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Auszeichnung für Arbeit zum Konstanzer und Stuttgarter Immobilienmarkt

Mit einer herausragenden Arbeit hat Hannes Dalhof aus Ellwangen sein Bachelor-Studium Wirtschaftsingenieurwesen Bau an der HTWG Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung abgeschlossen. Für diese Leistung hat er in der Absolventenfeier der Fakultät den „Drees & Sommer-Preis“ erhalten.


„Mieten oder Kaufen von Wohnimmobilien? Gezeigt an den Städten Konstanz und Stuttgart" lautete der Titel der Arbeit, die mit einer 1,0 bewertet worden ist. „Herr Dalhof hat eines der aktuell wesentlichsten Themen für die Immobilienwirtschaft und für private Haushalte bearbeitet. Er zeigt anschaulich auf, wie die Vorteilhaftigkeit bei der Frage Mieten oder Kaufen von Wohnimmobilien aufgrund objektiver Faktoren beurteilt werden kann", sagte sein betreuender Professor Dr. Hans-Peter Schelkle.

 

Hannes Dalhof hat mit seiner Arbeit ein hochaktuelles Thema aufgegriffen. Stuttgart und Konstanz gehören zu den Städten in Baden-Württemberg, deren Immobilienmarkt sich rasant verändert hat. Ziel war, eine möglichst objektive Entscheidungsgrundlage für die Frage „mieten oder kaufen?" zu erarbeiten. In seiner Arbeit betrachtete Dalhof sowohl die private als auch die volkswirtschaftliche Sichtweise.


Ein Ergebnis: Aus Perspektive der Volkswirtschaft ist es einerseits zu begrüßen, wenn weniger Arbeitnehmer über Wohneigentum verfügen. „Sie sind flexibler in der Arbeitsplatzsuche und schneller bereit, aus beruflichen Gründen umzuziehen. Zudem sind die Pendelstrecken zur Arbeit bei Mietern durchschnittlich kürzer als die von Immobilienbesitzern", so Hannes Dalhof. Andererseits haben Kommunen ein Interesse daran, Bewohner über Eigentum zu binden. Dies erhöht unter anderem das bürgerschaftliche Engagement der Bewohner, aber auch die Planungssicherheit der Kommune.

 

Für die Miete-Kauf-Entscheidung aus privater Perspektive hat Hannes Dalhof mittels Kapitalwertberechnungen verschiedene Szenarien durchgespielt. „Folglich lohnt sich die Eigentumswohnung in Konstanz ab dem sechsten Jahr und in Stuttgart bereits nach drei Jahren", fasst Dalhof zusammen. Der Kapitalwert sei zu diesem Zeitpunkt aber noch negativ: Von einer „vorteilhaften Investition" könne in Konstanz erst nach 23 Jahren gesprochen werden, während sich in Stuttgart eine Eigentumswohnung schon nach zehn Jahren positiv auszahlen werde. Dies führt Dalhof auf die erwartete höhere Wertsteigerung in Stuttgart zurück.


„Zusammenfassend kann man sagen, dass sich das selbstgenutzte Eigenheim im Vergleich zur Miete bereits nach wenigen Jahren lohnen kann, es aber dennoch nur beschränkt als Investitionsobjekt zu betrachten ist. Dafür müsste man die Immobilie sehr lange halten. Je länger jedoch der Planungshorizont reicht, desto eher können sich die Rahmenbedingungen ändern", so das Resümee des Absolventen.



Zuletzt aktualisiert am: 13.06.2017

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