen Gründen, nehmen kunsthistorische Untersuchungen einleuchtend eine zeitlich nicht sehr weit auseinanderliegende Entstehung beider Malereien zu Beginn des 14. Jahrhunderts an.
Das Haus zur Kunkel ist heute das einzige Gebäude, in dem Wandmalereien zum "Parzival" Wolframs von Eschenbach erhalten sind. Vergleichbare Darstellungen, die 1929 in einem Haus in Lübeck gefunden wurden, fielen dem Abbruch zum Opfer. Ein Wandteppich in der Braunschweiger Burg Dankwarderode, stellt ähnlich ausschnitthaft einen Teil der Gawan-Handlung dar. Außerdem sind eine Reihe von "Parzival"-Handschriften mit Illustrationen versehen; sie befinden sich heute in Bern, Dresden, Heidelberg, München und Wien.

» Kruzifixe



Kruzifix in der Hieronymusgasse© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

»Kruzifix in der Hieronymusgasse

Baujahr: 1923
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Hieronymusgasse

 

Das Kruzifix gehörte einst zu der Pfarrkirche St. Paul und dem angrenzenden Kirchfriedhof. 1813 hatte der neue Schottenfriedhof dem kleinen Kirchfriedhof seine Bedeutung genommen, was zur Auflösung der Pfarrei St. Paul führte. Das Friedhofskreuz blieb jedoch noch 90 Jahre bestehen und wandelte sich zum Wegkreuz. 1923 war das hölzerne Kreuz so in die Jahre gekommen, dass es nicht mehr erhalten werden konnte. Daraufhin sammelten die Anwohner zusammen mit dem Pfarramt St. Stephan 16.000 Reichsmark für ein neues Kruzifix, da die Stadt Konstanz die Finanzierung eines neuen Kreuzes abgelehnt hatte. Aber auch ohne die finanzielle Hilfe der Stadt konnte das neue Kruzifix zu Ostern 1923 errichtet werden. Bis heute wurde das Kreuz mehrfach restauriert und steht unter Denkmalschutz. Die letzte Restaurierung wurde 2013 von der Kolpingfamilie durchgeführt.
Das Kreuz ist 4,15 m hoch und aus Forlenholz gefertigt. Der Christuskorpus hat eine Höhe von 1,16 m.

»Kruzifix in der Torgasse

Eigentümer: Land Baden-Württemberg
Standort: Ecke Torgasse/ Laube (Altstadt)

 

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts stand das aus Fichtenholz gefertigte Kreuz mit dem spätbarocken Korpus an der Straße, über die die Trauerzüge zum Schottenfriedhof zogen. Das genaue Entstehungsjahr ist unbekannt. Das Totenkreuz beschirmt den Leichnam und galt so als Zeichen der Erlösung. In den 1920er Jahren musste das Kruzifix einem Turnplatz weichen und wurde an die Ecke Torgasse/ Laube versetzt.
Der neue Standort des Kreuzes ist aufgrund mehrerer Gründe unglücklich. Die hohe Einfriedung des kleinen Hofes in dem das Kruzifix steht, rückt das Kreuz aus dem Blick der Passanten, sodass es oftmals unbeachtet bleibt. Außerdem verhindert der lärmende Autoverkehr, der an dem Kreuz vorbeiflutet, eine besinnliche Andacht.
Das Kreuz erhielt Anfang der 1990er Jahren ein Nachbarkunstwerk, das die Meinungen der Konstanzer spaltete. Der Lenk-Brunnen, der sich seitdem auf dem Mittelstreifen der Laube befindet, regte aufgrund der dargestellten Figuren hitzige Diskussionen an. Nach der Einweihung des Brunnens verhangen Nonnen den Korpus des Kreuzes, damit der Heiland den Anblick des Brunnens nicht ertragen musste. Daraufhin schrieb ein Unbekannter die Worte „Gott sieht alles" auf das weiße Tuch.

