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Rebuild Palmyra? Zukunft eines umkämpften Weltkulturerbes

Neue Ausstellung im BildungsTURM vom 1. Juli bis 17.09.2017.


Die Oasenstadt Palmyra war in der Antike ein Zentrum des Fernhandels zwischen China, Indien und dem Römischen Reich. Ihre phantastisch erhaltenen Tempel, Säulenstraßen und Grabanlagen inmitten der Wüstensteppe machten sie zum Ziel zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen und zum Höhepunkt jeder Syrienreise.

 

 

 

Im Mai 2015 eroberte die Terrormiliz Daesh (IS) die Oase und sprengte die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhobenen Ruinen öffentlichkeitswirksam in die Luft. Palmyra teilt mit der Zerstörung das Schicksal der Buddhastatuen von Bamian, der Heiligengräber von Timbuktu und der Altstadt von Aleppo und ist so zum Inbegriff der Gefährdung des kulturellen Erbes der Menschheit geworden. Doch wie soll man mit der Zerstörung umgehen? Welche Möglichkeiten eines (virtuellen) Wiederaufbaus gibt es?

 

Diesen Fragen widmet sich die hochaktuelle Ausstellung „Rebuild Palmyra?" Mit Unterstützung innovativer digitaler Medien führt die Ausstellung in die Geschichte der Stadt, ihrer Kultur und ihrer Handelskontakte von ihrer Gründung bis zur Sprengung der Ruinen durch den Daesh ein. Virtual Reality-Stationen und 3D-Rekonstruktionen bieten den Besucherinnen und Besuchern die Chance, sich zwischen den antiken Bauten, ihren Ruinen und dem momentanen Zerstörungszustand hin- und her zu bewegen. Dabei möchte die Ausstellung die Besucherinnen und Besucher aktiv und spielerisch in die Diskussion über den Umgang mit dem Weltkulturerbe einbeziehen.

 

Die Ausstellung wurde von Studierenden der Architektur, Geschichte, Informatik und Kommunikationsdesign der Universität und der Hochschule Konstanz (HTWG) unter Leitung der Professoren Stefan R. Hauser, Harald Reiterer (beide Universität Konstanz) und Eberhard Schlag (HTWG) konzipiert und umgesetzt. Stefan R. Hauser: „Was die Studierenden hier geleistet haben, ist wirklich beeindruckend. Sie haben es geschafft, ein hochkomplexes Archäologie, Kultur und Politik verknüpfendes Thema auf ungemein kreative Weise nicht nur verständlich darzustellen, sondern auch den Besuchern eine Menge zum Nachdenken mit auf den Weg zu geben: Wie sollen wir mit bedrohtem oder gar zerstörtem Kulturerbe umgehen?"

 

Die Ausstellung wird begleitet von Führungen und Vorträgen; außerdem wurde ein Vermittlungsangebot für die Schulen der Region erarbeitet. Ein Begleitband ergänzt die Ausstellung.

 

Das Amt für Schulen, Bildung und Wissenschaft der Stadt Konstanz ist Kooperationspartner.

 


BildungsTURM, Kulturzentrum am Münster, Wessenbergstr. 43, Konstanz

01.07. - 17.09.2017 „Rebuild Palmyra? Zukunft eines umkämpften Welterbes"


Eröffnung, Freitag, 30.06.2017, 19 Uhr, BildungsTURM/Wolkensteinsaal

 

Öffnungszeiten:
Dienstag - Freitag 10 - 18 Uhr
Samstag/Sonntag 10 - 17 Uhr

Eintritt 3/2 €
Samstag, 15.07.2017, Museumsfest, Eintritt frei

Begleitveranstaltung
Dienstag, 04.07.2017, 19 Uhr, Wolkensteinsaal
Vortrag mit Musik
Kyoko Tanino, Konzertmeistern Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz
Prof. Dr. Stefan R. Hauser, Universität Konstanz
Eintritt frei
Die Ausstellung ist bis 19 Uhr geöffnet!

Führungen
Es werden öffentliche Führungen in verschiedenen Sprachen angeboten sowie Führungen für Schulklassen nach Anmeldung.

Informationen (Anmeldung für Schulen)
Stadt Konstanz
Amt für Schulen, Bildung und Wissenschaft
Tel. 07531 900-907
bildungsturm@konstanz.de
www.bildungsturm.konstanz.de



www.rebuild-palmyra.de



Zuletzt aktualisiert am: 28.06.2017

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