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Konstanzer Denkmalportrait

Konstanz verfügt über ein historisch intaktes Stadtbild und einen reichen Denkmalbestand. Die Stadt bleibt von Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs völlig verschont. Somit lassen sich sämtliche Epochen im Stadtbild ablesen und durch eindrucksvolle Baudenkmale von der Spätantike bis in die 1960er Jahre dokumentieren.


Altstadtpanorama mit Münster und StephanskircheBlick auf den 1930 im Stil der Neuen Sachlichkeit erbauten Wasserturm auf der AllmannshöheBlick auf ein barockes Bauernhaus im Ortsteil Dingelsdorf mit reichem ZierfachwerkBlick auf die Villa Bader im Petershausener Musikerviertel, ein 1869 im Stil der italienischen Renaissance erbautes Wohnhaus des gehobenen BürgertumsBlick auf den mittelalterlichen Wohnturm "Zum goldenen Löwen" in der Hohenhausgasse, dekoriert mit Architekturmalerei aus der RenaissanceBlick auf den Kopfbau der Ländebauten in Staad, 1953 erbaut von Hermann Blomeier im Stil der NachkriegsmoderneBlick auf die 1926 im Stil der Neuen Sachlichkeit erbaute kath. Kirche St. Gebhard in PetershausenBlick auf das Motorschiff Baden, 1935 in Dienst gestellt und damit das zweitälteste noch betriebene Fahrgastschiff auf dem BodenseeBlick auf ein Doppelwohnhaus im Petershausener Musikerviertel, 1921/22 erbaut im ReformstilBlick auf die Familiengrabstätte Stromeyer auf dem HauptfriedhofBlick auf das historische Zentrum von Allmannsdorf mit Pfarrkirche St. Georg und RathausBlick in die mittelalterliche Salmannsweilergasse


Kastell Constantia 

Die freigelegten Reste des spätrömischen Kastells Constantia aus der Zeit um 300 stellen einen der bedeutendsten Grabungsbefunde aus der Römerzeit in Baden-Württemberg dar.

Bischofssitz im Alten Reich

Mit der Gründung des Bistums um 600 werden die antiken Stätten von den bischöfliche Bauten verdrängt. Das in der Grundanlage romanische Münster, die teils profanierten Stiftskirchen, zahlreiche Domherrenhöfe und Kaplaneien sind bauliche Zeugnisse des einstigen, im 19. Jh. aufgehobenen Bischofssitzes.

Stadt der Bürger

Neben den geistlichen Bezirken entwickelt sich seit dem 10. Jh. die Stadt des Bürgertums. Im Laufe des Spätmittelalters bilden sich die charakteristischen Altstadtquartiere mit ihren geschlossenen Hauszeilen. Die mittelalterlichen Bürgerhauser erhalten phantasievolle Hausnamen. Die Wohnbauten an der Zollernstraße heißen "Zum Pfauen", "Zum Windhund" oder "Zum Heidenkopf". Die ursprünglich zur Straße offenen Lauben verweisen auf den früheren Fischmarkt.

Von Mauern umzogen, mit Türmen bewehrt

Die von Mauern umzogene Stadt erfuhr im Laufe des Mittelalters mehrere Erweiterungen, und mit den neuen Stadtquartieren wuchs auch die Befestigung. Trotz des Abbruchs der meisten Türme und Tore im Verlauf des 19. Jhs. haben sich zahlreiche Stadtmauerreste aus unterschiedlichen Ausbauphasen bis heute erhalten. Sie bilden dabei häufig äußerlich verborgene Kerne jüngerer Wohnhäuser. Hingegen stellen Rheintorturm und Pulverturm an der Rheinfront stadtbildprägende Zeugnisse der einst wehrhaft befestigten Reichsstadt dar.

Öffentliche Bauten des Mittelalters

Neben den zahlreichen Wohnbauten der Patrizier, Kaufleute und Handwerker dokumentieren gerade auch die öffentlichen Bauten, wie das Kaufhaus am Hafen ("Konzil") oder das Haus Zur Katz, die prosperierende Stadtgemeinde des Mittelalters. Mit dem 1388 für den Leinenhandel erbauten Kaufhaus findet die über Jahrhunderte währende Aufschüttung des Bodensees ihren Abschluss. Mit der Befestigung des Ufers ist die gesamte Stadt von einem Mauerring umzogen.