»Installationen



Circus Maximus© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

»Circus Maximus

Künstler: Karl-Heinz Brasch
Baujahr: 2011
Standort: Rathaus Innenhof (Altstadt)

 

Der Reichenauer Künstler Karl-Heinz Barsch verwendet für seine kinetischen Figuren von anderen weggeworfene oder aussortierte Dinge. Das Werk »Circus Maximus«, welches sich im Rathausinnenhof befindet, wird durch einen Druckknopf aktiviert. Genaue Beobachter können allerlei Konstanzer Themen erkennen. Unter anderem bilden der See, die Konstanzer Fasnacht, das Sea Life Center und das Rathaus selbst einen Teil des kuriosen Kunstwerks. Die Skulptur wurde auf der Brunnenverkleidung installiert und 2011 öffentlich durch den damaligen Oberbürgermeister Horst Frank eingeweiht.

» Reliefs


»Fischweib

Künstler: Werner Gürtner (*1907 - †1991)
Baujahr: 1957
Standort: Fischmarkt 2, neben dem Alten Konstanzer Rathaus (Altstadt)

 

Das Betonbild des Fischweibs wurde 1957 vom Überlinger Bildhauer Werner Gürtner geschaffen und an der Wand des alten Fernmeldeamts angebracht. 1984 musste das Relief beim Abriss des Gebäudes aufwendig aus der Fassade gelöst werden und wurde daraufhin für Jahre eingelagert. Zum Zeitpunkt der Herauslösung aus der Fassade war das Fischweib stark mit Farbe verschmiert und durch Plakate verdeckt. Geplant war das Relief nach der Neugestaltung des Fischmarkts wieder an einer Fassade anzubringen, jedoch wurde kein passender Platz gefunden. 1995 wurde versucht das Fischweib aus dem städtischen Bauhof zurück auf den Fischmarkt zu holen. Dies gelang allerdings erst 2003. So steht das Fischweib seitdem neben dem Alten Rathaus direkt am Bahnübergang zum Konzil. Nach der Freude über die Rückkehr des Reliefs in den öffentlichen Raum, kam der Unmut über den neuen Standort. Neben den Bahnschranken steht es unbeachtet und von Motorrollern verdeckt. Da das Fischweib noch immer Bewunderung findet, wird über eine Versetzung zurück auf den Fischmarkt gesprochen. Aufgrund der unansehnlichen Rückseite des Reliefs kann es nicht frei aufgestellt werden.


Hecker-Relief© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

»Hecker-Relief

Künstler: Johannes Grützke (*1937)
Entstehungsjahr: 1998
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Bürgersaal, Sankt-Stephans-Platz 17 (Altstadt)

 

Das Relief stellt die revolutionären Ereignisse des Jahres 1848 dar. Friedrich Hecker, der Advokat aus Mannheim, rief (vergeblich) am 12. April 1848 das zögerliche, liberale Bürgertum auf die Barrikaden und zum Sturm gegen die Residenz in Karlsruhe auf. Aber am Tag des Aufbruchs regnete es furchtbar. Bedingt durch das schlechte Wetter kamen lediglich wenige Kleinhandwerker und Arbeiter, um Hecker zu folgen. Ob er tatsächlich von diesem Balkon die erste deutsche Republik ausrief, ist nicht mehr zu klären.

»Stadttheater Halbrelief

Künstler: Franz Xaver Hermann (*1760 - †1839)
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Stadttheater (Altstadt)

 

Das Halbrelief von Franz X. Hermann am Stadttheater zeigt die Verbannung des Hanswursts von der Bühne. Der Hanswurst war bis Ende des 18. Jahrhunderts eine Figur im Theater, die das eigentliche Stück durch Späße und Albernheiten unterbrach ohne oftmals zur Handlung des Stücks beizutragen. Im Zuge der Aufklärung verschwand das Hanswurst Theater von der Bühne, da das Theater Weiterentwicklung anstrebte und nach Regeln geformte Reime den Späßen des Hanswursts vorzog.
1790 entstand das Relief an der Fassade des Stadttheaters und zeigt seitdem die Verbannung der Figur des Hanswursts von der Bühne. Am unteren Rand des Bildes lassen sich die Spaßmacher erkennen, wie sie von der Bühne fallen. Im Hintergrund bäumt sich das Dichterpferd Pegasus auf und läutet so die Wende in der Theaterkunst ein.
Die Bühne des Konstanzer Stadttheaters gilt als älteste durchgehend bespielte Bühne Deutschlands.

