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Kick-off für Teamprojekt Entlassmanagement im Gesundheitsverbund

Mit einem eigens aufgelegten Projekt will der Gesundheitsverbund den Übergang vom stationären in den nachstationären Bereich verbessern. Nachdem der Gesetzgeber in diesen Tagen die Vorgaben in einem Rahmenvertrag konkretisiert und verbindlich gemacht hat, soll bundesweit zum 1. Oktober ein strukturiertes und standardisiertes Entlassmanagement in allen Kliniken etabliert werden.


Das Entlassmanagement soll dafür sorgen, dass der Übergang vom Krankenhausaufenthalt in die ambulante Versorgung ohne Brüche erfolgt. Das Gesetz zielt auf jene Patienten ab, die mental oder körperlich derart eingeschränkt sind, dass sie im Anschluss an den stationären Aufenthalt Hilfe benötigen.

 

Im Gesundheitsverbund laufen deshalb schon seit dem Frühjahr die Vorbereitungen für dieses Projekt, das auf bereits Bestehendem aufbauen kann und nun in einer interdisziplinären Arbeitsgruppe weiterentwickelt wird. Deswegen sind beim Projektstart am 31. Juli Beschäftigte aus der Pflege, der Medizin, dem sozialen Beratungsdienst und Überleitungsmanagement, aus dem administrativen Patientenmanagement, der IT, der Personalabteilung, dem Qualitätsmanagement und des Datenschutzes dabei. So breit angelegt ist das Projekt, das Dr. Ulrike Scheske-Zink, Leiterin des verbundweiten Qualitätsmanagements, und Projektmanagerin Gisela Gantenbein leiten. Das macht klar: an der Entlassung eines Patienten wirken viele Berufsgruppen mit. Deren Aufgaben müssen ab dem ersten Aufenthaltstag des Patienten wie ein Räderwerk reibungslos ineinander greifen, damit der Patient letztlich die Hilfe erhält, die er benötigt. Das bedeutet einen hohen logistischen und organisatorischen Aufwand. „Im Idealfall wird das Pflegebett für den Patienten ab seinem ersten Aufenthaltstag im Krankenhaus organisiert, damit es zu Hause steht, wenn er entlassen wird", macht Scheske-Zink deutlich, was Entlassmanagement im Einzelnen bedeutet. Das heißt auch, dass die Zusammenarbeit mit den externen ambulanten Hilfsdiensten weiter intensiviert werden muss, ergänzt Gantenbein.

 

Der Gesundheitsverbund muss beim Entlassmanagement nicht bei null anfangen. Bereits heute sind viele Dinge gelebte Praxis; jetzt gilt es, Verfahren weiter zu entwickeln und zu standardisieren und dies Standort für Standort. „Jedes Haus hat seine Eigenheit und seit Jahren etablierte Vorgehensweisen. Diese gilt es genau zu untersuchen und zu hinterfragen, um dann die optimale Lösung für jeden Standort zu finden", so Scheske-Zink. Im Klinikum Konstanz arbeitet seit über einem Jahr bereits eine Case-Managerin, die sich um die Patienten der Inneren Medizin kümmert. Und bereits seit rund drei Jahren existiert ein Runder Tisch mit externen Nachversorgern, um so auf kurzem Weg mögliche Schwachpunkte heraus zu finden und die Abläufe zwischen allen Beteiligten zu verbessern. Jetzt wird das Entlassmanagement fortgeschrieben - zum Wohl der Patienten.



Zuletzt aktualisiert am: 02.08.2017

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