Hauptnavigation | Inhaltsbereich | Seitenfunktionen
Volltextsuche





Standort:


Inhaltsbereich

Frühjahrsputz an den Konstanzer Ufern

Seit zwei Wochen sind die fleißigen Arbeiter der Technischen Betriebe Konstanz dabei, die städtischen Flaniermeilen wieder herauszuputzen. Wie jedes Jahr wollen sie bis Ostern damit fertig sein.


Gut zu erkennen sind die Mitarbeiter am farbigen Dresscode: Leuchtend Orange tragen die Straßen- und Stadtreinigungskräfte, Grün die Gärtnerei und ab und zu sieht man auch jemanden in Khaki und Brauntönen, die Schreiner.

 

Auf dem Weg zu Stadtgarten sieht man die ersten Anzeichen für den Frühjahrsputz schon kurz nach der Markstätte: Zwei TBK-Mitarbeiter reinigen die Unterführung mit Hochdruck vom Schmutz der Wintermonate. Am Hafen füllen die Kollegen abgewirtschaftete Stellen im Boden auf und planieren sie wieder frisch. Überall wird gefegt, Zigarettenkippen und Flaschenverschlüsse aufgesammelt und der Splitt wieder geglättet.


© Stadt Konstanz

Geld auf der Straße

Die Kies- und Sandflächen im Stadtgarten sowie am Hafen werden insgesamt dreimal im Jahr überarbeitet. Jetzt vor Ostern, direkt nach dem Seenachtfest und am 1. Januar nach Weihnachtsmarkt und Silvester. Beim letzten Termin des Jahres lässt es sich auch der Leiter der TBK, Herbert Munjak, nicht nehmen selber mit anzupacken. Unter den Mitarbeitern gibt es dann auch immer einen kleinen Wettstreit. „Nach Silvester liegt hier das Geld regelrecht auf der Straße!", erzählt Munjak lachend. Denn bei dem ganzen Feuerwerk, Raketenschießen und Sekttrinken geht schon mal der eine oder andere Euro verloren. Einmal fanden sie vor dem Casino an der Seestraße gleich ein ganzes Bündel Fünf-Euro-Scheine, das in eine Hecke geweht worden war.

 

Auf den Beeten im Stadtgarten blühen Stiefmütterchen, Tulpen und Narzissen „Das ist noch der Winterflor, der im Herbst gepflanzt wird. An Pfingsten kommt dann die Sommerbepflanzung", so Munjak. In der ganzen Stadt werden Sitzbänke und Spielplätze überprüft, die Brunnen gewartet und wieder in Betrieb genommen, die Papierkörbe gewaschen, kontrolliert und falls nötig ersetzt. Auch vier Flüchtlinge helfen mit und das ehrenamtlich. Sie helfen beim Rasenmähen und bringen die Rasenkante wieder in Form. Auch die 157 Unterflurbehälter - dem Bürger als zylinderförmiger Mülleimer bekannt - werden geleert. Die Behälter haben unterirdisch ein Fassungsvermögen von 700 Litern und werden abgesaugt. Das findet allerdings regelmäßig einmal und im Sommer dann zweimal die Woche statt. Übrigens ist Konstanz eine der Städte mit den meisten Unterflurbehältern.

Parallel werden an der Seestraße die Beete zwischen Fahrrad- und Fußweg neu überarbeitet. Sie bekommen einen neuen Boden und werden mit Stauden bepflanzt. „Noch sieht man nicht viel, aber im Sommer treiben sie schön aus", erklärt Andreas Radon, Chef der Grünpflege und Gärtnerei der TBK. Damit man auch jetzt schon was sieht, setzen die Kollegen der Zierpflanzengärtnerei gelbe Narzissen. Die Vorbereitungen dafür begannen bereits im letzten Herbst: Die Zwiebeln wurden in Töpfe gepflanzt damit sie blühend jetzt in die Beete eingepflanzt werden können. „Normalerweise hätte wir die Zwiebeln im Herbst schon direkt in das Beet gesetzt, das war aber nicht möglich, da im Frühjahr eben die Erde ausgetauscht werden sollte", erklärt Radon. Das Pflanzen an sich dauert pro Beet rund 30 Minuten, aber dem gehen viele einzelne Arbeitsschritte voraus. Die alten Pflanzen müssen entfernt, die Blumenerde ausgetauscht und gedüngt werden. Dann werden die Pflanzen aufgestellt, eingepflanzt, um das Beet wieder saubergemacht und abschließend muss noch gewässert werden. Für alles zusammen benötigt die Mannschaft in etwa einen Tag.


© Stadt Konstanz

Pünktlich bis Ostern

Auch die Hochbeete werden komplett neu bepflanzt. Die Konzeption und die Umsetzung hat Katrin Mertenskötter, Leiterin der Gärtnerei, mit zwei Azubis und einer Praktikantin übernommen. Bereits im Sommer haben sie mit der Planung für die Beete begonnen und das Sortiment ausgewählt. Auffällig sind auch die bunt blühende Blumenfelder am Rand des Weges. Diese wurden maschinell gepflanzt und gibt es dieses Jahr in der Form zum ersten Mal.

Erstrahlen Stadtgarten und Seestraße wieder, fehlt nur noch der Herosé-Park. Dort werden Mäharbeiten durchgeführt, die Stufen der Steintreppen mit einem Hochdruckreiniger von den Algen befreit sowie Mülleimer, Bänke und Kiesflächen auf Vordermann gebracht, berichtet Munjak und ergänzt: „Wenn alles gut läuft, sind wir pünktlich bis Ostern fertig."



Zuletzt aktualisiert am: 13.04.2017

Ende Inhaltsbereich