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Alkohol- und Drogenverstöße


Wer ein Kraftfahrzeug (z.B. Pkw, Lkw, Motorrad, Motorroller, Mofa) unter dem Einfluss von berauschenden Mittel wie Cannabis, Cocain, Heroin, Amfetaminen oder Morphin führt oder sich ans Steuer setzt, obwohl er zuvor Alkohol getrunken hat, muss mit einer Geldbuße in Höhe von mindestens 500,00 €, einem Fahrverbot für die Dauer von mindestens einem Monat und 4 Punkten rechnen.

Wird bei einer Alkoholfahrt eine Atemmessung durchgeführt und wird dabei die Alkoholkonzentration von 0,25 mg/l gemessen ist der Bußgeldtatbestand erfüllt.

Wurde beim Betroffenen eine Blutprobe entnommen, wird die Alkoholkonzentration in Promille gemessen. Eine Ordnungswidrigkeit liegt vor, wenn hierbei eine Blutalkoholkonzentration von mindestens 0,5 Promille festgestellt wird. Bekommt der Betroffene einen Bußgeldbescheid mit der Angabe der Atemalkoholkonzentration in mg/l, kann er diesen Wert verdoppeln und damit den Promillewert errechnen.

Beispiel: festgestellte Atemalkoholkonzentration 0,39 mg/l = 0,78 Promille.

Die Auslagen für die Blutuntersuchung auf Drogen oder Alkohol die im Labor oder vom rechtsmedizinischen Institut durchgeführt wird, werden dem Betroffenen mit dem Bußgeldbescheid in Rechnung gestellt.

Hat der Betroffene schon Voreintragungen in Flensburg wegen eines Alkohol- und/oder Drogenverstoßes oder einer Straftat in ähnlichem Zusammenhang, erhöht sich die Geldbuße und verlängert sich die Dauer des Fahrverbotes.

1. Verstoß: 500,00 €, 4 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
2. Verstoß: 1.000,00 €, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot
3. Verstoß und weitere: 1.500,00 €, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot.


Hatte der Betroffene in den vergangenen zwei Jahren kein Fahrverbot, hat er vier Monate nach Rechtskraft des Bußgeldbescheides Zeit, seinen Führerschein abzugeben. Ist in den letzten zwei Jahren jedoch ein Fahrverbot in Flensburg eingetragen, muss der Betroffene sofort nach Rechtskraft des Bescheides das Fahrverbot antreten und den Führerschein bei der Bußgeldstelle abgeben.

Bei Alkoholwerten von mehr als 0,5 mg/l bzw. 1,0 Promille liegt ein Vergehen nach § 316 Strafgesetzbuch vor. Das Verfahren wird in diesem Fall von der Staatsanwaltschaft betrieben.


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