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Dialogtage zur Zukunftsstadt bringen viel Input

Zwei gelungene Dialogtage zur Zukunftsstadt Konstanz sind mit viel Input zu Ende gegangen. Weitere Veranstaltungen folgen, kündigte Bürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn an: "Es ist ein offener Prozess. Wir werden einiges davon umsetzen, was wir an den beiden Tagen an Ideen und Anregungen gehört haben"



© Stadt Konstanz / Chris Danneffel

Wie kommt die Stadt Konstanz vom Heute zur „Zukunftsstadt"? Ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg liegt in der Begegnung und dem Austausch von BürgerInnen und FachexpertInnen. Das vom Bundesminsterium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „Zukunftsstadt" lebt von diesem Dialog und den Bürger-Ideen. Am 1. und 2. Juni 2017 veranstaltete die Stadtverwaltung zwei Dialogtage mit Vorträgen von hochkarätigen Experten, moderierten Workshops, Gesprächen und Diskussionen. Mit an Bord sind die beiden Konstanzer Hochschulen. Alle Bürgerinnen und Bürger waren zu der Veranstaltung eingeladen, die in den Räumen der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung stattfand.


In drei Arbeitgruppen wurden die wichtigen Themen wie Mobilität, Verkehrsvermeidung und die Qualität von Quartiersbildung diskutiert und reflektiert sowie Ideen eingebracht.

Konstanz ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Von 2000 bis 2015 betrug der Bevölkerungszuwachs 14,2 Prozent (10.468 Einwohner). Und die Stadt wächst weiter. Doch wohin soll sich die Stadt, die umgeben ist von Wasser, geschützten Flächen und Staatsgrenzen, entwickeln? Wie kann der Spagat zwischen steigendem Wohnungsbedarf und reduzierter Flächeinanspruchnahme gelingen? In dem Wettbewerb „Zukunftsstadt" stellt sich Konstanz diesen zentralen Fragestellungen. Der Schlüssel für die Zukunft liegt in der Reduzierung der Pro-Kopf-Wohnfläche. „Die Stadt Konstanz muss wegen ihrer besonderen Lage und ihres dynamischen Wachstums noch früher als andere Städte eine Lösung finden, wie mehr Menschen auf weniger Raum leben möchten. Denn wir dürfen, wir können und wir wollen unsere Bürger nicht zwingen, in kleinere Wohnungen zu ziehen. Unser Job ist es, ihnen ein besseres Angebot zu machen", erklärt Oberbürgermeister Uli Burchardt. Unter dem Motto „Smart wachsen - Qualität statt Quadratmeter" sollen eine hohe Lebens- und Wohnqualität und eine gesteigerte Flächeneffizienz in Einklang gebracht werden.


Prof. Dr.-Ing. Thomas Stark von der HTWG Konstanz, Stadtplaner Lukas Esper und die Leiterin Marion Klose vom Amt für Stadtplanung und Umwelt sowie Bürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn mit der Ideenbox, in die BürgerInnen ihr Vorschlage und Anregungen einwerfen können.

„Bühne frei" für Ideen der Bürgerinnen und Bürger

Mit dem Motto „Smart wachsen - Qualität statt Quadratmeter" und den Themen der nachhaltigen Quartiersentwicklung haben sich Studierende der HTWG und der Universität Konstanz ein Semester lang in ihren Arbeiten beschäftigt. Am Donnerstag, 1. Juni 2017 präsentierten sie im Rahmen der Nachhaltigkeitskonferenz der Hochschule ab 15 Uhr Thesen und Ergebnisse zum Thema „Zukunftsstadt - Quartiere der Zukunft" (Gebäude L, 15 bis 18 Uhr). Eine offene Bühne sowie Vorträge und eine Podiumsdiskussion erwartete die BesucherInnen von 19 Uhr bis 21 Uhr in der Mensa. Nach der Eröffnungsrede von OB Uli Burchardt hatten die BürgerInnen das Wort. Unter dem Slogan „Bühne frei" stellten die KonstanzerInnen ihre Ideen vor. Damit möglichst viele zu Wort kommen, betrug die Redezeit pro Beitrag drei Minuten .

Auf dem Podium saßen neben OB Burchardt die Leiterin des Amtes für Stadtplanung und Umwelt, Marion Klose, sowie der externe Raum- und Stadtplaner Henning Stepper von der mess GbR.


Ein breites Spektrum an Themen

Am Freitag, 2. Juni 2017 gab es Fachvorträge von externen ExpertInnen. Nach der Einführung von Bürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn referiert Agnes Förster (Studio Stadt Region, München) über „Beteiligungsprozesse und ihre Bedeutung für die weiteren Planungen". Bernd Künne (PRV Gesellschaft zur Entwicklung von Bauvorhaben, München) berichtete über den „Einfluss der Verkehrsplanung auf die Gestaltung von Wohnquartieren". Das Thema „Stadt, Verkehr und Wohnen: Communities und die Rückkehr nutzungsoffener Gebäudetypen" stand bei Georg Kogler (KOKA ZT GmbH, Wien) im Mittelpunkt. Abgeschlossen wurden die Vorträge mit Kees Christiaanse (ETH Zürich, Amsterdam), der über „Innerstädtische Verdichtung mittels zeitgenössischer Typologien" referierte. Im Anschluss an die Vorträge wurden Arbeitsgruppen gebildet. Die Konstanzer BürgerInnen brachten sich aktiv in den Prozess ein. Die Ergebnisse und Gedanken werden online veröffentlicht.


Handlungsprogramm Wohnen als Rahmen

Wichtiger Baustein für die künftige Entwicklung von Konstanz ist das Handlungsprogramm Wohnen. Neben Aussagen zu den zu entwickelnden Gebieten, der angestrebten baulichen Dichte und den Wohnformen beinhaltet das Programm auch viele qualitative Aussagen: Welche Zielgruppen sollen in den zukünftigen Quartieren wohnen? Wie wird das Mietpreisniveau gestaltet sein? Welche Qualitäten sollen Wohnungen und Freiräume aufweisen?


Konstanz eine von 20 ausgewählten Kommunen

Das Projekt Zukunftsstadt Konstanz ist Teil des bundesweiten Wettbewerbes Zukunftsstadt des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), in dessen Rahmen sich bundesweit Kommunen mit unterschiedlichen Themen der Stadtentwicklung bewerben konnten. Die Stadt Konstanz wurde nach erfolgreicher Teilnahme an Phase 1 des Wettbewerbes als eine von 20 Kommunen zur Weiterbearbeitung ausgewählt. Sie wird begleitet vom Frauenhofer Institut IAO (Stuttgart) und bei den Dialogtagen vom Büro nonconform (Wien).

 



Zuletzt aktualisiert am: 02.06.2017

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