Hauptnavigation | Inhaltsbereich | Seitenfunktionen
Volltextsuche







Inhaltsbereich

Wolfgang Hagemann inszeniert "Du bist meine Mutter"

Das vielleicht persönlichste Theaterstück des niederländischen Schauspielers, Autors und Filmemachers Joop Admiral feiert am 14. April 2018 um 20 Uhr unter der Regie von Wolfgang Hagemann Premiere in der Werkstatt des Konstanzer Theaters


Jeden Sonntag macht sich der Sohn auf den Weg zu seiner demenzkranken 80-jährigen Mutter im Pflegeheim. Er hilft ihr beim Anziehen, nimmt sie mit in die Sonne raus und versucht ihr über das gemeinsame Erinnern Lebensimpulse zu geben. Dieser poetisch anrührende, biografische Monolog des holländischen Schauspielers Joop Admiral versucht, die Mutter-Kind-Beziehung zu verstehen und zu verwandeln. Ganz sanft und mit großer Heiterkeit wird das Treffen zwischen Mutter und Sohn nachgezeichnet. Vor den Augen des Publikums verwandelt sich der 35jährige Schauspieler Jonas Pätzold in eine 80jährige Frau und spielt abwechselnd die Rollen des fürsorglichen Sohnes und dessen lebensmüder Mutter. So beleuchtet die Inszenierung auf unsentimentale und komödiantische Weise den Umgang erwachsener Kinder mit ihren an Demenz erkrankten Eltern und wirft ein ganz neues Licht auf die Chancen und Abgründe dieser Situation, der jeder von uns früher oder später begegnen kann.

 

Als Joop Admiral im Jahr 1981 „Du bist meine Mutter" - das vielleicht persönlichste Stück des experimentierfreudigen Theatermachers - am Werktheater in Amsterdam uraufführte und selbst spielte, ahnte keiner, dass dieses Einpersonenstück einen Siegeszug über alle Bühnen der Welt begann und seine Aktualität und Beliebtheit seit über dreißig Jahren unvermindert anhält. Es ist ein Stück über Traurigkeit, Hilflosigkeit und unendliche Liebe, das nachdenklich macht und zum Lachen über ein so ernstes Thema verführt.

 

REGIE Wolfgang Hagemann AUSSTATTUNG Árpád Porcza DRAMATURGIE Eivind Haugland REGIEASSISTENZ Armin Peterka MIT Jonas Pätzold

 

Wolfgang Hagemann

studierte Schauspiel an der Jacques LeCoq Schauspielschule in Paris. Danach Arbeiten an verschiedenen Theatern in Deutschland als freier Regisseur, unter anderem am Theater Freiburg und am Staatstheater Meiningen. Am Theater Ulm war er Oberspielleiter. Am Theater Konstanz inszenierte er u.a. Nipple Jesus von Nick Hornby, Restwärme von Eugen Ruge sowie BodenFee und WellenZwerg und das Nachfolgestück Die Rückkehr des Ilbentritsch.



Zuletzt aktualisiert am: 12.03.2018

Ende Inhaltsbereich