Mittelalterliches Stadtdenkmal 

Geistliche und bürgerliche Bauten bilden zusammen ein einmaliges Stadtdenkmal des späten Mittelalters, welches als Ensemble seit 1982 unter Denkmalschutz steht.

Frühe Neuzeit

Der prachtvolle Renaissancebau der Stadtkanzlei (heutiges Rathaus) kündet vom Selbstbehauptungswillen einer Stadtgemeinde der frühen Neuzeit, die dem Verlust ihres Status als Reichsstadt trotzt. Am italienisch anmutenden Rückgebäude haben sich die Renaissancemalereien in rekonstruierter Fassung erhalten.

Kloster und Dorf Petershausen

Im Jahr 983 gründet der Konstanzer Bischof Gebhard II. rechts des Rheins das Kloster Petershausen, eine von zahlreichen kirchlichen Stiftungen, welche den Bischofsitz zu einem Abbild Roms erheben. Um die Klosteranlage entsteht eine Siedlung für Fischer und Schiffsleute. Im 18. Jh. werden die heute noch erhaltenen barocken Konventbauten errichtet. Die Mannschaftskaserne von 1877 steht für die Umnutzung der Anlage zur großherzogl.-badischen Kaserne nach der Aufhebung des Klosters im 19. Jh. Kloster und Dorf bilden den historischen Ursprung des heutigen Stadtteils Petershausen.

Städtewachstum und Architektur um 1900 

Die Säkularisierung um 1800 bringt entscheidende politische Veränderungen, doch erst in den 1860er Jahren sprengt die Stadt ihre mittelalterlichen Grenzen. Geschäftshäuser, Verwaltungsbauten und Hotels im Bahnhofsviertel, die Geschosswohnbauten im Paradies und das rechtsrheinische Villenquartier in Petershausen führen die Entwicklungsdynamik der Gründerzeit und der wilheminischen Epoche bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor Augen.

Historische Industriearchitektur

In Tradition des mittelalterlichen Leinengewerbes siedelt sich am rechten Seerheinufer seit dem mittleren 19. Jh. Textil- und chem. Industrie an, darunter die als „Stadt in der Stadt" organisierte Zeltfabrik Stromeyersdorf.

Genossenschaftlicher Wohnungsbau

Die 1920er/30er-Jahre stehen im Zeichen des genossenschaftlichen Wohnungsbaus. Im Paradies wird die Turniersiedlung errichtet, am Fuße der Sonnenhalde die als Gartenstadt konzipierte Sierenmoossiedlung angelegt.

Die Nachkriegsmoderne 

Die Nachkriegszeit ist von weiterem Bevölkerungswachstum und einer zunehmenden Verstädterung geprägt. Konstanz wächst mit den 1934 eingemeindeten Stadtteilen Wollmatingen und Allmannsdorf zu einem Siedlungskörper zusammen. Mit der Allmannsdorfer Kreuzkirche, der Lände in Staad oder den Hochschul- und Verwaltungsbauten in der Altstadt und am Seerhein entstehen qualitätsvolle Bauwerke der Nachkriegsmoderne.

Insel Mainau und Bodanrück - Land des Deutschen Ordens

Seit der Gebietsreform der 1970er-Jahre zählen große Teile des Bodanrück zum Konstanzer Stadtgebiet. Die dem Ufersaum zum Überlinger See vorgelagerte Insel Mainau war als Sitz einer Kommende des Deutschen Nordens bis zur Säkularisierung territoriales Machtzentrum für die umliegenden Dörfer und Weiler.

Architektur des Deutschen Ordens

Die Dorfkirchen und Kapellen von Dingelsdorf, Dettingen oder Oberdorf oder der Burghof am Steilufer des Überlinger Sees bezeugen das Wirken des Deutschen Ordens auf dem Bodanrück. Die Mainau wird im 18. Jh. zur barocken Residenz ausgebaut. Im 19. Jh. entwickelt sie sich zum großherzoglichen Landschaftsgarten, Ursprung der heute weltweit bekannten Blumeninsel.

Bauernhäuser in den Ortsteilen

Der Strukturwandel der Nachkriegszeit hat das einst landwirtschaftliche Gepräge der Dörfer verändert. Einige Bauernhäuser haben indes unverfälscht die Zeiten überdauert und zählen zu den gebauten Geschichtszeugnissen der heutigen Konstanzer Ortsteile.


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