» Skulpturen



Bello© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

»Bello

Baujahr: 2010
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Rathaus Innenhof, Ausgang Blätzleplatz (Altstadt)

 

Die Stadt Fontainebleau hat der Stadt Konstanz im Zuge der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum der Partnerschaft zwischen den beiden Städten im Mai 2010 die Skulptur eines Hundes geschenkt. Bei dem Geschenk handelt es sich um die Replik einer berühmten Skulptur aus Fontainebleau: Im Garten des Château de Fontainebleau steht der Brunnen der Diana, der die Göttin der Jagd zeigt, die von vier Hunden umringt ist.

Der Hund, genannt Bello, steht als Zeichen der Freundschaft, Verbundenheit und Treue im Innenhof des historischen Konstanzer Rathauses.

»Eisenskulptur Fahrradbrücke

Künstler: Jörg Siegele (*1952)
Entstehung: 1991
Standort: Fahrradbrücke (Altstadt)

 

Die Skulpturen des Freiburger Künstlers Jörg Siegele wurden anlässlich der Einweihung der Fahrradbrücke am 29. Juni 1991 im Heroseépark aufgestellt. Zuvor waren sie Teil einer Ausstellung dreier Künstler des Kunstverein Konstanz im Wessenberghaus. Eine Skulptur fand jedoch ihren Platz nicht im Heroseépark, sondern auf der anderen Seite der Brücke auf einer kleinen Verkehrsinsel, die die Fahrradfahrer passieren, um in den angrenzenden Kreisel einzufahren.
Auf den aus Holz und Eisen gefertigten Stelen präsentieren sich dem Betrachter verschiedene Formen, deren Bedeutung sich nicht direkt erschließen lässt. Die Formen ähneln spitzen Schnäbeln, Hörnern, Krallen oder Tentakeln und lassen dem Betrachter viel Raum für eigene Assoziationen.


Grat-Drehen-Stöcke-Senkrecht-Einfallen-Formationen-Senken© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

»Grat-Drehen-Stöcke-Senkrecht-Einfallen-Formationen-Senken

Künstler: Peter Kamm (*1958)
Baujahr: 1996
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Stadtgarten (Altstadt)

 

Die Stadt Konstanz erwarb 1996 die Skulptur für 55.000 DM vom Bildhauer Peter Kamm aus St. Gallen, um einen ersten Beitrag zur Kunstmeile Konstanz-Kreuzlingen zu leisten. Die Skulptur steht auf der großen südlichen Bastion und wurde aus rotem Eifelsandstein gefertigt. Die raue, an vielen Stellen scheinbar aufbrechende Oberfläche bietet eine spannungsreiche Optik, die dem Betrachter viel Raum für eigene Assoziationen lässt. Die 4 Tonnen schwere Skulptur wurde am 24. Juni 1996 auf dem Platz zwischen dem Yachthafen und den „neuen" Gastronomie- und Gewerberäumen in der Hafenstraße aufgestellt. Etwa ein Jahr später erhielt sie ihren heutigen Standort im Stadtgarten.

»Heilige Familie (alt)

Künstler: Ferdinand Schratt (*1712 - †1779)
Baujahr: ca. 1760
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Wessenbergstraße 41 - Innenhof (Altstadt)

 

Die Heilige Familie von Ferdinand Schratt stand ursprünglich auf dem Vorplatz zur Mariensäule zwischen Hofhalde und Pfalzgarten. 1928 wurde die Figurengruppe aufgrund ihres schlechten Zustands durch die heutige Skulptur von Prof. Fehrle ersetzt und im Innenhof des Wessenberghauses aufgestellt. Der Rorschacher Sandstein aus dem die Figurengruppe geschaffen wurde, ist sehr witterungsanfällig, sodass sich der Verfall der Figuren auch in den geschützten Arkaden fortsetzt.

