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Verkehrslandeplatz im Fokus

Hochwasserschutzkonzept und Gutachten zur Fauna liegen vor


Im Rahmen der Fortschreibung des Gewerbeflächenkonzeptes wird aktuell die Entwicklung des Verkehrslandeplatzes Konstanz untersucht. Im Rahmen dieser Untersuchung hat die Stadt ein Hochwasserschutzkonzept  und ein faunistisches Gutachten  beauftragt. Die beiden Gutachten liegen der Stadt nun vor.

 

Hochwasserschutzkonzept:
Bebauung des Verkehrslandeplatzes grundsätzlich möglich

Der Verkehrslandeplatz liegt zu rund 1/3 in einem festgesetzten Überschwemmungsgebiet (HQ100). Um zu prüfen, ob eine Bebauung in diesem Überschwemmungsgebiet rechtlich möglich ist und welche Maßnahmen hierfür erforderlich sind hat die Stadt Konstanz ein Gutachten zum Hochwasserschutzkonzept an das Büro Wald+Corbe vergeben. In seiner wasserwirtschaftlichen Beurteilung kommt das Büro zu dem Ergebnis, dass eine Bebauung des Landeplatzes nach der Ausnahmeregelung des Wasserhaushaltsgesetztes auch in diesem Teil möglich ist, sofern keine andere Möglichkeit der Siedlungsentwicklung besteht oder geschaffen werden kann. Diese Alternativenprüfung wird erarbeitet.

Das Büro hat in seinem Hochwasserschutzkonzept zwei Varianten mit belastbaren Bemessungswasserständen ermittelt. Für beide Varianten  schlägt es eine Geländeauffüllung in Kombination mit  ergänzenden technischen Bauwerken vor. Diese Auffüllungen bewegen sich im konventionellen Rahmen wie im Umfeld erfolgreich umgesetzt.

 

Gutachten zur Fauna: Artenschutz kann eingehalten werden

Um die Entwicklung des Landesplatzes beurteilen zu können, machte seine Nähe zu den wertvollen Schutzgebieten des Wollmatinger Riedes (FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet, Naturschutzgebiet)  die Durchführung eines faunistischen Gutachtens notwendig. Mit diesem Gutachten wurde das Büro 365 Grad beauftragt. Das Gutachten besteht aus 3 Teilen: einer artenschutzrechtlichen Prüfung, einer Einschätzung der FFH-Verträglichkeit (FFH-Vorprüfung) sowie einer Einschätzung der Eingriffe in Fauna, Biotope und Biotopverbund. Die ganzjährige Bestandsaufnahme der verschiedenen Tiergruppen, die auch die jahreszeitliche Vegetationsperioden berücksichtigt, hatte im Sommer 2015 begonnen.

Den weitaus größten Teil des Planungsgebietes nimmt  der Grünbereich im Bereich  der Start- und Landebahn ein.  Er umfasst rund 16 Hektar. Aufgrund des Flugbetriebs finden sich hier keine Lebensstätten wertgebender Pflanzen- und Tierarten. Diese finden sich, so das Gutachten, überwiegend im nördlichen Gehölzgürtel des Gebietes, das lediglich rund 1,5 Hektar umfasst. Mit den vorgeschlagenen Kompensationsmaßnahmen ist es möglich, den Verkehrslandeplatz zu einem Gewerbegebiet zu entwickeln. Das Artenschutzrecht kann eingehalten werden. Eine erhebliche Beeinträchtigung auf das angrenzende FFH-Gebiet ist nicht zu erwarten.

 

Wertschöpfungsgutachten folgt

Die Ergebnisse des Hochwasserschutzkonzepts  und des faunistischen Gutachtens werden in das beauftragte Wertschöpfungsgutachten eingearbeitet. Dieses wird voraussichtlich im ersten Quartal 2017 fertig gestellt. Im Anschluss werden alle drei Gutachten dem vorstellt.

Das Hochwasserschutzkonzept und das faunistische Gutachten sind in der rechten Spalte abrufbar.

 




Zuletzt aktualisiert am: 25.11.2016

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