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Von der Idee zum Projekt

Konstanzer schaffen Klima! Unter diesem Motto will die Stadt Konstanz gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern ihre Ideen zu einer nachhaltigen zukünftigen Entwicklung der Stadt ausarbeiten und umsetzen. Dabei steht die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger im Vordergrund: sie müssen bei der Auseinandersetzung mit den sich verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Anforderungen direkt beteiligt sein. Gemeinsam mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft sollen die Bürgerinnen und Bürger Maßnahmen entwickeln oder bereits angedachte Konzepte in die Tat umsetzen, die Konstanz fit für die Zukunft machen.




Idee, Maßnahmen und Ziele 

 
Konstanz hat sich Anfang 2012 für das Bundesförderprojekt ZukunftsWerkStadt mit einem Konzept unter dem Titel "Die ressourceneffiziente Stadt - mit Konstanz auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft" beworben. Kern dieses Konzepts ist die Entwicklung einer von Bürgerschaft und Wissenschaft initiierten und abgestimmten Idee, wie mit interdisziplinären und kreativen Maßnahmen schrittweise ein nachhaltiger Umbau in Richtung ressourceneffiziente und klimaneutrale Stadt gelingen kann. Neben 15 weiteren Städten und Landkreisen bundesweit hat Konstanz den Zuschlag erhalten und kann nun beginnen, ihre Ideen umsetzen.
Die Idee folgt der Vision der 2000-Watt-Gesellschaft, die in Konstanz seit dem Interreg-Projekt "Städte gestalten Zukunft" als Ziel verankert ist. Die globale Vision der 2000-Watt-Gesellschaft sieht eine nachhaltige Nutzung und gerechte Verteilung der natürlichen Ressourcen vor. Neben der Reduktion von Treibhausgasen wird die Begrenzung des Energiebedarfs auf ein nachhaltiges Maß angestrebt, welches sie auf 2000 Watt Dauerleistung pro Person festlegt (Primärenergiebedarf). Dabei sollen mindestens 3/4 der dann noch benötigten Primärenergie durch erneuerbare Energien bereitgestellt werden.
Der Schlüssel zur Realisierung umfasst drei zentrale Elemente:
  • Energieeffizienz
  • erneuerbare Energien, bei deren Erforschung Konstanz führend ist (Substitution fossiler Energieträger)
  • eine vermehrt auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Lebensweise (Suffizienz), also die bewussten Veränderungen des Lebensstils.
 
Kommunale Handlungsfelder für die Energiewende sind: 'Wohnen', 'Mobilität', 'Konsum/Ernährung' und 'Freizeit'.
Bürgerinnen und Bürger müssen bei der Auseinandersetzung mit den sich verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Anforderungen direkt beteiligt sein. Für die Entwicklung der Konzepte für morgen werden die Bürgerinnen und Bürger in Konstanz zu Entwicklungspartnern mit Stadtverwaltung, Gemeinderat, Wissenschaft und Forschungseinrichtungen.
Um auf die Komplexität der Herausforderungen, die die Vision der 2000-Watt-Gesellschaft mit sich bringt, zu reagieren, werden Maßnahmen aus unterschiedlichen Disziplinen auf verschiedenen Anwendungsebenen verfolgt. Mit einem integrativen Ansatz werden auf unterschiedlichen Stufen mit jeweils angepassten Maßnahmen gezielte Wirkungen hervorgerufen.
 
 
Bürgerinnen und Bürger, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlersind mit ihren individuellen Interessen, Kompetenzen, Anliegen, Bedürfnissen, Sorgen und Ideen beteiligt, wenn sie
  • in Dialogforen praktische und wissenschaftliche Erkenntnisse präsentieren und diese diskutiert werden mit dem Ziel, das Bewusstsein für Chancen und Risiken von Lösungen zur nachhaltigen Stadtentwicklung zu schärfen

 

  • sich im Rahmen der eigenen Familien und Haushalte am 'Selbstversuch zur Nachhaltigkeit' engagieren, um herauszufinden, wie ein nachhaltiger Lebensstil machbar ist

 

  • gemeinsam bei der Standortsuche und dem Bau von energieeffizienten Solarmodulen mit anpacken; so findet das Wissen aus Wissenschaft und Forschung direkte Anwendung in der Stadt

 

  • in ihrem Ortsteil an der Gestaltung der Ortsmitte unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten mitwirken; sie identifizieren sich dadurch noch mehr mit ihrem direkten Lebensumfeld
  • den Masterplan Mobilität und die darin mit einbezogene grenzüberschreitende Agglomeration mitgestalten und eine Kultur der Zusammenarbeit zwischen Bürgerschaft und Verwaltung einüben.
 
All diese Maßnahmen leisten jeweils einen Beitrag, die 2000-Watt-Gesellschaft in Konstanz zu erreichen.

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