Die Heilige Familie wurde im Stile des Rokoko gefertigt und zeichnet sich durch eine lebendige Ausstrahlung aus. Hervorgerufen wird diese Erscheinung durch eine bewegte Körperhaltung und einen stark betonten Faltenwurf in den Kleidungsstücken der Figuren. Im Gegensatz zu der neuen Heiligen Familie von Prof. Fehrle ist Joseph hier stark durch die körperliche Nähe mit der Familie verbunden. Dies fördert zudem die lebendige kommunikative Optik der Figurengruppe.

Die Figur des Joseph hat eine Höhe von 1,82 m und steht auf einem 0,48 m hohen Sockel. Das Entstehungsjahr der Figurengruppe wird auf ca. 1760 geschätzt.


Heilige Familie (neu)© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

»Heilige Familie (neu)

Künstler: Jakob Wilhelm Fehrle (*1984 - †1974)
Baujahr: 1928
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Hofhalde (Altstadt)

 

Die Skulptur des Schwäbisch-Gmünder Künstlers Prof. Fehrle ersetzt seit 1928 die ursprüngliche Figurengruppe von Ferdinand Schratt, da diese in einem sehr schlechten Zustand war und deshalb in den Innenhof des Wessenbergcafés versetzt wurde. Die Heilige Familie war Teil des Gesamtkonzeptes des früheren Pfalzgartens. Über eine Treppe gelangte man an der Skulptur vorbei zur Mariensäule. Der gesamte Platz wurde 1989 für die 900-Jahr-Feier des Münsters umgestaltet. Infolgedessen wurde die Treppe entfernt, sodass der Betrachter von einem niedrigeren Standpunkt zur Heiligen Familie hinaufschaut.
Die Darstellung der Figuren ist traditionell. Der Beutel in Josephs Hand zeigt ihn als Ernährer der Familie. Auffallend ist die etwas abseits stehende Position des Josephs, die einen direkten Kontrast zu der engen Verbundenheit zwischen Mutter und Kind herstellt.
Die Figuren bestehen zwar aus Beton, sind jedoch auch aus einem Werkstoff gefertigt, dessen Oberfläche sich mit der Zeit verändert. Damit fügen sich die Figuren in das Konzept des Pfalzgartens ein und stechen nicht als moderne Betonfiguren hervor.

»Hl. Johannes von Nepomuk

Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Rheintorturm (Altstadt)


Eine Statue des heiligen Johannes von Nepomuks kann man an vier Punkten der Stadt (Stephanskirche, Münsterkreuzgang, Rosgartenmuseum und Rheintorturm) antreffen. Die Figur des heiligen Nepomuks am Rheintorturm wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts geschaffen und ersetzte vermutlich die Statue, die heute im Münsterkreuzgang steht.
Der böhmische Priester Johanns von Nepomuk befand sich mit dem Herzog Wenzel in kirchenpolitischen Streit um Machtbereiche. Die Legende berichtet, dass der Herzog den Geistlichen von der Karlsbrücke in Prag in die Moldau stürzen ließ, da Nepomuk sich geweigert hatte ein Beichtgeheimnis an den Herzog zu verraten.
Nach seiner Heiligsprechung 1729 durch Papst Benedikt XIII. wurde er zum Schutzpatron von Brücken, sodass sich an vielen Brücken Nepomukfiguren finden lassen. Daher ist es nicht überraschend, dass auch in Konstanz am Rheintorturm durch den die alte Rheinbrücke führte, eine Statue des Heiligen aufgestellt wurde.


HTWG Figuren© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

»HTWG Figuren

Künstler: Joep van Lieshout
Baujahr: 2002
Eigentümer: HTWG Konstanz
Standort: HTWG Campus

 

Die drei Figuren repräsentieren die verschiedenen Aspekte des akademischen Lernens. Eine Figur repräsentiert die wissenschaftliche Forschung, die zweite Reflexion und die dritte Entdeckung. Alternativ können die Figuren auch als Stadien der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft der wissenschaftlicher Forschung interpretiert werden.

