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Leitlinien

Zu den einzelnen Themengebieten wurden folgende allgemeine Leitlinien erarbeitet und verabschiedet


Kultur, Tourismus, Einzelhandel und Innenstadtvermarktung


Die kulturelle Bedeutung der historischen Stadt prägt unsere Identität. Sie bewahrt gewachsene Traditionen. Als lebendige Universitätsstadt, als kultureller Mittelpunkt und als Stätte geistigen Leistungsaustausches gewinnt die Stadt Konstanz im Bodenseeraum an Bedeutung. Dies erfordert eine zukunftsorientierte und ideenreiche Kulturpolitik.


Dem in unserer Stadt vorhandenen breit gefächerten kulturellen Angebot mit den Museen, dem Stadttheater, der Südwestdeutschen Philharmonie und der Insel Mainau kommt dabei eine herausragende Rolle zu.


Die Stadt Konstanz am Bodensee und Rhein, zusammen mit der Insel Mainau und der benachbarten Insel Reichenau, zeichnet sich durch ihre zentrale Lage in der Ferienregion Bodensee aus und bietet eine ausgeprägte touristische Angebotsvielfalt mit hohem Entwicklungspotenzial. Wir sehen den Tourismus als wichtige Wirtschaftsbranche und bauen Konstanz als führende Tourismus- und Bäderstadt am Bodensee aus. Dabei ermöglichen wir insbesondere Formen des sanften Tourismus.


Die Aufenthaltsqualität in unserer historisch gewachsenen Stadt wird in den nächsten Jahren durch die Anhebung des Angebotes und die Optimierung der Dienstleistungen aller am Tourismus Beteiligten verbessert.


Unser Einzelhandel, der sich durch eine hohe Zahl leistungsfähiger Fachgeschäfte auszeichnet, wird auch weiterhin eine qualitativ hochwertige Versorgung der Stadt und Region sowie unseren Gästen gewährleisten und weiterentwickeln, und dies auch in den Ortsteilen.


Thematische Schwerpunkte

Wir nutzen die Bodenseelandschaft mit ihren unverwechselbaren naturgegebenen Vorzügen noch stärker für unterschiedliche Formen des naturverträglichen Tourismus. Im Vordergrund steht dabei der hohe Freizeitwert naturnaher Erholung. Die Konzepte der Anbieter bringen der Zielgruppe die Vorteile umweltfreundlicher Verkehrsarten wie Schienenverkehr, ÖPNV und Schiffahrt sowie das Radwegenetz stärker nahe. Der Bodensee mit seinem hohen Bekanntheitsgrad, die Altstadt mit ihren historischen Bezügen und das Naherholungsgebiet Bodanrück sind herausragende Merkmale, auf denen unser Marketing aufbaut.

Wir initiieren ein wirksameres Innenstadtmarketing unter Einbeziehung des beachtlichen Besucherstroms zur Blumeninsel Mainau. Wir arbeiten mit unseren touristischen Nachbarn der Region stärker zusammen. Hierbei beziehen wir die bedeutungsvollen Inseln Mainau und Reichenau besonders ein. Wir vermitteln auch verstärkt den Erlebniswert und die Bedeutung der Schiffahrt und des Fährbetriebs auf dem Bodensee und dem Rhein. Gleichermaßen betonen wir touristische Einrichtungen wie die Unterwasserwelt Sea-Life mit Naturmuseum.

Konstanz profiliert sich stärker im Bereich des Tagungs-, Bildungs- und Seminartourismus. Um die überregional vorhandene Zielgruppe zu erreichen, muß die vorhandene Infrastruktur ausgebaut werden, die ein multifunktional ausgerichtetes und privatwirtschaftlich finanziertes und betriebenes Kongreßzentrum einschließt. Zur Multifunktionalität dieses Zentrums gehören auch Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen sowie ein hochwertig ausgestatteter Hotel- und Gastronomiebetrieb. Auch die Bildungsträger Fachhochschule und Universität werden mit eingebunden. Es ist notwendig, private Investoren für das Projekt zu gewinnen.

