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Ortsmitte Dettingen

Realisierungswettbewerb mit städtebaulichem und freiraumplanerischem Ideenteil


Zur städtebaulichen, freiraumplanerischen, funktionalen und gestalterischen Neuordnung der Ortsmitte Dettingens, und zur Vorplanung einer Senioren-Einrichtung hat die Stadt Konstanz in Zusammenarbeit mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft WOBAK einen Realisierungswettbewerb mit städtebaulichem und freiraumplanerischem Ideenteil ausgelobt.

Durch die Lage des Wettbewerbsgebiet im Ortszentrum und der Entscheidung des Dettinger Ortschaftsrats, die Einrichtung für Senioren, bestehend aus einer Pflege WG und 24 seniorengerechten Wohnungen in der Ortsmitte unterzubringen, sowie das alte Schulhaus als Bürgerhaus umzunutzen, bietet sich, durch die Bündelung von Nutzungen und das Zusammenbringen von Generationen die Chance, eine in räumlicher und sozialer Hinsicht besondere Ortsmitte auf den Weg zu bringen.

Die vorgesehenen bürgerschaftlichen und sozialen Einrichtungen, sowie die Bebauung der Brunnenhalde, einem grünen, teils sehr steilen Hang, stehen durch die gemeinsame Nutzung von Räumen und vorhandener Infrastruktur in engem funktionalem und räumlichem Zusammenhang. Die Einbindung in den Ort und die Vernetzung der neuen Nutzungen und Gebäude mit der bestehenden Ortschaft sind durch die zentrale Lage, die vorhandene Infrastruktur und die Anbindung an die bestehenden Wohngebiete sehr gut möglich.

Das Preisgericht tagte am 24.07.2015. 25 Bewerbergemeinschaften aus Architekten und Landschaftsarchitekten wurden zum Wettbewerb zugelassenen von denen 17 Entwürfe eingereicht haben. Es wurden 3 Preise und 2 Anerkennungen vergeben.

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1. Preis: Bäuerle + Lüttin Architekten, Konstanz

Planstatt Senner Landschaftsarchitekten, Überlingen

 

2. Preis: Biehler Weith Associated, Konstanz

Andreas Geser Landschaftsarchitekten, Zürich

 

3. Preis: Lanz Schwager Architekten, Konstanz

Lohrer Hochrein Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, München

 

Anerkennung: Rogg Architekten, Konstanz

Thomas Gnädinger Landschaftsarchitekten, Singen/Hohentwiel

 

Anerkennung: Gesamtkonzept Architekten, Hannover

Dröge + Kerck Landschaftsarchitekten, Hannover


Pläne der Preisträger und Anerkennungen


1. Preis

Prof. Bäuerle/Frohwin Lüttin, Konstanz
mit Planstatt Senner, Überlingen


Lageplan



Beurteilung der Jury

Die Arbeit überzeugt durch den sehr guten städtebaulichen Ansatz, der die neuen Gebäude behutsam in die vorhandenen topographischen Strukturen einpasst. Durch die lineare Gebäudestruktur, die den Hang hinaufklettert, geht die Arbeit sehr sorgfältig mit den vorhandenen Rahmenbedingungen um. Die Gebäude wirken fast leicht und zeigen eine für Dettingen richtige Maßstäblichkeit. Dorfplatz und neuer Generationenplatz werden gut zusammengebunden. Den Plätzen werden klare Funktionen zugewiesen, der laute Dorfplatz vor dem Lebensmittler mit dem Alten Schulhaus, der Generationenplatz als leiserer attraktiver Treffpunkt für Bewohner.

Die neuen Gebäude sind sowohl von der Maßstäblichkeit als auch von der Höhenentwicklung ideal im Realisierungsteil wie auch im Ideenteil umgesetzt. Das Seniorenheim gliedert sich entsprechend der Topografie in die zwei Bereiche Pflege und betreutes Wohnen wie selbstverständlich an der Hangkante entlang. Die Geschossigkeit ist gut gewählt. Insbesondre gelingt es im Pflegebereich durch die herausgeschobenen eingeschossigen Pflegezimmer eine schöne Hofsituation für die Bewohner herzustellen. Idealerweise sollten die zwei angebotenen Höfe zusammengefasst werden zu einem großen gemeinsame Hof der auch die Möglichkeit bietet den Gemeinschaftsraum der Essen und Wohnen verbindet großzügiger auszudehnen. Die Zimmer sind von Ihrer Orientierung und Größe sehr gut konzipiert und bieten Potential auch bei einer weiteren Detailbearbeitung. Die innere Organisation und Aufteilung der Bereiche sind gut gewählt und versprechen lichtdurchflutete angenehme Arbeits- und Aufenthaltszonen. Die Betreute Wohnanlage hat sehr gut ausgearbeitete Grundrisse die auch im Detail gut durchdacht sind. Die Tiefgarage kommt nur gering aus dem Erdreich heraus, so dass diese gut belichtet und belüftet werden kann. Allerdings wird die Lage der Zufahrt in die Garage am Rand des Generationenplatzes kritisch gesehen. Die Verlegung in den rückwertigen Bereich zu der Anlieferung sollte geprüft werden. Außerdem muss geprüft werden wie die Stellplatzanzahl erhöht werden kann. Der Realisierungsteil überzeugt städtebaulich, im Hochbau und der Ausarbeitung der Außenanlagen.

Im Ideenteil wird die sehr gut ausgearbeitete Verbindung des Dorfplatzes und des Generationenplatzes positiv gewürdigt. Im Bereich des Dorfplatzes ist die bestehende Parkplatzzahl zu erhalten. Die Wohnbebauung ist ortstypisch mit der Satteldachbebauung selbstverständlich in den Hang eingearbeitet. Durch die zweireihige Wohnbebauung wird Rücksicht auf die bestehende Grünzäsur genommen was der Qualität der gesamten Wohnanlage zu Gute kommt. Die Anlage wirkt etwas konventionell und die angebotenen Grundstücke sehr groß. Die Wohnbebauung sollte innovativer sein und auch mehr Wohnraum schaffen. Die Erschließung für die geringe Anzahl der Gebäude wird als ausreichend erachtet. Die Kurvenradien müssten in der Überarbeitung verfeinert werden.

Insgesamt überzeugt die Arbeit im Realisierungsteil wie auch im Ideenteil. Die Ortsmitte in Dettingen erhält eine für diesen Ort zukunftsweisende städtebauliche Entwicklung die attraktive Räume mit einer hohen Aufenthaltsqualität schafft.

Die Gebäude für Pflege und betreutes Wohnen funktionieren gut. Insgesamt eine sehr gute Arbeit.


2. Preis

Bieler Weith Ass, Konstanz
mit Andreas Geser Landschaftsarchitekten, Zürich





3. Preis

Lanz Schwager Architekten, Konstanz
mit Lohrer Hochrein Landschaftsarchitekten
und Stadtplaner GmbH





Anerkennnung

Rogg Architekten, Konstanz
mit Thomas Gnädinger,  Landschaftsarchitekten Singen/Hohentwiel



Anerkennung

Gesamtkonzept Architekten
(Tev Wilhelmsen), Hannover
mit Dröge + Keck Landschaftsarchitekten, Hannover



Ansprechpartnerin Amt für Stadtplanung und Umwelt

Sara von Monkiewitsch




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