»Kunstgrenze

Künstler: Johannes Dörflinger (*1941)
Baujahr: 2006-2007
Eigentümer: Stadt Konstanz und Stadt Kreuzlingen
Standort: Grenzübergang Klein Venedig (Altstadt)

 

Der Grenzzaun, der die Deutsch-Schweizer Grenze markiert, war zu Beginn des 21. Jh. ein viel diskutiertes Thema. 2004 wurde über eine Kunstinstallation, die den Maschendrahtzaun ersetzen sollte, gesprochen. Bis die von Dörflinger entworfene Kunstgrenze am Grenzübergang Klein Venedig errichtet wurde, mussten einige Hürden überwunden werden. Jedoch konnte die weltweit einzige Kunstgrenze schließlich in einem großen, grenzüberschreitenden Bürgerfest am 28./29. April 2007 eingeweiht werden. Die Skulpturen der Kunstgrenze einschließlich ihrer Beleuchtung wurden von der Johannes-Dörflinger-Stiftung finanziert und im Rahmen des Einweihungsfestes den Städten Konstanz und Kreuzlingen geschenkt.

 

Insgesamt zieren 22 Skulpturen aus rostfreiem Edelstahl, jeweils 8m hoch, den Grenzabschnitt. Durch einen besonderen Farbauftrag changiert die metallisierend-rötliche Farbe (Kolibri-Rot) je nach Lichteinfall von einem hellen Rosa bis zu einem dunklen Violett. Die Skulpturen tragen die Namen der Großen Arkana - der Trümpfe - des Tarots mit denen sich Dörflinger seit den siebziger Jahren beschäftigt. Für die Betrachtung sind jedoch keine Kenntnisse über das System des Tarots erforderlich. In die Sockel sind die Titel der Skulpturen eingefräst.


Weitere Informationen finden sich in dem 2008 von der Johannes-Dörflinger-Stiftung herausgegebenem Buch "Kunstgrenze. Skulptur Idee Ort".


Prometheus© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

»Prometheus

Künstler: Werner Gürtner (*1907 - †1991)
Baujahr: 1959
Standort: Webersteig, an der HTWG Wand zur Rheinseite (Paradies)

 

Der Überlinger Künstler Werner Gürtner gewann 1959 einen Wettbewerb des damaligen Staatstechnikums Konstanz zur künstlerischen Gestaltung der Fassade des neuen Hörsaals. Gürtners Prometheus als Überbringer des Feuers und Grundsteinleger der Technik verkörpert symbolhaft alle technischen Bereiche. Die Figur des Prometheus wurde von Gürtner bewusst flach gehalten, um den metallischen Charakter der Skulptur hervorzuheben und eine Betrachtung von der Seite sowie aus der Ferne zu ermöglichen.
Gürtner schuf bereits zwei Jahre zuvor ein Kunstwerk für den öffentlichen Raum in Konstanz. 1957 wurde am Fernmeldeamt auf dem Fischmarkt ein Betonrelief eines Fischweibs angebracht.

»Schwörende Finger

Künstler: Franz Gutmann (*1928)
Baujahr: 1990
Standort: Torgasse im Torbogen zur Laube (Altstadt)

 

Die Bodenskulptur zeigt Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger, die zum Schwur gespreizt sind. Die Finger ragen aus dem Boden heraus und verweisen auf die vielen gerichtlichen und staatsanwaltlichen Stellen in der Umgebung. Geschaffen wurde die Skultpur von dem renommierten Künstler Franz Gutmann, der auch den Münsterplatz mit seinem berühmten Münsterbrunnen bereichert hat.