Nach Realisierung eines Kongreßzentrums sollte das Konzil vorwiegend für kleinere Veranstaltungen und Begegnungen sowie für Ausstellungszwecke verwendet werden. Unabhängig davon muß das Konzilgebäude saniert und besser ausgestattet werden.

In der Trennung der Altstadt vom Bodensee durch die Bahnstrecke sehen wir einen gravierenden Nachteil unserer innerstädtischen Entwicklungschancen. Diese Trennungslinie zu überwinden, ist ein weiteres Ziel. Die überregionale Erreichbarkeit der Innenstadt mit der Bahn muß hierbei gewährleistet bleiben.

Die Universitätsstadt Konstanz am Bodensee ist auch für junge Gäste aus dem In- und Ausland attraktiv. Wir erweitern deshalb das Angebot für diese Zielgruppe.

Wir wollen die vorhandenen Synergiepotentiale aus den Bereichen Kultur, Tourismus und Einzelhandel stärker als bisher beachten und in der Innenstadt konzentrieren. Darüber hinaus müssen sowohl in Richtung See und Hafen als auch in Richtung Kreuzlingen ergänzende Projekte realisiert werden.

Unser hervorragendes kulturelles Angebot ist uns eine besondere Verpflichtung. Es ist ein wesentlicher Standortfaktor und muß besser vermarktet werden, um ein insgesamt breiteres Publikum zu erreichen. Wir initiieren mehr überregional beachtete kulturelle Ereignisse, auch unter Einbindung der Universität, und ergänzen den Kulturbetrieb um Kleinkunst/Straßenkultur und freie Kulturaktivitäten und zwar für alle Altersgruppen. Das reiche Vereinsleben im kulturellen Bereich wird besser koordiniert.

Die Konstanzer "Fasnacht" und das Seenachtsfest werden in ihrer überregionalen Einzigartigkeit stärker herausgestellt.

Wir werden die grenzüberschreitende und interkommunale Kooperation im kulturellen Bereich weiter ausbauen. Kulturelle Aktivitäten auf dem Bodensee sind hierbei ein Bestandteil, wobei wir die Idee eines Kulturschiffes ernsthaft überprüfen werden.

Wir verbessern auch die Rahmenbedingungen für eine vielfältige Einkaufslandschaft in der Innenstadt.

Der Einzelhandel optimiert seine Selbstpräsentation. Wir ermuntern, die Waren attraktiver zu präsentieren und die Sortimente qualitativ anzuheben. Wir verwirklichen Projekte, die zur Belebung der Altstadt beitragen.

Die Ladenschlusszeiten sowie die Öffnungszeiten der Dienstleister und Behörden in der Innenstadt werden vereinheitlicht und nach Möglichkeit sinnvoll verlängert, um den Aufenthalt der Besucher bis in die Abendstunden hinein zu ermöglichen.

Unser Einzelhandel braucht eine bessere Kooperation, sowohl untereinander als auch mit den Behörden, einen höheren Organisationsgrad und mehr verbindende Aktivitäten mit den Bereichen Kultur und Tourismus. Konzepte für Branchen, Sortimente und Nischen sowie für den grenzüberschreitenden Einkauf werden entwickelt und umgesetzt, um Kunden aus der Region stärker zu binden und mehr Kaufkraft anzuziehen. Wir fördern die Niederlassung zusätzlicher Geschäfte in der Innenstadt und beachten dieses Ziel hinsichtlich der Ansiedlung großflächiger Einzelhandelsbetriebe.

Das Profil unserer historisch gewachsenen Altstadt muß in Richtung einer Einheit aus Geschichte und Moderne weiterentwickelt werden. Die unverwechselbare städtebauliche Qualität muß im Bewußtsein der Bürgerinnen und Bürger stärker verankert werden. Die unverwechselbaren baulichen Details entscheiden über die Qualität des Erscheinungsbildes unserer Stadt. Für die Erarbeitung und Umsetzung von Lichtkonzepten sowie umfangreiche Flächen-, Fassaden- und Dachbegrünungen ist mehr Eigeninitiative von Hauseigentümern und -nutzern erforderlich. Auch öffentliche Flächen und Plätze werden begrünt und gepflegt.

