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Wohnungsverweis bei häuslicher Gewalt

Zum Schutz von Personen, die in ihrer Wohnung verletzt oder bedroht werden, kann die Ortspolizeibehörde dem Täter gegenüber einen Wohnungsverweis von bis zu zwei Wochen aussprechen und ggfs. ein Rückkehr- und Annäherungsverbot erlassen.

Die Stadt Konstanz, die Polizeidirektion Konstanz und die Projektgruppe häusliche Gewalt praktizieren in Konstanz das Wohnungsverweisverfahren. Dieses Verfahren beabsichtigt, häusliche Gewalt in unserer Gesellschaft ernst zu nehmen, nicht mehr zu tolerieren, öffentlich zu machen und zu sanktionieren.

Was ist ein Wohnungsverweis, Rückkehr - bzw. Annäherungsverbot?

Konkret bedeutet ein Wohnungsverweis, dass der Gewalttäter von der Polizei unmittelbar nach der Tat die Hausschlüssel abgenommen bekommt und sofort die gemeinsame Wohnung verlassen muss. Für eine festgesetzte Zeit darf er nicht mehr in die Wohnung zurückkehren.

Ein Annäherungsverbot bedeutet, der Täter darf sich dem Opfer und eventuell bedrohten Kindern nicht nähern.

Verstößt er gegen eine dieser Verfügungen, droht ihm ein Bußgeld, Zwangsgeld oder Zwangshaft.

Wer spricht ihn aus?

Dem Täter wird die Verfügung durch die Polizeibeamtinnen und -beamten eröffnet, erklärt und die Konsequenzen geschildert. Die Polizei beschlagnahmt seinen Wohnungsschlüssel. Die Maßnahmen werden bei Anordnung durch den Polizeivollzugsdienst auf höchstens vier Werktage und bei Anordnung durch das Bürgeramt (Ortspolizeibehörde) auf höchstens zwei Wochen befristet. Unter bestimmten Voraussetzungen können sie um zwei Wochen verlängert werden.

Das Bürgeramt der Stadt Konstanz ist neben dem Polizeivollzugsdienst für polizeiliche Schutzanordnungen zuständig. Über die Dauer der Schutzanordnung und ein eventuelles Annäherungsverbot wird dort entschieden.

Bestehen weitere Fragen, wenden Sie sich an die Chancengleichstelle der Stadt Konstanz oder an das Bürgeramt als Ortspolizeibehörde:

Christine Barth


Christa Albrecht


Weitere Informationen zur häuslichen Gewalt erhalten Sie auf der Seite der Chancengleichheitsstelle unter folgendem Link:


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Informationen als pdf

Flyer Stop it 2013 [PDF, 133 kb]

Anti-Gewalt-Training von ProFamilia für Täter bei häuslicher Gewalt