Hauptnavigation | Inhaltsbereich | Seitenfunktionen
Volltextsuche







Inhaltsbereich

Förderung

Denkmalpflege ist in der Regel nicht unwirtschaftlich und muss auch nicht zwangsläufig teuer sein. Dennoch kann die gesetzlich festgelegte Erhaltungspflicht die Betroffenen – zumindest bei kurzfristiger Betrachtung – auch wirtschaftlich belasten. Daher hat die öffentliche Hand Möglichkeiten direkter finanzieller Hilfen und steuerlicher Erleichterungen vorgesehen. Diese sollen Eigentümer von Denkmalen finanziell unterstützen und dem Gedanken Rechnung tragen, wonach Erhaltungsmaßnahmen am Denkmal nicht zuletzt dem Gemeinwohl dienen.


Direkte finanzielle Hilfen

Das Land Baden-Württemberg gewährt auf Antrag Zuwendungen zu Maßnahmen, die der Erhaltung und Pflege von Kulturdenkmalen dienen. Diese Leistungen, auf die kein Rechtsanspruch besteht, sollen Eigentümer und Besitzer bei der Erfüllung ihrer Pflichten nach § 6 DSchG unterstützen. Über die Aufnahme von Förderprojekten in das jährliche Denkmalförderprogramm des Landes entscheidet das Wirtschaftsministerium im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

Zuwendungsfähig sind denkmalbedingte Mehrausgaben, welche gewerke- und maßnahmenbezogen definiert sind. Anträge auf Zuwendung müssen auf Vordrucken, die beim Regierungspräsidium Freiburg erhältlich sind, und mit den dort genannten Unterlagen spätestens zum 01. Oktober des Jahres vor Beginn der Maßnahme beim Regierungspräsidium Freiburg eingereicht werden. Die Maßnahme muss zuvor mit den Denkmalbehörden abgestimmt sein. Auch notwendige Genehmigungen oder Zustimmungen (z.B. Baugenehmigung, denkmalschutzrechtliche Genehmigung) müssen bereits vorliegen, wenn der Antrag gestellt wird.

Weitere Einzelheiten zu Voraussetzungen und Verfahren sind in einer Verwaltungsvorschrift geregelt. Nähere Auskünfte erteilen das Referat 25 des Regierungspräsidiums sowie die Untere Denkmalschutzbehörde.

In bescheidenem Umfange bestehen auch Möglichkeiten einer Unterstützung aus kommunalen Denkmalfördermitteln. Diese beziehen sich hauptsächlich auf finanzielle Beteiligungen bei kleineren Voruntersuchungen, wie restauratorischen Befunduntersuchungen, dendrochronologischen Untersuchungen u.a.

Die Stiftung "Stadtbild Konstanz" prämiert pro Jahr ein stadtbildprägendes Restaurierungsprojekt innerhalb der Altstadt mit einem Zuschuss.

Für Eigentümer von Denkmalobjekten innerhalb der förmlich festgelegten Sanierungsgebiete der Altstadt besteht darüber hinaus die Möglichkeit einer Inanspruchnahme von Zuwendungen aus dem Städtebauförderprogramm. Informationen hierzu sind beim Bauverwaltungsamt erhältlich.

In Sonderfällen besteht die Möglichkeit einer Förderung durch Dritte, insbesondere durch Stiftungen. Die Koordinierung und Steuerung derartiger Projekte erfolgt durch das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart.

Steuerliche Erleichterungen

Die Erhaltung von Kulturdenkmalen wird auch durch steuerliche Vergünstigungen gefördert. Dabei können Ausgaben, die zur Erhaltung oder sinnvollen Nutzung eines Baudenkmals erforderlich sind, nach §§ 7i, 10f und 11b Einkommenssteuergesetz (EStG) erhöht abgeschrieben werden. Voraussetzung ist, dass die Maßnahme mit den Denkmalbehörden abgestimmt ist. Die Bescheinigungen nach §§ 7i, 10f und 11b EStG werden von der Unteren Denkmalschutzbehörde ausgestellt und müssen der zuständigen Finanzbehörde vorgelegt werden. Weitere Informationen können dem angehängten Merkblatt entnommen werden.



Hier finden Sie Form- und Merkblätter über Steuerbescheinigungen zum Herunterladen

Merkblatt Steuer [PDF, 89 kb]

Merkblatt der Stadt Konstanz zur Steuerbescheinigung nach § 7i, 10f und 11b EStG


Antrag auf Steuerbescheinigung [PDF, 71 kb]

Antrag auf Ausstellung einer Bescheinigung gem. § 7i, 10f und 11b EStG


Vollmacht Steuerantrag [PDF, 32 kb]

Vollmacht als Anlage zum Antrag auf Steuerbescheinigung


Rechnungsverzeichnis [XLS, 108 kb]

Rechnungsverzeichnis als Anlage zum Antrag auf Steuerbescheinigung



Weitere Informationen zur Denkmalförderung finden Sie unter den hier aufgeführten Links



Ende Inhaltsbereich

Aktuelle Beispiele von Förderobjekten in der Denkmalpflege

Historische Aufnahme der 1928 in Dienst gestellten Fähre "Meersburg ex Konstanz", der ältesten Binnenseeautomobilfähre in Europa
Fähre Meersburg ex Konstanz von 1928, historische Aufnahme, Gesamtinstandsetzung und Wiederinbetrieb-nahme durch einen Förderverein seit 1998, mehrfach unterstützt aus dem Denkmal-förderprogramm des Landes
Blick auf ein gründerzeitliches Wohnhaus in der Schützenstraße im Stadtteil Paradies
Gründerzeitliches Wohnhaus in der Schützenstraße im Stadtteil Paradies, Außeninstandsetzung 2008 mit Neuein-deckung des Daches in Naturschiefer, unterstützt aus dem Denkmalförderprogramm des Landes
Blick auf ein altstädisches Wohnhaus in der Rheingasse aus dem 17. Jh., um 1830 umgebaut
Altstädisches Wohnhaus in der Rheingasse aus dem 17. Jh., um 1830 umgebaut, Gesamtsanierung 2007, unterstützt aus den Denkmalförder-programmen des Landes und der Stadt Konstanz, prämiert von der Stiftung "Stadtbild Konstanz"