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Ein kleines Konstanzer Weihnachtswunder

Durch eine Initiative von fünf KonstanzerInnen bekommen 780 sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche Geschenke zu Weihnachten. Die Stadt Konstanz unterstützt die Aktion durch die Bereitstellung von Räumen für die Aufbewahrung und Sortierung der Geschenke.


Schon vor ein paar Monaten machte sich die Konstanzerin Mika Behrendt Gedanken über die Weihnachtsgeschenke ihrer Kinder. „Ich fragte mich, was bekommen Kinder, die bedürftig sind zu Weihnachten?" Diese Frage ließ sie nicht mehr los. Gemeinsam mit Conny Eichhorn, Sophia Tönnissen, Christian Hardwig und Jacqueline Kress gründete Behrendt Anfang Oktober die Facebook-Gruppe „Wir sind Konstanz. Weihnachten für Kinder". Das Ziel: Spielzeug, Bücher, Kuscheltiere, Spiele u.ä., die noch gut erhalten, aber nicht mehr genutzt werden, an Kinder und Jugendliche verschenken, die in sozial schwachen Verhältnissen leben. „Uns ging es vor allem darum, Kinder und Jugendliche aus der Region zu beschenken", sagt Mika Behrendt. Verschiedene Einrichtungen wurden dafür ausgesucht: pro familia, Save me, Die Tafel, das Haus Linzgau Kinder- und Jugendhilfe e.V., der Berchentreff, Schulen und das Kinderheim St. Peter und Paul in Singen.

 

Die Resonanz auf den Aufruf war überwältigend. 157 SpenderInnen sorgten für Gaben für 780 Kinder und Jugendliche. Die Facebookgruppe wuchs bis heute auf rund 550 TeilnehmerInnen an. Ursprünglich hatten die InitiatorInnen damit gerechnet, ungefähr 20 Kinder beschenken zu können. Die vielen Spenden, auch aus der Schweiz, überstiegen bald den Platz in den Privatwohnungen. Mika Behrendt fragte deshalb direkt bei OB Uli Burchardt für Unterstützung an. Drei zufällig leerstehende Büroräume im Gebäude der Philharmonie am Fischmarkt wurden spontan von der Stadt zur Verfügung gestellt. „Das hat uns sehr geholfen, wir hatten dadurch wieder einen Überblick und genügend Platz", freut sich Sophia Tönnissen. Das Orga-Team hat in den vergangenen Wochen sorgfältig nur gute Waren aus den Spenden ausgesucht und altersgerecht für Jungen und Mädchen einzeln verpackt. „Wir haben zum Beispiel bei allen Puzzeln die Teile nachgezählt, damit auch richtig gespielt werden kann", erklärt Christian Hardwig. Geldspenden wurden nicht angenommen. Wer wollte, konnte stattdessen Verpackungsmaterial beisteuern oder Neues kaufen. Kriegsspielzeug und ähnliches werden nicht verschenkt. Dafür enthält jedes Geschenk ein Buch. „Lesen schenkt Zeit für einander", sagt Mika Behrendt. Große Spenden, wie zum Beispiel ein neuwertiges Fahrrad oder eine Gitarre, werden den Einrichtungen gespendet, damit viele Kinder etwas davon haben. „Es ist schön zu sehen, dass eine gute Idee so belohnt wird. Ein großes Dankeschön geht an alle Spenderinnen und Spender," lobte OB Uli Burchardt bei einem Besuch des Orga-Teams. Er habe noch nie so viele Geschenke auf einem Haufen gesehen.

 



Zuletzt aktualisiert am: 03.12.2018

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