Die touristischen Angebote von Hotellerie, anderen Beherbergungsbetrieben und Gastronomie werden durch höhere Qualität und mehr Dienstleistung aufgewertet und erreichen dadurch mehr Kundenbindung. Höhepunkte, wie z.B. das Seenachtsfest, sind touristisch wertvolle Veranstaltungen, die das touristische Gesamtbild der Stadt für spezifische, auch junge Zielgruppen verbessern.




Industrie, Handwerk, Dienstleistungen und Standortentwicklung


Wir entwickeln unsere Stadt zu einem überregional beachteten Standort für zukunftsorientierte Technologien und Dienstleistungen im Dreieck Stuttgart-Zürich-München.


Wir vernetzen die bereits vorhandenen Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen der Hochschulen und sonstigen Bildungsträger stärker, um Synergien zu ermöglichen. Gleichfalls streben wir mehr kommunikative Verknüpfungen mit anderen nationalen und internationalen High-Tech-Zentren an.



Konstanz wird zur Dienstleistungsmetropole am Bodensee entwickelt. Die Schwächung im Bereich der Industrie kann nur durch massive Stärkung des Dienstleistungssektors ausgeglichen werden.

Wir entwickeln Konstanz zu einem Zentrum für innovative Impulse der ganzen Bodenseeregion. Wir halten darum die Weiterentwicklung des Technologieschwerpunktes für erforderlich, in den Kommunikations- und Informationstechnologien ebenso wie Bio- und Umwelttechnologien einbezogen werden. Konstanz wird zu High-Tech-Stadt am Bodensee ausgebaut, die industrielle Entwicklung und hohe Lebensqualität miteinander verbindet.

In enger Zusammenarbeit mit den Forschungseinrichtungen der Hochschulen wird der Schwerpunkt der Kommunikations- und Informations- sowie Umwelttechnologien mit Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energien erheblich ausgeweitet. Dabei bauen ir auf die in diesem Bereich bereits bestehenden Unternehmen auf. Wir entwickeln Konstanz unter anderem auch zu einer Solarstadt.

Der weitere Ausbau institutionalisierter Kommunikation zwischen Bildungsträgern aus dem Hochschulbereich und Geschäftsleitungen der Industrie ist zwingend. Das schafft Synergien aus Forschung und anwendungsbezogener Wissenschaft auf der einen sowie technologisch industrieller Praxis auf deranderen Seite. Die Realisierung findet in einem Technucation-Zentrum (Verbindung aus Technology und Education) statt, das auch für Existenzgründer offen ist.

Wir gewinnen für die Stadt und die Region daraus Impulse, dass weitere Großforschungsprojekte nach Konstanz geholt werden, aber auch daraus, dass die bereits vorhandenen Forschungseinrichtungen, beispielsweise in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologie, Medientechnik und der Limnologie, weiter ausgebaut werden.

Um Arbeitsplätze zu sicher und zusätzlich zu schaffen, halten wir es für unerlässlich, die Bestandspflege durch regelmäßige Gesprächsforen und geeignete Rahmenbedingungen zu intensivieren.

Für Wirtschftsunternehmen werden Flächen vorgehalten und aktiv vermarktet. Ein Schwerpunkt ist die Initiierung und Unterstützung von innovativen Existenzgründungen, damit neue und zukunftsorientierte Arbeitsplätze in unserer Stadt entstehen. Mittelpunkt dieser Maßnahmen bildet das Technologiezentrum Konstanz in Kooperation mit Wirtschaft (insbesondere Handwerk und Dienstleistungen) sowie der Hochschulen.

Die Wettbewrbsfähigkeit unseres Handwerks wird durch eine verbesserte Infrastruktur und durch die Einrichtung eines Gründerzentrums für das Handwerk sowie von Handwerkerhöfen verbessert. Eine Kooperation mit dem bereits bestehenden Konstanzer Technologiezentrum ist dabei anzustreben.

Die Ansiedlung einer Akademie für Informations- und Kommunikationstechnologien und eines Kerndienstleistungszentrums mit Angeboten für die Wirtschaft wird angestrebt.




