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Bürgerbefragung bestätigt hohe Lebenszufriedenheit

Die meisten KonstanzerInnen leben sehr gerne in „ihrer" Stadt. Zu diesem Ergebnis kommt die neueste Konstanzer Bürgerbefragung, die 2014 zum siebten Mal durchgeführt wurde. Der Schwerpunkt der Erhebung lag auf dem Thema „Kommune und Bürger im Dialog". Insgesamt gaben 1.400 KonstanzerInnen online und per Fragebogen Auskunft. Die Konstanzer Bürgerbefragung ist ein wissenschaftliches Kooperationsprojekt zwischen Universität und Stadt Konstanz.


Die Zufriedenheit, in der Stadt Konstanz zu leben, ist anhaltend hoch bis sehr hoch, so die Studie. Die Lebensqualität wird in allen Stadtregionen als meist sehr gut oder überwiegend gut beurteilt. 84 Prozent der Befragten gaben an, eher oder voll und ganz zufrieden zu sein, in Konstanz zu wohnen. 37 Prozent der Befragten bewerten die Lebensqualität als sehr gut, 44 Prozent schätzen sie als überwiegend gut ein. Im Vergleich zum Vorjahr weisen die erhobenen Werte 2014 stärkere stadtteilspezifische Variationen auf: 84 Prozent der Befragten in den Konstanzer Vororten, aber „nur" 78 Prozent der City-Bewohner bezeichnen die Lebensqualität in ihrem Stadtteil als mindestens überwiegend gut. Besonders hohe Zustimmung gab es aus dem größten Konstanzer Stadtteil Petershausen, wo sich der Anteil in der obersten Zufriedenheitskategorie um zehn Prozentpunkte erhöhte. Eine ähnliche Entwicklung lässt sich für den Stadtrand ausmachen.

 

Kommunikation auf kommunaler Ebene

Im Fokus der Befragung stand die Frage, wie sich BürgerInnen auf kommunaler Ebene informieren beziehungsweise beteiligen und wie sie mit der Stadtverwaltung und den VertreterInnen der Kommunalpolitik kommunizieren. Besonderes Interesse galt dabei der Nutzung des Internets und seinen möglicherweise noch ungenutzten Potentialen, etwa moderierte Online-Foren einzurichten oder Abstimmungen in digitaler Form zu organisieren.

 

Fast alle KonstanzerInnen sind online

95 Prozent der Befragten gaben an, zuhause über einen Internetanschluss zu verfügen. Ihre Zeit im Netz verbringen die Befragten in erster Linie mit E-Mail-Verkehr: 96 Prozent geben an, einen Account zu haben; 73 Prozent checken diesen täglich. Häufig sind aber auch Recherchetätigkeiten. Besonders unter den Jüngeren sind Benutzerkonten für einen Online-Messenger (wie WhatsApp oder Threema) sowie für Facebook sehr verbreitet.

 

Großteil der Befragten mit städtischem Internetauftritt zufrieden

Eine große Mehrheit von über 80 Prozent der Befragten gibt an, die Internetseiten der Stadt schon einmal besucht zu haben. Häufigster Grund ist die Recherche von Informationen zu Öffnungszeiten und Adressen von städtischen Einrichtungen. Der Großteil der Befragten ist mit dem städtischen Internetauftritt zufrieden. Mit der Stadtverwaltung kommunizieren die BürgerInnen bevorzugt per Email, Telefon und Online-Formulare.

 

Jeder Zweite fühlt sich gut informiert

Unter den Befragten besteht insgesamt ein beachtliches Interesse an Europa-, Kommunal- und inbesondere an der Bundespolitik, wobei das Interesse mit dem Alter zunimmt. Über kommunalpolitische Themen informiert sich die überwiegende Mehrheit über die Zeitung und regionale Fernsehprogramme. Die Nutzung von sozialen Online-Netzwerken hat je nach Altersgruppe eine sehr unterschiedlich große Bedeutung. Jeder Zweite fühlt sich über aktuelle Geschehnisse sehr gut oder eher gut informiert.

 

Neue Formen der Mitsprache

Häufigste Form der kommunalpolitischen Beteiligung ist der Gang zur Wahlurne bei der Gemeinderatswahl. 82 Prozent geben an, schon einmal gewählt zu haben. 62 Prozent der Befragten würden eine Ausweitung direkter Demokratie prinzipiell begrüßen. Weniger klar äußern sich die KonstanzerInnen hinsichtlich neuer internetbasierter Formen der Mitsprache. Vor allem die Älteren sehen Formen der politischen Äußerung im Internet skeptischer. Strittig ist beispielsweise, ob die mit dem Internet einhergehende Anonymität für die kommunalpolitische Meinungsäußerung als positiv oder negativ zu werten ist.

 

Mitteilungsblatt und Smartphone

Um die Bürger besser über kommunale Vorhaben zu informieren und einzubeziehen, befürwortet eine Mehrheit der Befragten ein flächendeckendes Mitteilungsblatt für Konstanz sowie mehr Bürgerentscheide. Recht populär ist unter den 18- bis 30-Jährigen außerdem die Idee, eine für Smartphones kompatible Internetseite einzurichten und mehr Information über soziale Online-Netzwerke zugänglich zu machen. Häufigere Online-Befragungen oder eine Ausweitung von Informationsveranstaltungen und Bürgerfragestunden sagen eher denjenigen zu, die sich generell stark für Kommunalpolitik interessieren.

 

Wirtschaft, Jugend und Verkehr wichtig

In Bezug auf die Stadtentwicklung wird die wirtschaftliche Attraktivität des Standortes Konstanz als wichtiger Bereich angesehen. Gleichauf liegt der Ausbau von Jugend- und Freizeiteinrichtungen. Auch dem Thema Verkehrsentwicklung wird wie schon im letzten Jahr hohe Priorität zugeordnet. Das geplante Tagungs- und Veranstaltungshaus am Seerhein befürworten ältere Befragte deutlicher als jüngere. Allgemein ist zu beobachten, dass das gegenwärtige Projekt in Bezug auf seinen eingeschätzten kulturellen und wirtschaftlichen Nutzen für die Stadt größere Zustimmung findet als das 2010 geplante Konzert- und Kongresshaus.

 



Zuletzt aktualisiert am: 30.04.2015

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