Verkehrssäule© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

»Verkehrssäule

Künstler: Burkhard Beyerle (*1930)
Baujahr: 1986
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Neugasse (Altstadt)

 

Von Burkhard Beyerle 1986 geschaffen, erfüllt die 5,75m hohe Säule eine Doppelfunktion: Auf der einen Seite ragt dort ein 6m hohes Kunstwerk aus Gebrauchsgegenständen in die Höhe, auf der anderen Seite wird die Säule durch eine Schildertafel durchbrochen, die den Übergang in die Fußgängerzone anzeigt. Aufgestellt wurde die Säule nach der Umgestaltung der Neugasse. Die aufgesägten grünen Schaufeln, die die Spitze der Stahlsäule krönen, sollen nach Beyerle das Ende der Grabarbeiten markieren.

 

Die 8000 DM teure Säule ersetzt die sonst an solchen Stellen üblichen Ketten und Blumenkübel. "Verkehrszeichen-Kunstwerke", wie die Verkehrssäule, sollten zwar auch an anderen Orten in Konstanz Aufstellung finden, dieser Plan wurde jedoch nie realisiert, sodass die Säule in der Neugasse, das einzige individuelle Verkehrszeichen blieb.

»WELT-MENSCHEN

Künstler und Eigentümer: Enzo Stragapede (1942*) und Ursula Stragapede-Didra (*1947)
Standorte und Baujahre:
- Hafenstraße 9 vor dem Sea-Life Centre (2002)
- Hafenstraße 2 neben dem Konzilsgebäude (2007)

 

Das Künstlerehepaar Ursula Stragapede-Didra und ihr Mann Enzo Stragapede fertigen gemeinsam die WELT-MENSCHEN, die seit 2002 den öffentlichen Raum der Stadt Konstanz schmücken. Der ersten Aufstellung der Skulpturen am Sea-Life Centre folgten noch einige mehr an verschiedenen Standorten in der Stadt. Auch auf der Insel Reichenau finden sich zwei Werke des Künstlerehepaars. Die WELT-MENSCHEN stehen alle in unmittelbarer Nähe zum See, da die Figuren ein offenes, freies und respektvolles Miteinander symbolisieren. Der See verbindet drei Länder und steht daher selbst für ein Miteinander ohne Grenzen zwischen den Völkern. Die WELT-MENSCHEN demonstrieren diese Verbundenheit der Nationen und sollen im Zeitalter der Globalisierung und der multikulturellen Gesellschaft zu einem friedlichen Zusammenleben der Völker aufrufen. Seit 2009 fertigt das Künstlerehepaar die aus Stahl, Beton und Holz bestehenden Figuren im Haus der WELT-MENSCHEN in der Rauhgasse. Die Malereien entstehen auf Acrylbasis.

» Statuen



Handwerkskammer Figuren© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

»Handwerkskammer Figuren

Künstler: W. Deetien
Baujahr: 1914
Eigentümer: Handwerkskammer Konstanz
Standort: Webersteig 3 (Altstadt)

 

Die in Konstanz einzigartigen, überlebensgroßen Skulpturen vor der Handwerkskammer sind ein der Arbeit gewidmetes Denkmal. Sie unterscheiden sich insofern von den meisten Denkmalen, als in diesem Fall das Handwerk im Vordergrund steht und nicht wie üblich den Adligen und verdienten Bürgern Ehre erwiesen wird. Die barocke Fassade der Handwerkskammer, vor welcher sich die Skulpturen befinden, harmonisiert mit eben jenen. Die Figuren sind Teil des Gesamtkonzepts des Gebäudes und verweisen auf die Bestimmung des Hauses. Dieses dient als Ausstellungshaus für das heimische Handwerk und dessen Erzeugnisse. Wenn man seinen Blick auf die Gerätschaften zu den Füßen des Schmiedes richtet, erkennt man ein Zahnrad, welches für den Fortschritt der Produktion zu der Zeit der Erschaffung der Figuren steht. Die Signatur auf dem Sockel zeigt den Namen des Künstlers "W. Deetien".

