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Hausverbotskonzeption

"Party JA – Stress NEIN!"

Aktion kollektives Hausverbot: EINMAL DRAUßEN = ÜBERALL DRAUßEN

Am 01.01.2010 startete die Aktion "kollektives Hausverbot – EINMAL DRAUßEN = ÜBERALL DRAUßEN" mit dem Projektnamen "Party JA – Stress NEIN!".

Es handelt sich hier um eine gemeinsame Initiative der Stadt Konstanz–Bürgeramt, dem Polizeirevier Konstanz, dem Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA und der Konstanzer Nachtgastronomen.

Die Hausverbotskonzeption soll einen Beitrag zu mehr Sicherheit im Stadtgebiet leisten. Vor allem in den Nachtstunden kommt es häufig unter Alkoholeinfluss zu zunehmender Aggressionslust und damit einhergehender Gewalt. Ein kollektives Hausverbot gibt die Möglichkeit, gemeinsam gegen unerwünschte Besucher vorzugehen und vom eigenen Betrieb fernzuhalten. Die Mitgliedsbetriebe verpflichten sich, gewalttätige Personen bei entsprechenden Vorfällen aus ihrem Betrieb zu verweisen (örtliches Verbot) und gleichzeitig entsprechende Verbote aus anderen Mitgliedsbetrieben im eigenen Hause anzuerkennen (überörtliche Verbote).

Gemeinsame Richtlinien sollen hierbei die einheitliche Festsetzung und Verwaltung von Hausverboten regeln.

In der Praxis wird dies folgendermaßen aussehen:

Alle an diesem Projekt interessierten Betriebe unterzeichnen in Form einer Beitrittserklärung die gemeinsamen Richtlinien. Dem DEHOGA Konstanz erteilen diese Mitgliedsbetriebe eine schriftliche Vollmacht für die Aussprache eines überörtlichen Hausverbotes. Wird nun also eine Person in einem Betrieb auffällig (z.B. durch Körperverletzungsdelikte, Sachbeschädigung, Bedrohung, fremdenfeindliche oder rechtsextremistische Handlungen usw.), so spricht dieser ein mündliches Hausverbot für seinen Betrieb aus (örtlich) und teilt der Person direkt mit, dass dieses Hausverbot nun auch für alle anderen Mitgliedsbetriebe gelten wird (überörtlich). Hierbei wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es grundsätzlich die Entscheidung des Betreibers ist, ob er das Hausverbot überörtlich aussprechen lassen möchte oder nicht. Vor allem jedoch in Fällen, in denen die Polizei hinzugezogen werden muss, wird dem Betreiber im Nachhinein durch das Polizeirevier eine Meldung zugehen, aus welcher der Sachverhalt zu entnehmen ist sowie ein Hinweis, dass in diesem Fall ein Hausverbot angebracht wäre.

Mittels eines vorgefertigten Formulars informiert der betroffene Betrieb den DEHOGA Konstanz über das ausgesprochene Hausverbot. Auf Grund der zuvor erteilten Vollmacht spricht der DEHOGA Konstanz ein schriftliches Hausverbot für alle Mitgliedsbetriebe gegenüber der betroffenen Person aus (gültig für 2 Jahre) und informiert alle anderen Mitgliedsbetriebe hiervon.

Sollte die Person trotz des überörtlichen Hausverbotes in einem Mitgliedsbetrieb festgestellt werden, so stellt das Hausfriedensbruch dar. Der Betreiber erstattet der Polizei dann entsprechend eine Anzeige.

Kosten entstehen den teilnehmenden Betrieben nur in Höhe der Portokosten, die für die Erteilung des überörtlichen Hausverbotes für den DEHOGA Konstanz anfallen.

Solch ein kollektives Hausverbot kann dann am effektivsten umgesetzt werden, wenn möglichst viele relevante Betriebe der Nachtgastronomie teilnehmen. Gemeinsam kann man so die Kriminalität in den Nachtstunden reduzieren und für mehr Sicherheit sorgen.

Die Betriebe, welche Interesse haben an diesem Projekt teilzunehmen, können sich jederzeit gerne mit uns in Verbindung setzen. Falls Sie sich entscheiden, bei dem gemeinsamen Projekt teilzunehmen, bitten wir Sie, uns die Beitrittserklärung unterschrieben wieder zukommen zu lassen.

Wir bedanken uns bereits jetzt für Ihr Interesse und freuen uns auf eine wirkungsvolle Zusammenarbeit.

 


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Plakat zur Hausverbotskonzeption

farbiges Plakat zur Hausverbotskonzeption mit dem Text "Party - ja / Stress nein"