Umwelt, Infrastruktur und Verkehr


Konstanz begreift seine attraktive Landschaft und die vorhandenen Naturreservate im Zusammenhang mit dem Bodensee als wichtiges Zukunftskapital, mit dem sorgsam umgegangen werden muss.


Das interne und externe Verkehrssystem muss deshalb so gestaltet werden, dass es den vitalen Belangen der Umwelt Rechnung trägt, zugleich aber den Mobilitätsbedürfnissen der Bevölkerung und Gäste sowie der Wirtschaft so weit wie vertretbar entgegenkommt. Die verkehrliche Infrastruktur ist entsprechend den Bedürfnissen so auszubauen, dass die zentralen Funktionen der Stadt Konstanz optimal erfüllt werden können. Dies setzt eine aufeinander abgestimmte Koordination aller Verkehrsarten voraus, um die Erreichbarkeit der Stadt zu gewährleisten.


Beim Umgang mit unserer Umwelt bekennen wir uns zum Grundsatz der Nachhaltigkeit. Darunter verstehen wir den schonenden Umgang mit unserer natürlichen Lebensgrundlage und die Beachtung der Wechselwirkungen zwischen Umwelt, Wirtschaft und den sozialen Lebensbedingungen. Wir knüpfen an die Aussagen des Bodenseeleitbildes von 1994 an und halten die nachhaltige Entwicklung des Bodenseeraumes für unabdingbar. Die Weiterentwicklung zu einer Bodenseeagenda wird diesen Prozess unterstützen.


Konstanz versteht sich als Partner der Bodenseeagenda und strebt darum umsetzbare Leitlinien an, die der Bedeutung des Ökosystems Bodensee gerecht werden.

Die Verbesserung der ökonomischen und sozialen Lebensbedingungen muss insgesamt mit der langfristigen Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen in Einklang gebracht werden. Wir halten deshalb die Durchführung einer Lokalen Agenda 21 in Konstanz für notwendig, an deren Zielen die Ergebnisse des Stadtmarketings zukünftig auszurichten sind.

Wir identifizieren uns mit dem Gedanken des Natur- und Artenschutzes und unterstützen Projekte im Bereich ökologisch orientierter Freizeitgestaltung mit umweltfreundlichen Verkehrssystem und im Bereich des umweltorientierten Bauens. So geben wir Beispiele für die Erhaltung der Lebensgrundlagen nachfolgender Generationen.

Für unsere Stadt wird ein Öko-Audit durchgeführt. Zunächst ist eine Bestandsaufnahme unter Einbeziehung der bereits geleisteten Vorarbeiten erforderlich.

Wir setzen uns für den Aufbau eines Kompetenzzentrums für Natur- und Umweltwissen ein, das organisatorisch von den örtlichen Naturschutzverbänden und -einrichtungen getragen wird und die örtlichen Bildungsträger einbezieht. Auch die Förderung umweltfreundlicher Technologien halten wir für notwendig.

Die Verkehrsarten werden so aufeinander abgestimmt, dass BürgerInnen und Gäste die Wahl umweltfreundlicher Verkehrsmittel erleichtert wird. Dies bedeutet, dass der Schienenfernverkehr und der ÖPNV noch mehr Breitenwirkung erzielen müssen. Wir richten deshalb umgehend eine integrative Kontaktstelle "Mobilität" für Gäste und Einwohner unserer Stadt ein, auch, um die Vernetzung der Verkhrsträger zu verbessern und innovative Verkehrslösungen zu verfolgen.

Die verkehrliche Erreichbarkeit der Innenstadt wird in der Weise sichergestellt, dass den Belangen der Unternehmen und ihrer Klientel Rechnung getragen wird, dass sich aber auch die Aufenthaltsqualität für Fußgänger, insbesondere für Senioren, Kinder und Behinderte, weiter entfalten kann. Dies bedeutet eine bedarfsgerechte Optimierung von Parkräumen und-systemen, ÖPNV und Park-and-Ride-Angebote sowie des Radverkehrs und der Schifffahrt.