»Imperia

Künstler: Peter Lenk (*1947)
Baujahr: 1993
Standort: Konstanzer Hafen (Altstadt)

 

Die 9 Meter hohe und 18 Tonnen schwere Statue stellt eine Figur aus den "Tolldreisten Geschichten" von Honoré de Balzacs dar, in der eine während des Konzils tätigen "Hübschlerinnen"  einem Konzilsteilnehmer den Kopf verdreht. Die Betonfigur dreht sich auf dem Sockel des alten Konstanzer Hafenturms, der ein Überbleibsel des alten 18 m hohen Leuchtturms von 1842 ist. Die Imperia hält links und rechts zwergenhafte nackte Männlein in den Händen, von denen der Eine Symbole kirchlicher und der Andere weltlicher Macht trägt.

 

Nach Lenk handelt es sich jedoch nicht um Kaiser und Papst, sondern um Gaukler, die sich die Insignien weltlicher und geistlicher Macht angeeignet haben. Darüber hinaus fügt Lenk jedoch hinzu, dass er  die Einschätzung, ob die echten Päpste und Kaiser Gaukler waren, der geschichtlichen Bildung des Betrachters überlasse.

 

Das Projekt wurde von den Bodensee-Schiffsbetrieben (damals im Besitz der Deutschen Bahn), dem Fremdenverkehrsverein der Stadt Konstanz und den Wirten angeregt. Zunächst fand die übergroße Statue einer Prostituierten einige Kritiker, konnte aber verwirklicht werden, da die Figur auf Privatgrundstück der Deutschen Bahn errichtet wurde, sodass der Stadtrat den Bau nicht verhindern konnte. Zudem sah der Denkmalschutz in der Statue keine Beeinträchtigung für die Stadtsilhouette.

Heute zählt die Imperia zu den Wahrzeichen der Stadt Konstanz.


Mariensäule© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

»Mariensäule

Künstler: Caspar Gras (*1585 - †1674)
Baujahr: 1631
Eigentümer: 1/3 Stadt Konstanz, 1/3 Land Baden-Württemberg, 1/3 Münsterbauverwaltung
Standort: Pfalzgarten Münster (Altstadt)

 

Die stattliche Mariensäule im Pfalzgarten am Münster misst ab dem Podest über 12 Meter. Sie wurde im Jahre 1683 erbaut und eingeweiht, die sich obenauf befindende Madonna wurde jedoch schon 1631 von Caspar Gras geschaffen. Die dem Ikonentypus der Hodegetria nachempfundene Figur stand ursprünglich am Mariae End Altar im Münster, wurde jedoch im Rahmen einer Restaurierung des Altars entfernt und auf der, von Bischof Franz Johann von Prassberg in Auftrag gegebenen, Säule angebracht. Die Madonna trägt im linken Arm das Jesuskind. Dieses hält den Reichsapfel in einer Hand, welcher ein Zeichen für die weltliche Macht ist. Die herrschaftlich, mit goldenem Zepter und Krone, ausgestattete Madonna steht mit einem Fuß auf einer Mondsichel. Da die Mariensäule im Zusammenhang mit dem Sieg der kaiserlichen und polnischen Heere über die Türken im Jahre 1983 errichtet wurde, kann diese Geste als Symbol für den Sieg über das Böse gedeutet werden. Die Marienfigur abstrahiert oftmals ein Ereignis, und unterscheidet sich so von der üblichen Denkmalsform, welche meist ein Ereignis konkret darstellt.

»Stadttheater Figuren

Künstler: Paul Diesch (*1884 - †1953)
Baujahr: 1930
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Konzilstraße 11, Dach des Stadttheaters (Altstadt)

 

In den 1930er Jahren wurde das Stadttheater von den Nationalsozialisten um einen Bühnenturm erweitert und erhielt damit sein heutiges Aussehen. Im Dritten Reich bemühten sich die Nazis mit Hilfe des Theaters das Bürgertum für sich zu gewinnen. Die Figuren, die auf dem Umbau aufgestellt wurden, repräsentieren die Schauspielkunst und das Musiktheater.
Die Bühne des Konstanzer Stadttheaters gilt als älteste durchgehend bespielte Bühne Deutschlands.


