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Schutz vor Straftaten gegenüber älteren Menschen

Ältere Menschen in Deutschland sind erfreulicherweise insgesamt viel seltener von Kriminalität betroffen als jüngere. Senioren verhalten sich meist umsichtig und leben entsprechend sicher. Dennoch gibt es Bereiche und Situationen, in denen auch ältere Menschen Risiken ausgesetzt sind und zwar dort, wo sie so etwas gar nicht erwarten: an der Haus- oder Wohnungstüre, in der eigenen Wohnung oder auch am Telefon. Das Polizeipräsidium Konstanz möchte über die Tricks der Täter informieren und helfen sich richtig zu verhalten und sich dadurch vor diesen Taten zu schützen.


Gefahren an der Haustüre

Es gibt Täter, die insbesondere ältere Menschen gezielt an deren Häuser und Wohnungen aufsuchen, um sie zu bestehlen. Sie klingeln an den Türen und versuchen, sich unter einem Vorwand Eintritt zu verschaffen. Solche Vorwände sind z.B.:

  • Bitte um ein Glas Wasser (wegen angeblicher Übelkeit, Tabletteneinnahme etc.) oder heißes Wasser für die Zubereitung von Babynahrung 
  • Vorgabe, Mitarbeiter eines Versorgungsunternehmens (z.B. Stadtwerke , sonstige Energieversorger) zu sein und angeblich Messungen oder Ablesungen durchführen zu müssen oder sonst ein beauftragter Handwerker zu sein 
  • Bitte, das Telefon benutzen zu dürfen wegen einer angeblichen Notlage wie Autounfall etc. 
  • Bitte um Papier und Stift und das Schreiben einer dringenden Nachricht in der Wohnung 
  • Bitte um dringende Benutzung der Toilette 
  • Vorgabe, ein guter Bekannter aus „alten Zeiten" zu sein oder ein solcher von nahe stehenden Personen 

 

Tipps für Ihre Sicherheit

  • Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung. Sie sind nicht verpflichtet, jemanden unangemeldet in Ihre Wohnung zu lassen.
  • Schauen Sie sich die Personen vor dem Öffnen der Türe an, z.B. mittels Türspion oder Blick aus einem Fenster. Benutzen Sie die Türsprechanlage oder sprechen Sie zur Not durch die geschlossene Türe. 
  • Öffnen Sie die Türe immer nur mit vorgelegter Türsperre.
  • Fordern Sie das Vorzeigen von Legitimationsdokumenten wie z.B. Dienstausweisen.
  • Lassen Sie Handwerker oder Ableser nur ein, wenn Sie diese selbst bestellt haben, die Hausverwaltung Ihnen diese angekündigt hat oder es sonst Ankündigungen auf Ihnen bekannten Wegen (z.B. Aushang) gab. Rufen Sie im Zweifel bei der Hausverwaltung, dem Hausmeister oder dem Unternehmen an, in welchem Auftrag die Person erscheint.
  • Lassen Sie sich bei angeblichen Notfällen nicht bedrängen. Die Täter wollen Sie damit gezielt unter Druck setzen und zu unüberlegten Handlungen verleiten. Nehmen Sie sich die Zeit, um sich zunächst zu sammeln und ggf. Nachfragen zu stellen, z.B. bei der Hausverwaltung, den Stadtwerken, einem Nachbarn etc.
  • Geben Sie keinerlei Auskünfte darüber, wo Sie Geld oder Wertsachen aufbewahren oder wie Ihre Kontodaten lauten. 
  • Wenn Sie alleine sind, ziehen Sie nach Möglichkeit eine Vertrauensperson (z.B. Nachbarn, Verwandten) hinzu. Vereinbaren Sie mit Nachbarn, die tagsüber zu Hause sind, bereits im Vorfeld, sich gegenseitig beizustehen, wenn Unbekannte ins Haus / in die Wohnung möchten. Halten Sie dazu die Telefonnummern der Nachbarn immer griffbereit.

Informieren Sie sofort die Polizei unter der Notrufnummer 110, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme an der Türe verdächtig vorkommt. Scheuen Sie sich nicht, die Notrufnummer zu wählen. Wehren Sie sich gegen zudringliche „Besucher" notfalls auch energisch: Sprechen Sie diese mit lauter Stimme an oder rufen Sie laut um Hilfe.

Weitere Informationen finden Sie auch im Internet unter www.polizei-beratung.de.

Darüber hinaus geben Ihnen die Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen des Polizeipräsidiums Konstanz auch telefonisch Auskunft unter:
Landkreis Konstanz: 07531 995-1044

 



Zuletzt aktualisiert am: 06.09.2017

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