Konstanz bietet ideale Bedingungen, um sich als Stadt des Fahrrads zu profilieren. Wir wollen deshalb das Radwegnetz inden nächsten Jahren weiter ausbauen und vernetzen sowie durch eine fahrradfreundliche Infrastruktur ergänzen.

Die Belange der führenden Kongress- und Bildungsstadt am Bodensee, der Wirtschaft sowie die Konsumentenbedürfnisse erfordern Verkehrsanbindungen nach außen, die störungsfrei funktionieren und auch die Anliegen des Umweltschutzes berücksichtigen. Neben dem Ziel, so viel Verkehr wie möglich auf die Schiene zu verlagern und die überregionale Anbindung mit der Bahn zu verbessern, muss auch die B 33 so weit ausgebaut werden, dass die wirtschaftlichen Funktionen der Stadt nicht länger beeinträchtigt werden. Das fehlende Teilstück muss so schnell wie möglich vierspurig ausgebaut werden, und zwar unter Berücksichtigung der notwendigen Netzergänzungen. Auch die Funktion eines Verkehtslandeplatzes ist im Auge zu behalten, und die Verkehtsverbindung zu den Flughäfen Friedrichshafen und Zürich sollen optimiert werden.




Soziales, Gesundheit, Sport und Freizeit


Konstanz ist eine soziale und tolerante Stadt mit dem Selbstverständnis, alle gesellschaftlichen Gruppen der Bevölkerung zusammenzuführen und eine möglichst hohe Lebensqualität zu erhalten. Dabei stehen vor allem die Interessen von Kindern, Jugendlichen, Familien, behinderten Menschen und Senioren im Mittelpunkt.


Konstanz verfügt aufgrund seiner geographischen und landschaftlichen Lage und der vorhandenen Sportmöglichkeiten über einen hohen Freizeit- und Erlebniswert. Die Ausstattungen mit Gesundheitseinrichtungen ist überdurchschnittlich. Es ist unser Ziel, dieses hohe Niveau qualitativ behutsam weiterzuentwickeln und dabei grenzüberschreitende Kooperationen zu nutzen.


Wir messen dem bürgerschaftlichen Engagement in Konstanz einen hohen Stellenwert zu. Durch eine bessere Unterstützung und Zusammenarbeit der verschiedenen Selbsthilfegruppen und eine höhere soziale Anerkennung der ehrenamtlichen Mitarebeiter werden wir die soziale Integration weite verstärken.

Eine gesunde Entwicklung der örtlichen Wirtschaft ist Voraussetzung, um die Arbeitslosigkeit nachhaltig zu verringern und neue Stellen zu schaffen. Zusätzlich ist der Ausbau von Beschäftigungsinitativen wünschenswert, damit Betroffende mehr Eigeninitiative und mehr Gemeinsamkeit bei der Wahrnehmung ihrer Interessen entwickeln können.

Konstanz ist und bleibt eine familien- und kinderfreundliche Stadt, die sowohl auf die qualitative Weiterentwicklung des Kindertagesstättenbereichs, als auch auf eine kinderfreundliche Wohnumfeldgestaltung großen Wert legt. In der Zukunft wird es darum gehen, die bestehenden Bereuungsangebote weiter zu differenzieren, um die Lebens- und Arbeitswelten, insbesondere für Frauen, noch besser aufeinander abstimmen zu können. Dabei ist auch Eigeninitative und Mitarbeit der Eltern erwünscht.

Um junge Menschen die eigenverantwortliche Entwicklung und das Hineinwachsen in die Gesellschaft zu erleichtern, legt Konstanz großen Wert auf ein vielfältiges Begegnungs-, Betreunngs und Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche. Altersgemäße Beteiligungsformen für Kinder und Jugendliche werden gefördert, um frühzeitig ein konstruktives Miteinander von Jung zu Alt zu erreichen. Die Schaffung neuer Freizeitorte und -angebote für junge Menschen soll dies bewusst unterstützen.

Lebensqualität für alle Mitbürgerinnen und Mitbürger bedeutet, dass auch behinderte Menschen in den Alltag der Stadt integriert sind. Konstanz ist eine behindertenfreundliche Stadt und wird verstärkt Sorge tragen für eine entsprechende Infrastruktur in den öffentlichen Gebäuden und für eine gefahrlose und behindertenfreundliche Gestaltung von Gehsteigen, Straßenübergängen und Verkehrsmitteln.

