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Stadt und Bürger erarbeiten Plan für weniger Lärm

Die Verwaltung stellte am 5. Oktober 2017 den Entwurf des erarbeiteten Lärmaktionsplans vor und sammelte Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger.


Was ist ein Lärmaktionsplan und wie können sich die BürgerInnen einbringen? Um diese Fragen zu klären, stellte die Verwaltung am Donnerstag, 5. Oktober 2017 im Treffpunkt Peterhausen den Entwurf des Lärmaktionsplans vor. Mit Plakaten, Plänen, Lärmkarten wurde an Stellwänden die Lärmsituation in den Konstanzer Hauptverkehrsstraßen veranschaulicht. Alle Fragen und Hinweise der rund 20 interessierten BürgerInnen wurden entgegen genommen und notiert. Der Entwurf des Lärmaktionsplans wird ab 16. Oktober 2017 öffentlich ausgelegt und ist auf konstanz.de/Umwelt abrufbar.


Welche Lärmquellen für die Planung bedeutsam sind und wie sie auf verschiedene Arten ermittelt und bewertet werden, erläuterte dass Ingenieurbüro Koch.

Verkehrslärm nimmt zu


Immer mehr Autos sorgen auch auf den Konstanzer Straßen für immer mehr Lärm. Das gilt vornehmlich für die Hauptverkehrsstraßen. Laut Messungen sind es auf den Bundes- und Landesstraßen mehr als 8.200 Fahrzeuge pro Tag. Betroffen sind vor allem die Spanierstraße und Reichenaustraße, der Oberen und Untere Laube, die Radolfzeller Straße, die Mainaustraße, die Bodanstraße und der Rheinsteig, Hinzu kommt die Lärmbelastung durch den Schienenverkehr mit 82 Zügen am Tag. Von Temporeduzierungen bis Schallschutzmaßnahmen - die Verwaltung schlägt eine Vielzahl von Lärmschutzmaßnahmen vor und hat diese in einem Lärmaktionsplan zusammengefasst. Der Entwurf wurde am 21. September 2017 im Technischen und Umweltausschuss gebilligt. Ende des Jahres wird der Maßnahmenkatalog dem Gemeinderat zum Beschluss vorgelegt. In den Aktionsplan fließen dann auch die Ideen, Anregungen und Vorschläge ein, die bei der Bürgerinformation eingebracht wurden. Wichtig hier: Alle am Informationsabend aufgenommen Hinweise werden geprüft und alle BürgerInnen bekommen innerhalb eines Monats eine Antwort, inwieweit ihre Vorschläge aufgenommen werden können.
Was ist Lärm und wie wird er gemessen?

Welche Lärmquellen für die Planung bedeutsam sind und wie sie auf verschiedene Arten ermittelt und bewertet werden, erläuterte dass Ingenieurbüro Koch. Beispielsweise entspricht bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h das Geräusch von 23 Autos rechnerisch etwa dem einen Lastwagen.

Für die Berechnung der Lärmbelastung wird der Pegel über 24 Stunden oder nachts zwischen 22 und 6 Uhr ermittelt. Ein Lärmaktionsplan dient laut EU-Richtlinie, dazu die Lärmbelastung entlang der Hauptverkehrsstraßen und Schienenwegen systematisch zu erfassen und zu bekämpfen. Zu den Hauptverkehrsstraßen zählen Autobahnen, Bundesstraßen und Landesstraßen. Kreis-, Gemeinde- und Stadtstraßen hingegen werden unabhängig von deren Verkehrsstärke nicht berücksichtigt.
In der ersten Stufe der Lärmaktionsplanung wurden alle Hauptverkehrsstraßen und Eisenbahnstrecken mit einem Verkehrsaufkommen von mindestens 6 Mio. Kfz pro Jahr bzw. 60.000 Zügen pro Jahr betrachtet.
In Stufe zwei wird ein Lärmaktionsplan für alle Hauptverkehrsstraßen und Eisenbahnstrecken aufgestellt, die ein Verkehrsaufkommen von mindestens drei Millionen Kraftfahrzeuge pro Jahr bzw. 30.000 Zügen pro Jahr aufweisen.

Der Lärm in den Hauptverkehrsstraßen wird landesweit von der Landesanstalt für Umwelt und Messungen BW (LUBW) gemessen. Für die Messung der Lärmwerte der Bahnstrecken ist das Eisenbahnbundesamt (EBA) zuständig. Die Kommunen sind in der aktuellen Stufe zwei sowohl für die Lärmaktionsplanung der Hauptverkehrsstraßen als auch Haupteisenbahnstrecken zuständig. Ab Stufe drei liegt die Zuständigkeit beim EBA. Die Kommunen planen die Maßnahmen im Lärmaktionsplan, umgesetzt werden sie von den jeweils für die Strecken zuständigen Behörden.
Öffentliche Auslegung ab 16. Oktober 2017

Der Entwurf des Lärmaktionsplans samt Begründung und Karten liegt vom 16.10.2017 bis einschließlich 15.11.2017 während der Dienststunden im Amt für Stadtplanung und Umwelt (Untere Laube 24,
5. OG, vor den Räumen 5.04-5.05) öffentlich aus. Ansprechpartner sind
Jörg Bambusch (Tel. 900-804, Mail: Joerg.Bambusch@konstanz.de) und Isabelle Horvath (Tel. 900 544, Mail: Isabelle.Horvath@konstanz.de).

@ Die Unterlagen sind ab dem 16.10.2017 abrufbar unter: www.konstanz.de/umwelt

 

 

 


Ein Lärmaktionsplan für die Hauptverkehrsachsen in Konstanz

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Die Stadtverwaltung hat einen strategischen Plan zur Lärmminderung an Hauptverkehrsstraßen erstellt. Gemeinsam mit den Bürgern sollen in einer Veranstaltung am morgigen 5. Oktober 2017 geeignete Maßnahmen diskutiert werden.

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Zuletzt aktualisiert am: 09.10.2017

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