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Planungsworkshop „Rheingarten“

Ideen für bauliche Entwicklung des Gewerbegebiets „Rheingarten“ im Workshop erarbeitet

Bürger, Fachleute und Verwaltung haben sich zusammengefunden, um gemeinsam über mögliche Entwicklungen zu diskutieren


Am 6. Dezember 2013 fand im „Energiewürfel" der Stadtwerke Konstanz der Planungsworkshop für das Gebiet „Rheingarten" statt. Hierzu wurden von der Stadt Konstanz drei Landschafts- und drei Stadtplanungsbüros eingeladen, die  in interdisziplinären Tandems zusammenarbeiteten. Der Prozess wurde im Baudezernat durch das Amt für Stadtplanung und Umwelt und das Konstanzer Büro translake GmbH vorbereitet und begleitet. Die Planungsteams  entwickelten im ganztägigen Workshop Konzepte für die kurz- und langfristige Weiterentwicklung des Gewerbegebiets Rheingarten, westlich der Konstanzer Schänzlebrücke unter Fortführung des Seeuferwegs von Great Lakes bis nach Stromyersdorf. Zur frühzeitigen Einbeziehung der betroffenen Eigentümer hat die Stadtverwaltung in Einzelgesprächen und einer Abendveranstaltung über das Verfahren informiert und Entwicklungsperspektiven abgefragt. 

Am Abend  eines intensiven Workshoptages wurden durch die 3 Planungsteams drei sehr unterschiedliche Konzepte vorgestellt.Diese Herangehensweise wurde von anwesenden Bürgern als positives Beispiel für eine gelungene Bürgerbeteiligung gewürdigt.


Innovative Ideen für eine künftige Entwicklung

Prof. Dipl.-Ing. Christiane Sörensen (Landschaftsplanung) und Herr Prof. Leonhard Schenk  (Architektur und Stadtplanung),  die als Fachgutachter die Planungsteams begleitet haben, zeigten sich begeistert von der Eigenständigkeit der präsentierten Entwürfe und betonten, dass keine der Ideen für sich einen Statuscharakter beanspruche.


Das Team  „Braun + Müller" aus Konstanz/ „ Andreas Krause" aus Freiburg hat mit dem Arbeitstitel „Rheingarten" ein tragfähiges Konezept für eine phasenweise Entwicklung erarbeitet. In die bestehende Ufersituation soll dabei kein Eingriff vorgenommen werden. Die Bucht vor den zwei bestehenden, privaten Wohnbaugrundstücken könnte dabei durch schwimmende Stege umgangen werden. Den Besuchern des Gebietes sollen unterschiedliche Wegoptionen geboten werden: am Seerhein entlang oder der direktere Weg, der Grünzone folgend weiter Richtung Stromyersdorf.



Das Team „Linie 4/Bächle" aus Konstanz und „Faktorgrün" aus Freiburg präsentierte einen Entwurf, der die vorhandene Stegsituation am Ufer aufgreift und diese in einer Baustruktur aufnimmt. So könnten hinter einer breiten Allee an der Reichenaustraße Gebäude entstehen,  die die Architektur der „Hofgärten" am Seerhein als maritime „Werft-Loft-Schiff-Steg-Architektur"  aufgreifen und fortschreiben. Bestehende Grundstücksverhältnisse könnten dabei berücksichtigt werden. Somit sieht auch dieser Vorschlag eine prozesshafte Entwicklung vor.



Das Team „03 Architekten" aus München  und „Atelier Dreiseitl" aus Überlingen entwickelte ein Konzept, das im Vergleich zu den beiden vorausgehenden stärker auf die gewerbliche Nutzung des Gebietes eingeht. Hier ist die Entstehung eines „Gewerbehofes" vorgesehen, der sich in eine zonierte Uferfläche einpasst. Die Wässerung von Schiffen könnte so ein Stück weit landeinwärts in den jeweiligen Flusseinbuchten geschehen. In Form von Schaufenstern bietet das maritime Gewerbe interessierten Besuchern einen Einblick in die Arbeiten - Gewerbe und Öffentlichkeit rücken damit näher zusammen.



„Alle drei Entwürfe bringen interessante Ideen für die Gestaltung des Gebiets Rheingarten ein. Diese sind nicht als in sich abgeschlossene Projekte zu sehen, sondern in ihrer Aussage und in ihren Ideen durchaus auch kombinierbar", betonte Bürgermeister Kurt Werner. Und auch Oberbürgermeister Uli Burchardt zeigte sich begeistert: Der Rheingarten sei der Schlussstein der Uferplanung. „Wir haben es dort mit einer anspruchsvollen Aufgabe aufgrund der sehr unterschiedlichen  Grundsstückssituationen und Eigentumsverhältnisse zu tun. Umso wichtiger ist es, nun gemeinsam alle Ansätze auf den Tisch zu bringen, das öffentliche und das private Interesse abzuwägen", so Burchardt. „In diesem Gebiet hat sich über die Jahre unglaublich viel getan. Ein Blick von der Schänzlebrücke zeigt, wie Konstanz sich verändert hat. Weiteres Wachstum ist zu erwarten und Petershausen ist dabei der Stadtteil mit dem größten Zukunftspotential."

Die Vorschläge sollen nun von der Stadtverwaltung auf Stärken und Schwächen geprüft und mit den Anregungen aus der Bevölkerung abgeglichen werden. In der Konzeption können dann durchaus auch unterschiedliche Elemente gemischt werden. Diese werden Anfang des Jahres 2014 in den politischen Gremien diskutiert und als Grundlage für  die Erarbeitung des Bebauungsplanentwurfs dienen.


Eindrücke vom Planungsworkshop 06.12.2013

Das Protokoll des Workshops finden Sie hier zum Download


Das Projekt „Revitalisierung Gewerbegebiet Billenweiher/Rheingarten" wird durch das Förderprogramm

 

„Flächen gewinnen durch Innentwicklung 2013"

des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur gefördert.


Kristine Hanke




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Ausstellung der Arbeiten

Die Pläne und Arbeitsmodelle der 3 Planerteams sind ab sofort im Technischen Rathaus, Untere Laube 24, 5. OG (Flurbereich)
zu besichtigen.

Die vollständigen Pläne finden Sie hier zum Download