Konstanz ist eine Senioren freundliche Stadt und stellt seinen älteren Bürgerinnen und Bürgern ein breit gefächertes Angebot an Diensten und Einrichtungen der Bildung, Kultur, Freizeit, Beratung und ambulanten Bertreungen bis zur stationären pflegerischen Versorgung zur Verfügung. Wir unterstützen die Entwicklung neuer Wohn- und Bereuungsformen, die so gestalltet sein sollen, dass die unterschiedlichen Lebenslagen berücksichtigt werden und ältere Menschen auch mit einem höheren Betreungsbedarf in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können.

Konstanz ist auch eine Stadt der Studierenden und Lernenden. Deren soziale und gesellschaftliche Integration werden wir weiter fortführen und ihre spezifische Interessen stärker als bisher berücksichtigen.

Um ihren Wirkungsgrad zu erhöhen, arbeiten die vorhandenen gesundheitlichen und sozialen Einrichtungen stärker vernetzt und suchen grenzüberschreitende Kooperationen. Die Einrichtungen der Rehabilitation, der stationären Behandlung und der Vorsorge, wie das Klinikum Konstanz als Haus der Zentralversorgung, die Kliniken Schmieder und das Herz-Zentrum Bodensee, spielen dabei eine herausragende Rolle und dokumentieren die überregionale Bedeutung unserer Stadt auch in diesem Bereich. Die sich hieraus ergebende Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen werden wir unterstützen.

Die sozial-integative Funktion des Vereinssports wird deutlicher im öffentlichen Bewusstsein verankert, damit seingesellschaftlicher Stellenwert auch in der Kinder- und Jugenbetreuung noch besser erkannt wird. Der Breitensport bekommt deshalb mehr Raum und Gewicht. Die Synergien aus der Verbindung des Stadtsports mit den Hochschulen und dem Tourismus werden besser erschlossen.

Das Bodenseestadion, die Eissporthalle und die Schänzlesporthalle werden verstärkt genutzt und proffessionell vermarktet. es sind verstärkt nationale und internationale Großveranstaltungen durchzuführen.

Konstanz erhält seine Bäder und gestaltet sie attraktiver. Privat finanzierte und bereute Angebote sind mit dabei einzubeziehen.

Der Sport in seiner Vielfalt erhält die Chance, sich überörtlich stärker zu profilieren, um als Werbeträger der Stadt mehr Bedeutung zu erlangen. Für mindestens eine Sportart wird ein besonderer Schwerpunkt gebildet.

Wir dokumentieren die Wertigkeit des Sports durch die Aufstellung und Verabschiedung eines Sportentwicklungsplanes sowie die bedarfs- und zeitgerechte Freiflächenvorhaltung für den Sport im Rahmen der Bauleitplanung.



Bildung, Wissenschaft, Verwaltung und regionale Funktionen


Konstanz versteht sich als führender Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsstandort mit einer großen Fülle wissensbasierter Diensteistungen, die in den nächsten Jahren qualitativ erheblich ausgebaut werden sollen.


Konstanz, die wissenschaftliche Stadt, soll mittelfristig ihre Hochschul- und Industrieforschung sowie den Wissenstransfer erheblich erweitern.


Konstanz, die lernende Stadt, versteht sich als überregionaler Schwerpunkt der Weiterbildung mit internationaler Ausrichtung.


Konstanz, die kooperierende Stadt, will eine Vernetzung der Bildungsangebote sowie die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen Hochschulen, Schulen, sonstigen Bildungseinrichtungen und der Wirtschaft verwirklichen.


Wir sind uns unserer besonderen Verantwortung als verbindende Stadt zwischen Deutschland und der Schweiz, zwischen Baden-Württemberg und dem Thurgau bewusst. Durch konkrete Projekte und Maßnahmen wollen wir die internationale Kommunikation deutlich verbessern und zum gegenseitigen Verständnis sowie zur intensiven Zusammenarbeit beitragen. Konstanz, die Stadt der Behörden, ist zu erweitern und weiterzuentwickeln.