Standbilder Rheinsteig© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

»Standbilder am Rheinsteig

Künstler: Xaver Reich (*1815 - †1881) und Hans Baur (*1829 - †1897)
Baujahr: 1863
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: Am Rheinsteig zwischen Rheintorturm und Pulverturm (Altstadt)

 

Am 3. Dezember 1861 wurde die neue Eisenbahnbrücke für den Verkehr geöffnet, nachdem  die Vorgängerbrücke einem Brand zum Opfer fiel. Zwei Jahre später wurden zu den Feierlichkeiten der Eröffnung der Eisenbahnstrecke die vier Standbilder, die auf den Brückenpfeiler errichtet worden waren, enthüllt.

 

Die vier 2,7 m hohen Statuen zeigen die von dem Bildhauer Xaver Reich geschaffene Bischöfe von Konstanz, Konrad († 975) und Gebhard II. († 995) sowie die Standbilder Berthold I. (Herzog von Zähringen, † 1078), und Leopold (Großherzog von Baden, † 1852), welche von Hans Baur gefertigt wurden. Die Figuren wurden als Paare am südlichen und nördlichen Brückenkopf aufgestellt. Im Süden standen die geistlichen und im Norden die weltlichen Herrscher.

 

In den 1930er Jahren musste die Rheinbrücke einer tragfähigeren, neuen Brücke weichen. Da zum einen die Wiederaufstellung der Figuren mit einem Kostenaufwand von 87.000-160.000 DM zu hoch war und die Standbilder als stilmäßig unpassend empfunden wurden, erhielten sie am 9. Oktober 1938 ihren neuen Standort auf den Ufermauern am Rheinsteig. Da die Figuren nun nicht mehr als Paare zusammenstehen und die Betrachter aufgrund der vorbeiführenden Straße zu nah vor den Statuen stehen, verloren sie ihre ursprüngliche Wirkung, sodass der neue Standort als Notlösung angesehen werden muss.

»Sonnenjüngling

Künstler: Stadelhofer, Emil (*1872 - †1961)
Baujahr: 1910
Eigentümer: Stadt Konstanz
Standort: hinterer Innenhof des Rathauses (Altstadt)

  

Der Sonnenjüngling erinnert nicht zufällig an Michelangelos David. Der Schöpfer des Jünglings reiste 1902, nach seinem Studium in Frankfurt und Karlsruhe, nach Rom. Auf dieser, für die Künstler in dieser Zeit typischen Italienreise, kam er auch durch Florenz, wo eben jener berühmte David von Michelangelo zu bestaunen ist. Der Sonnenjüngling von Emil Stadelhofer wird in einer ähnlichen Kontrapost-Stellung dargestellt, ist mit 1,70 m Höhe allerdings deutlich kleiner. Die Haltung der Figur vermittelt eine Unbeschwertheit, eine beinahe natürliche Bewegung. Es wirkt als würde sich der Jüngling sanft nach vorne bewegen, in Richtung Betrachter.

Der Sonnenjüngling wurde noch zu Emil Stadelhofers Zeit in Italien geschaffen, wo er sich zwischen 1902 und 1910 mit der italienischen Kunst befasste. Ein weiteres Kunstwerk des Künstlers, welcher internationale Anerkennung fand und auch Vorstand der deutschen Künstlervereinigung war, ist der Löwenbrunnen in Wollmatingen

» Wetterfahne



Wetterblätz© Kulturamt Konstanz | Fotograf: Michael Schrodt

»Wetterblätz

Künstler: Eugen Hotz (*13.2.1917 Baar - †29.3.2000 Baar)
Baujahr: 1979
Standort: Schnetztor (Altstadt)

 

Die Wetterfahne wurde von Eugen Hotz entworfen und war eine Spende der Ostschweizer Räbezunft (Rübenzunft). Bei Westwind schaut der Wetterblätz in Richtung Baar, dem Heimatdorf von Hotz und dem Sitz der Räbezunft, die dieser gründete. Das Material der Wetterfahne ist Kupfer.


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