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China-Asien-Netzwerktreffen: Die zwei Seiten des Fortschritts in Indien

In zwei rund 30-minütigen Vorträgen beleuchteten die Referentinnen beim Netzwerktreffen am 18. April 2017 verschiedene Aspekte der Entwicklung Indiens: zuerst aus wirtschaftlicher und anschließend aus kultureller sowie religiöser Sicht.


In den vergangenen 20 Jahren ist die Bevölkerung Indiens um 300 Millionen Menschen angewachsen. Mit dieser enorm hohen Zahl gehen zahlreiche Herausforderungen für die weitere Zukunft des Landes einher. Narenda Modi, Indischer Premierminister seit 2014, gilt als Hoffnungsträger für das Land und hat zahlreiche Maßnahmen, wie Wirtschaftskampagnen oder Bildungsoffensiven angestoßen. In ihrem Vortrag „Indien unter Modi - Ein Subkontinent im Aufbruch" beschäftigte sich Prof. Dr. Beate Bergé von der HTWG Konstanz mit den Fragen, wie sich Indien unter Modi verändert und wie diese Veränderungen auf lange Sicht zu bewerten sind.

 

Dr. Cornelia Mallebrein von der Deutsch-Indischen Gesellschaft Bodensee e.V. berichtete über die Auswirkungen des Fortschritts auf die religiöse Vielfalt Indiens.
Dr. Cornelia Mallebrein von der Deutsch-Indischen Gesellschaft Bodensee e.V. berichtete über die Auswirkungen des Fortschritts auf die religiöse Vielfalt Indiens.© Stadt Konstanz

Im Anschluss berichtete Dr. Cornelia Mallebrein von der Deutsch-Indischen Gesellschaft Bodensee e.V. über die Auswirkungen dieses Fortschritts auf die religiöse Vielfalt Indiens. Ihren Fokus legte sie auf die Glaubensvorstellungen der mehr als 600 unterschiedlichen Adivasi-Ethnien, den Indischen Ureinwohnern. Fast jede dieser Ethnien besitzt ihren eigenen Glauben. Am Beispiel der Sora-Adivasi des Bundesstaats Odisha beschrieb sie, wie sich die religiösen Traditionen dieser Völker in den letzten 15 Jahren veränderten. 99 Prozent der Ureinwohner konvertierten zum Christentum und viele der Bräuche, wie Wandbilder oder Bestattungsrituale, sind seither verschwunden. Besonders beschäftigte Mallebrein die Frage, warum diese Menschen bereit sind ihre Traditionen für eine Religion auf zugeben, zu der sie eigentlich keinen Bezug haben.

 

 

Das China-Asien-Netzwerk

Das nächste Netzwerktreffen findet am 10. Oktober 2017 im Ratssaal des Konstanzer Rathauses mit dem Themenschwerpunkt Tourismus statt. Es wird wieder verschiedene Vorträge geben, unter anderen von mehreren Studenten sowie Prof. Dr. Helmut Weber von der HTWG Konstanz.

 

Seit über zehn Jahren ist das China-Asien-Netzwerk eine feste Plattform um Erfahrungen und Informationen über China und Asien auszutauschen. Die verfügbaren Kompetenzen sollen gebündelt sowie über lokale Veranstaltungen und Projekte mit Chinabezug informiert werden. Im Netzwerk sind China- und Asien-Kenner sowie Interessierte aus der lokalen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft vertreten. Auch die Stadt Konstanz berichtet regelmäßig über ihre Partnerstadt Suzhou in China. 2017 feiern beide Städte das 10-jährige Jubiläum ihrer Partnerschaft.

Viele Interessierte fanden sich im Ratssaal des Konstanzer Rathauses ein, um den Vorträge über die aktuelle Entwicklung Indiens zuzuhören und anschließend Fragen an die Referentinnen zu stellen.
Viele Interessierte fanden sich im Ratssaal des Konstanzer Rathauses ein, um den Vorträge über die aktuelle Entwicklung Indiens zuzuhören und anschließend Fragen an die Referentinnen zu stellen.© Satdt Konstanz


Zuletzt aktualisiert am: 21.04.2017

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Download

Präsentation Prof. Dr. Bergé_28. China Asien Netzwerktreffen 18.04.2017 [PDF, 1110 kb]

Die Präsentation zum Vortrag „Indien unter Modi – Ein Subkontinent im Aufbruch“ von Prof. Dr. Beate Bergé zum Herunterladen!