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Vogelgrippe: Aufstallungspflicht größtenteils aufgehoben

Das Landratsamt hat die Aufstallungspflicht für Geflügel im Landkreis Konstanz bis auf wenige Ausnahmen am 15.03.2017 aufgehoben


DieAusnahme: Geflügelhalter auf den Inseln Reichenau sowie Mainau und Haltungen in einem Abstand von bis zu 500 m Entfernung zum Uferbereich des Bodensees, des Rheins oder der Schwackenreuter Seen (Sauldorfer Seen) müssen die Aufstallung bis zum 20.04.2017 fortsetzen.


Die Risikobewertung der aktuellen Krankheitssituation am Bodensee lässt zu, dass alle übrigen Nutzgeflügelhaltungen ab 16.03.2017 wieder die vorhandenen Ausläufe nutzen können. Seit dem ersten Auftreten der Geflügelpest (auch Vogelgrippe genannt) bei Wildvögeln im November 2016 wurden bis heute im Landkreis Konstanz bei 171 Wildvögeln, vor allem Reiherenten, das hoch ansteckende Influenza A Virus H5N8, dass für den Menschen bisher als nicht ansteckend krankmachend gilt, nachgewiesen.


In 15 Bundesländern Deutschlands und 25 weiteren europäischen Staaten wurden bislang über 1000 Ausbrüche der Geflügelpest des Subtyps H5N8, aber auch anderen Subtypen, in Geflügelbeständen amtlich bestätigt. Somit hat die Geflügelpest bei Wildvögeln sowie Ausbrüche bei gehaltenen Vögeln in diesem Winter in Deutschland ein nie zuvor gekanntes Ausmaß angenommen. Der gleiche Virustyp wurde bereits in einer deutlich abgeschwächten Infektionsform im Jahr 2014 bei Wildvögeln nachgewiesen. Im Vergleich zum Auftreten der Geflügelpest vor zwei Jahren verbreitete sich das Virus in den vergangenen Monaten bei Wildvögeln deutlich schneller und die infizierten Vögel erkrankten deutlich schwerer.


Es ist davon auszugehen, dass die Epidemie unter wilden Wasservogelarten weiterhin fortbesteht. Infizierte Wildvögel können in Einzelfall weiterhin mobile Virusträger sein. Viele Wasservogelarten (z.B. Gänse, Schwäne, einige Entenarten) bewegen sich momentan zwischen Ackerflächen, auf denen sie tagsüber Nahrung aufnehmen, und Rastgewässern, die sie abends und nachts aufsuchen. Virusträger können Erreger mit dem Kot ausscheiden und die aufgesuchten Landflächen und Gewässer kontaminieren. Spaziergänger und Personen, die kontaminierte Flächen betreten, z.B. im Rahmen des Ausführens ihrer Hunde und auch bei der Überfahrt dieser Flächen mit einem Fahrzeug, kann das Virus weiterverbreitet und auch in Geflügel haltende Betriebe eingetragen werden.


Für alle Haltungen gilt weiterhin, dass Hausgeflügel nur an Stellen gefüttert werden darf, die für Wildvögel unzugänglich sind. Die Tiere dürfen auch nicht mit Oberflächenwasser getränkt werden, zu dem Wildvögel Zugang hat. Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, ist für Wildvögel unzugänglich aufzubewahren.


Alle Geflügelhalter haben nach wie vor ein Register zu führen über die Abgangszahlen und die Legeleistung sowie über betriebsfremde Personen, die die eigenen Stallungen betreten. Dabei ist nach wie vor separate Schutzkleidung zu tragen.


Bei unklaren Krankheiten ihres Geflügels oder erhöhten Abgängen wenden sich Betroffene bitte an das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen unter der Telefonnummer 07531-800 2099.



Zuletzt aktualisiert am: 15.03.2017

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