Zur wissenschaftlichen Stadt gehören eine vielfältige Bildungslandschaft mit zwei Hochschulen, viele öffentliche und private Bildungseinrichtungen und eine forschungsorientierte Industrie. Wir sehen darin die Möglichkeiten des Wissentransfers im Bereich der grundlegenden und angewandten Forschung.

Die lernende Stadt hat die Potentiale einer breit angelegten Bildungsvielfalt, eines reichhaltigen Kulturangebotes und eines großen Bildungscampus.Sie soll Bewusstseinsförderung betreiben für die Bedeutung von Bildung einschließlich der beruflichen Aus- und Fortbildung. Durch Lernfestivals, Lernaktionen und Lerntage wird unser Status als Stadt des Lernens weiter forciert. Wir profilieren uns als Stadt des lebenslangen Lernens für alle sozialen Schichten.

Die kooperierende Stadt findet in der Kooperation aller Bildungsträger untereinander sowie im Dialog der Wissenschaft und Forschung mit Partnern in der Wirtschaft ihren Ausdruck. Wir sehen zudem Potentiale in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Bildungspartner und im Bereich der Vernetzung neu zu schaffender, international ausgerichteter Studienangebote. Durch die Vernetzung der Bildungsangebote werden wir regionales zentrum des Bildungsnetzwerkes.

Zur weitergehenden kommunikativen Vernetzung von Konstanz in der EUREGIO wird die vitrtuelle Bodenseehochschule weiter ausgebaut.

Durch eine von allen Bildungsträgern getragene Bildungsoffensive stellt sich Konstanz im interkommunalen Wettbewerb als Stadt der Bildung noch wirkungsvoller dar. Wir profilieren und im schulischen Bereich durch internationale Ausrichtung und neue Lehr- und Lernformen. Ein wesentlicher Schwerpunkt soll die soziale und schulische Integration behinderter und von Behinderung bedrohter SchülerInnen innerhalb der städtischen Bildungseinrichtungen werden.

Wir sind der Auffassung, dass durch ein engeres Zusammenwirken unserer Wissenschaftseinrichtungen mit örtlichen innovativen Unternehmen der Standort Konstanz gestärkt wird: beispielsweise im Bereich der Postlogistik und der Zukunftstechnologien, wie der Informations- und Kommunikationstechnologie, der Umwelttechnik, der Pharmaindustrie und der Humanbiologie.

Konstanz ist eine Behördenstadt mit vielfältigen Dienstleistungen des Bundes, des Landes, des Landkreises und der Justiz. Wir streben die Sicherung des Bestandes und die Ansiedlung neuer Behörden ausdrücklich an, insbesondere überregionaler deutscher und europäischer Behörden.

Unsere Stadtverwaltung, einschließlich der Ortsverwaltungen, entwickelt sich zu einem innovativen, service- sowie kundenorientierten Dienstleistungszentrum für öffentliche Aufgaben und zu einer lernenden Verwaltung, die es erreicht, dass BürgerInnen und öffentliche Verwaltung partnerschaftlich zum Wohle der Stadt zusammenarbeiten. Bürokratische Hemmnisse gegenüber der Privatinitiative werden abgebaut und die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Wirtschaft wird weiter intensiviert.

Um die partnerschaftliche Koordination zu stärken, werden zwischen Konstanz und kreuzlingen noch mehr gemeinsame Einrichtungen geschaffen. Beide Städte werden zunehmenden vernetzt und verflochten.

Zur Förderung einer gemeinsamen urbanen Entwicklung beider Grenzstädte werden die Fußgängerbereiche - frei passierbar nach beiden Seiten - mit Kreuzlingen verknüpft. Wir streben auch eine gemeinsame Seepromenade zwischen beiden Städten an.

Wir möchten, dass Konstanz und Kreuzlingen nach dem Grundsatz "zwei Städte - ein Weg" eine gemeinsame Stadtentwicklung erarbeiten. Die gemeinsame Nutzung des Hafengebietes und des Gebietes von Klein-Venedig wird weiterverfolgt.


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