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Wettbewerb Brühläcker

Wettbewerbsergebnisse zum Neubaugebiet Brühläcker liegen vor - ein Quartier für Familien entsteht


Am Freitag den 28. Oktober 2016 tagte das Preisgericht zum Realisierungswettbewerb Brühläcker in Konstanz Dettingen, aus dem folgende Ergebnisse hervorgingen:

1. Preis

Bäuerle & Lüttin, Konstanz mit Planstatt Senner Landschaftsarchitektur/Umweltplanung/Stadtentwicklung, Überlingen

2. Preis

Hess Talhof Kusmierz, München mit Burger Landschaftsarchitekten, München

Anerkennung

FUSI & AMMANN ARCHITEKTEN, Albstadt mit kienleplan, Stuttgart

Anerkennung

K9 Architekten, Freiburg mit Andreas Krause, Freiburg

Anerkennung

MGF Architekten, Stuttgart mit Wiedemann + Schweizer, Stuttgart


1. Preis

Bäuerle & Lüttin, Konstanz mit Planstatt Senner Landschaftsarchitektur/Umweltplanung/Stadtentwicklung, Überlingen


Aus dem Protokoll des Preisgerichts zum 1. Preis:

"Die Verfasser schlagen eine lineare Gebäudestruktur entlang der Brühlstraße vor, die somit die Funktion als Lärmschutz für das Quartier übernimmt. Im rückwärtigen Bereich sind senkrechte Zeilen mit Reihenhausgrundrissen angeordnet, die durch variierende Versätze differenzierte Fußwegeverbindungen und gut gegliederte private und halböffentliche Freiräume schaffen. Das Wohnquartier fügt sich gut in die Topografie ein. Die erforderlichen Stellplätze sind in einer Tiefgarage unter dem Gebäuderiegel entlang der Brühlstraße wirtschaftlich untergebracht. Die Besucherstellplätze werden unter einer neu angelegten Baumallee entlang der Brühlstraße im öffentlichen Raum nachgewiesen, wo sie funktional auch richtig angeordnet sind. Die differenzierte Ausgestaltung des Lärmschutzriegels entlang der Brühlstraße gliedert den Baukörper und nimmt dessen Länge, Der geplante Laubengang ist in seiner Gesamtlänge allerdings gestalterisch zu hinterfragen, da er funktional als Lärmschutz und zur Erschließung dieser Ausformulierung nicht erforderlich ist.

Die Geschoßwohnungen der Lärmschutzbebauung als auch die Grundrisse der Reihenhäuser sind von hoher Qualität und ermöglichen jeweils das Durchwohnen und den Außenraumbezug über Balkone Loggien und Terrassen. Die Fassadengestaltung verspricht eine hohe Qualität. Die geforderte Wohnungsverteilung nach Nutzungsgruppen erfolgt Gebäudeweise, eine Realteilung ist somit gut umsetzbar und die Mischung im Quartier gewährleistet. Die angebotenen Typologien bieten mit der vorgeschlagenen Holzbauweise eine hohe Variabilität und Flexibilität. Der Entwurf liegt mit der angebotenen Wohnfläche über dem Schnitt der eingereichten Arbeiten und lässt eine hohe Wirtschaftlichkeit erwarten.

Der Beitrag stellt einen überzeugenden Lösungsansatz für die gestellte Aufgabe dar. Die robuste städtebauliche Struktur fügt sich in Ausformulierung und Dichte gut in die umgebende Siedlungsstruktur von ein und besticht durch seine Konsequenz und Durchgängigkeit."



2. Preis

Hess Talhof Kusmierz, München mit Burger Landschaftsarchitekten, München


Aus dem Protokoll des Preisgerichts zum 2. Preis:

"Eigenwillig polygonal geformte Baukörper in unterschiedlichen Höhenabwicklungen bestimmen das neue Gesicht vom Wohnquartier Brühläcker. Hier entsteht eine neue wohltuende Identität, diese in den mittig gelegten Anger einlädt das Quartier zu besuchen. Die Leitidee das neue entstehende Gebiet mit dem umliegenden Freiraum und das Wegenetz zu verbinden gelingt sehr. Die Körnung der Einzelbaukörper nimmt den umliegenden Kontext geschickt auf und fügt sich angenehm ein. Der mittig platzierte Erschließungs- und Kommunikationsanger führt durch die neue Nachbarschaft und bietet eine direkte und sinnvolle Erschließung der einzelnen Gebäude. Hier kann sich nachbarschaftlicher Austausch und Quartiersleben in differenzierten Zonen und Bereichen bilden. Diese sind in ihrer Größe und Ausformung optimal auf die Quartiersgröße dimensioniert. Der Auftakt bildet ein öffentlicher Platz mit Spielbereich, der gegenüber des öffentlichen Grünzuges an der Brühläckerstrasse richtig sitzt. Die Tiefgarageneinfahrt liegt konsequent an der belebten Gewerbezone und stört nicht. Die Höhenstaffelung der einzelnen Baukörper erfolgt an richtiger Stelle ist differenziert und bildet ein ausgewogenes Gesamterscheinungsbild. Die Verfasser bieten einen spannenden Wohnungsmix, dieser ein heterogenes soziales Gefüge gewährleistet und ein lebendiges Quartiersleben entstehen lässt. Die Wohngrundrisse von dem Reihenhaustypologien und dem Wohnungsgeschossbau sind gut organisiert und den Anforderungen entsprechend richtig orientiert. Kein Individualraum richtet sich Richtung Straßenlärm. Die polygonalen Ausformungen und Überschneidungen nutzen die Verfasser um unterschiedliche Freiräume im Wohnungsgemenge entstehen zu lassen. Größe Anordnung und Sinnfälligkeit ist nicht immer gewährleistet und muss hinterfragt werden. Auch der Gedankengang diese als Schallschutzmaßnahme bei den lärmbelasteten Wohneinheiten im Süden zu verglasen klappt nur sehr eingeschränkt und befriedigt nicht.

Aus diesem Grunde ist der Schallschutz durch die Gebäudestellung kritisch zu bewerten. Die Arbeit liegt mit ihren Flächen- und Wohnungskennwerten im guten durchschnittlichen Bereich.

Das neue Gebiet Brühläcker überzeugt im Städtebau mit einer starken Adressbildung und einem sehr überzeugenden Freiraumkonzept, welches eine hohe Wohnqualität erwarten lässt. Dies wird durch eine klare Grundrissgestaltung in den Gebäuden unterstützt. Leider lassen die angebotenen privaten Freiräume der Terrassen und Balkone in ihrer Ausformung viele Fragen offen. Das Erscheinungsbild der Fassaden vermittelt ein urbanes Umfeld und ist zu hinterfragen."



AnsprechpartnerIn:

Sabine Schmitz


Christoph Stocker




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