Hauptnavigation | Inhaltsbereich | Seitenfunktionen
Volltextsuche





Inhaltsbereich

Symposium mit Bürgerbeteiligung



Die Referentinnen und Referenten des Symposiums vor dem vollbesetzten Saal (v.l.n.r.): Prof. Dr. Günther Bachmann, Ton Schaap, Andreas Epple, Dr. Kristian Peter, Marion Klose, Roland Gruber, Uli Burchardt, Karl Langensteiner-Schönborn

 

Kann Konstanz bei der Stadtplanung von Amsterdam lernen? Welche Ideen haben die Konstanzer Bürgerinnen und Bürger für die zukünftigen Konstanzer Quartiere? Im Rahmen des hochkarätig besetzen Symposiums »Zukunft entwickeln« wurden interessante Denkanstöße durch Referenten geliefert. Auch die Konstanzer waren beteiligt: In Workshops erarbeiteten Bürgerinnen und Bürgern Visionen für künftige
Konstanzer Quartiere.

 

Neben dem Amsterdamer Stadtplaner Ton Schaap referierten am 18. Dezember 2015 in der vollbesetzten Aula der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung mit Prof. Dr. Günther Bachmann (Generalsekretär des Nachhaltigkeitsrates), der Berliner Mobilitätsforscher Dr. Weert Canzler, der Heidelberger Rechtsanwalt und Projektentwickler für Wohnungsbau Andreas Epple, der Wiener Architekt Roland Gruber sowie Kristian Peter vom Solarforschungsinstituts ISC in Konstanz weitere renommierte Fachleute. Oberbürgermeister Uli Burchardt und Baubürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn streiften in ihren einführenden Worten die Eckpunkte der Konstanzer Stadtentwicklung.

Bei dem Symposium wurden aber nicht nur Fakten vermittelt. Neben den Referaten bestand ein wesentlicher Programmteil darin, gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern und der Wissenschaft einen Blick in die Zukunft zu werfen. Die Besucher hatten die Möglichkeit, in Workshops unter Begleitung und Moderation von Vertreterinnen aus der Wissenschaft ihren Beitrag zur Stadt im Jahr 2030 leisten - ein Angebot, das von vielen auch gerne angenommen wurde. Das Themenspektrum StadtWohnen, StadtMobil, StadtGemischt und StadtIntelligent unter dem Oberthema zukünftige Wohnquartiere zog sich als roter Faden durch die gesamte Veranstaltung.

 

In der abschließenden Podiumsdiskussion wurden Ergebnisse aus den Workshops digital eingeblendet und direkt mit den Referenten diskutiert. Zentrale Frage war, wie man günstig Wohnungen bauen kann. Ton Schaap verwies auf Amsterdam, wo Grundstücke nur in Erbpacht vergeben werden. Das setzt allerdings voraus, dass der Stadt die Grundstücke auch gehören. Ist diese Voraussetzung nicht gegeben wäre die Alternative, private Bauträger durch einen städtebaulichen Vertrag zu verpflichten, kostengünstig zu bauen. So sieht das Konstanzer Handlungsprogramm Wohnen vor, dass private Bauträger 30 % der Wohnungen verbilligt anbieten müssen. Ein weiterer Ansatz wäre die Frage des Quadratmeterbedarfs pro Kopf. So könnten Modelle entwickelt werden, die auf das flexible Wohnen im Alter abzielen. Je nach Familiensituation könnte es Interessierten erleichtert werden, eine entsprechend angepasste Wohnmöglichkeit zu erhalten. Ist der Quadratmeterbedarf in der Familienphase noch größer, so verringert er sich später im Alter.

Das Ziel des Symposiums »Zukunftsstadt Konstanz« war es, einen Austausch zwischen Fachleuten und der Bürgerschaft unter Begleitung der Wissenschaft zu initiieren. Die überaus große Resonanz und das starke positive Echo auf die Veranstaltung zeigen, dass der erste Aufschlag dazu absolut gelungen war.



Vernetzt, ressourceneffizient, mobilitätseffizient, lebenswert, gemischt, flexibel/veränderbar, finanzierbar: Die Zukunftsstadt 2030 in Stichworten


Ende Inhaltsbereich