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Münchner Architekten überzeugten beim Bau-Wettbewerb „Weiherhof Nord“

bogevisch büro architekten & stadtplaner GmbH konnten sich mit ihrem Entwurf für das neue Bebauungsgebiet Weiherhof Nord in Petershausen durchsetzen.


Vorausgegangen war eine ganztägige Jurysitzung am 26. Juli. 23 Beiträge aus dem gesamten Bundesgebiet wurden eingereicht. Der Wettbewerb wurde anonym durchgeführt, um die Entwürfe neutral bewerten zu können.
Auslober sind die Spitalstiftung Konstanz und die Businesspark Konstanz GmbH.

 

Anforderung: hohe städtebauliche Qualität

Die Ansprüche an die Architekten sind hoch gewesen: Eine qualitätsvolle, wirtschaftliche und nachhaltige Planung für die Hochbauten und die Außenanlagen war gefragt, die auf die jeweiligen städtebaulichen, funktionalen und wirtschaftlichen Anforderungen angemessen und in hoher Qualität antwortet. Dabei sollte viel Grünraum mitbedacht werden.

 

Vielfalt im Quartier

Auf der einen Seite befinden sich Bahngleise, die Kindertagesstätte Dorothea von Flüe ist im Osten des Geländes beheimatet. Hinzu kommen sollen eine Pflegeeinrichtung mit insgesamt 75 Pflegeplätzen und eine Wohnbebauung, u. a. mit Servicewohnungen („Mikrowohnungen"). In einem vorherigen Wettbewerb, den der Businesspark bereits durchführte, konnte sich das gleiche Büro durchsetzen. Neben den bereits bestehenden Gebäuden des Businessparks plant die GmbH einen weiteren, offenen Bürokomplex.

 

„Das gibt es nicht noch mal in Konstanz!"

Zum Siegerentwurf meinte BM Karl Langensteiner-Schönborn: „Das ist ein in sich absolut stimmiger, homogener Entwurf. Wohnungsbau und Pflegebau orientieren sich zueinander. Die ausgezeichnete Ausnutzung kommt der Grünfläche zugute." So sei privates Grün und öffentliches Grün ermöglicht worden. Für das Pflegeheim sind Lösungen gefunden worden, die den Bewohnerinnen und Bewohnern eine gute Orientierung ermöglichen. Für das Wohnhaus entlang der Bahngleise wurde eine plastische Fassade gewählt, mit Vorsprüngen und Vertiefungen. Die Materialität, in Kombination aus Kunststein, in diesem Falle Beton, und Holz sei ästhetisch ansprechend, führte Langensteiner-Schönborn weiter aus. Abschließend bemerkte er begeistert: „Das gibt es nicht noch mal in Konstanz!" Für das Gebiet bedeute dieser Entwurf einen großen Mehrwert und für die Spitalstiftung sei es ein tolles Projekt, so der Bürgermeister. Er bedankte sich auch beim Architekturbüro kohler und grohe aus Stuttgart für die hervorragende Wettbewerbsbetreuung und Vorprüfung.

 

Ausgezeichnete Arbeit der Landschaftsarchitekten

Wichtig war der Jury auch, dass das Gebäude dem Kindergarten nicht „auf den Leib" rücke und trotzdem ein Kontakt zwischen Kindern und älteren Menschen gut möglich ist. Dies berücksichtigt der Siegerentwurf, denn der Kindergarten öffnet sich in die Umgebung.


Jan Bode vom Amt für Stadtplanung und Umwelt der Stadt Konstanz sagte, es sei auch den Landschaftsarchitekten Stautner und Schäf ausgezeichnet gelungen, abwechslungsreiche und großzügige Grünflächen zu schaffen.

 

Ein modernes Leben im Alter ermöglichen

Andreas Voß, Stiftungsdirektor der Spitalstiftung Konstanz, ist vom Entwurf des Pflegeheimes überzeugt. Das neue Pflegeheim soll nach dem Hausgemeinschaftsprinzip geplant und betrieben werden. Hierbei leben die Bewohnerinnen und Bewohner in Wohngruppen zu je 15 Personen und werden von festen Bezugspersonen betreut. Räumlichkeiten für fünf Wohngruppen sind geplant. Das Konzept sieht vor, große Essküchen pro Wohngruppe zu konzipieren, die gemeinsam genutzt werden können. „Unsere Vorstellungen sind von den Architekten aufgegriffen worden und spiegeln ein modernes Leben im Alter auf hervorragende Weise wieder." Andreas Voß äußerte sich auch über die Zusammenarbeit mit dem Businesspark. „Die Bereitschaft von Markus Imholz, dem Geschäftsführer und Miteigentümer der Businesspark Konstanz, einen gemeinsamen Wettbewerb durchzuführen, hat mich sehr gefreut. Der Businesspark ist ein sehr guter Kooperationspartner für uns."

 

Auf kurze Entfernung gut leben

Markus Imholz, auch als Sachpreisrichter in der Jury vertreten, meinte: „Wir freuen uns über das Ergebnis, weil es ein schöner Entwurf ist und dieses Büro es geschafft hat, die beste Verbindung zwischen den verschiedenen Nutzungsformen auf dem Gelände zu ermöglichen. Bürogebäude, Wohnen, Pflege, bis hin zum Kindergarten erhalten einen größtmöglichen öffentlichen Bereich. Für die Nutzer, wie auch für alle Anwohner in Petershausen steht das Gelände auch zur Verfügung." Das noch zu bauende Bürogebäude des Businessparks bilde den Übergang zum neuen Weiherhof Nord. Im neuen Bürogebäude sollen u. a. Ärztepraxen und Räume für Physiotherapeuten integriert werden. „Damit auf kurze Entfernung gut gelebt werden kann." Den Wettbewerb kommentierte er mit den Worten: „Wir fühlen uns verpflichtet, eine attraktive Architektur zu schaffen".


Auch der Vertreter der Bürgergemeinschaft Petershausen, Dietmar Messmer, stimmte dem Entwurf zu. Er passe gut in die Umgebung. "Toll ist, dass er öffentliche Zugänge bereithält und zwar von allen Seiten."

 


Die Entwürfe der Preisträger sind ausgestellt


vom 31.07.17-22.09.2017,
Mo-Do 7:30-18:00, Fr 7:30-16:00, Verwaltungsgebäude Laube, 6. Stock, Untere Laube 24, Konstanz.

 



Zuletzt aktualisiert am: 01.08.2017

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