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grenzenlos denken

Über 100.000 Besucher haben grenzenlos mitgedacht - und bei rund 270 Veranstaltungen Wissenschaft zum Anfassen erlebt. Das Jahr der Wissenschaft 2009 war aus Sicht der Stadt Konstanz ein voller Erfolg - und soll dennoch nur der Anfang gewesen sein auf dem Weg zur Wissenschaftsstadt. So sollen Kooperationen zwischen Bildungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen weiter vertieft und weiter ausgebaut werden.

 

Nicht gesiegt und doch gewonnen: 2008 nur denkbar knapp beim gleichnamigen Wettbewerb des Stifterverbands der deutschen Wissenschaft den Titel „Stadt der Wissenschaft" verpasst, startete Konstanz durch - ins „Jahr der Wissenschaft 2009". Zwischen dem Wettbewerbs-Finale am 28. Februar in Jena und dem Start ins Jahr der Wissenschaft am 18. Januar 2009 im Konzil blieben gerade mal zehn Monate, in denen die Stadt Konstanz unter Federführung der Leiterin des Amtes für Schulen, Bildung und Wissenschaft, Dr. Waltraut Liebl-Kopitzki, ein vielfältiges und kompaktes Programm in den drei Themenfeldern Innovation, Bildung und Kultur zusammengestellt hat.

 

Von astronomischen Weiten über regionale Innovationen bis zu interaktiven Ausstellungen wie „Wasser/Water" auf der Insel Mainau: Etwa 270 Veranstaltungen mit faktenreichen und faszinierenden Präsentationen von Wissenschaft begeisterten über 100.000 Besucherinnen und Besucher.

 

Positiv bewertet die Stadt auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Kreuzlingen und Institutionen der Nachbarstadt. Insbesondere die Kooperationen mit dem Planetarium-Sternwarte Kreuzlingen, der PH Thurgau und die grenzüberschreitenden Veranstaltungen für SchülerInnen fielen auf fruchtbaren Boden und wurden von den BürgerInnen und den Schulen gut angenommen. Das Motto „grenzenlos denken" bezog sich dabei nicht nur auf die geografischen Grenzen, sondern zielt auch auf die Überwindung bestehender Grenzen zwischen der Stadt, ihren Menschen und ihren wissenschaftlichen Einrichtungen, zwischen den Disziplinen, zwischen Wissenschaft und Kultur und schließlich auch zwischen den Generationen und gesellschaftlichen Gruppen.

 

Zu den Höhepunkten des ereignisreichen Wissenschaftsjahres zählten die Veranstaltungen zum Jahr der Astronomie im Frühjahr, die „wunderbare Wasserwoche" im Sommer und die WissensSchaffer, ein Projekt, das Schulklassen an Forschungsarbeit praktisch und anschaulich beteiligt.

 

Viel Futter für Wissenshungrige

Anlässlich des Jahres der Astronomie gab es für Sternengucker „erleuchtende" Momente in Sternwarte und Planetarium. Die Ausstellung der Universität „69-96 Kreativität oder Krawall?" und die Veranstaltungsreihe „Projekt 68" der HTWG widmeten sich dem linksalternativen Leben am Seerhein Ende der 60er Jahre. Schülerinnen und Schüler präsentierten eigene Forschungsergebnisse, entdeckten auf der Bildungsfähre ihre beruflichen Talente, gingen auf GPS-gestützte Schnitzeljagd und stillten ihren Wissensdurst auf interaktiven Veranstaltungen, Konferenzen, einem Summer Camp für Informatik und „Tagen der offenen Tür" der Partner-Hochschulen. Allein die Ausstellung „Mathematik zum Anfassen" begeisterte in wenigen Wochen weit über 3.000 Besucher. Einen erfrischenden Höhepunkt zur „Halbzeit" setzte die „wunderbare Wasserwoche" an der Spiegelhalle und im BildungsTURM, in dem außerdem während des gesamten Jahrs ein anspruchsvolles Ausstellungsprogramm in Zusammenarbeit mit den Hochschulen angeboten wurde.

 

Überhaupt: das Themenspektrum reichte in den unterschiedlichsten Programmformaten von Mobilitäts- und Umweltthemen über Architektur, Soziologie, Sport, Naturwissenschaften bis zu Themen aus der regionalen Wirtschaft, die insbesondere das Thema qualifizierten nachwuchs adressierte.

 

Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft

Der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die regionale Wirtschaft war wesentlicher Bestandteil des Programms. Wissenschaftliche Forschungsthemen wurden auf sehr unterschiedliche Weise anschaulich und verständlich gemacht - ob im Science Express der Forschungsexpedition Deutschland, im Forschungslabor BIOTechnikum, im nanoTruck des Bundesforschungsministeriums, durch Museumsführungen und Exkursionen oder das spannende Solarbootrennen in Kooperation mit der HTWG mit Konstanzer und Kreuzlinger Schulen.

 

„Wirtschaftliche Innovationen brauchen wissenschaftliche Grundlagen.

Die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Wirtschaft ist sehr wichtig für die nachhaltige Entwicklung unserer Stadt und Region", unterstreicht Oberbürgermeister Horst Frank die Bedeutung des Jahres der Wissenschaft als Impulsgeber für vielfältige zukunftsweisende Vernetzungen.


Der Anspruch, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik einander näher zu bringen kann zum Ende des Wissenschaftsjahres deshalb als durchweg gelungen bezeichnet werden. Oft genug ist dabei der Funke übergesprungen und hat neue Energie freigesetzt für spannende und wegweisende Projekte in Klassenzimmern, Hochschullaboren und Unternehmen. 

 

Gelungener Image- und Strukturwandel

Durch vielfältige neue Kooperationen ist das Netzwerk zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Kultureinrichtungen und Stadtverwaltung ausgeweitet worden. Der mit dem „Jahr der Wissenschaft 2009" von allen Beteiligten gewünschte Image- und Strukturwandel hin zu einer profilierten Wissenschafts- und Bildungsregion konnte angeschoben sowie Interesse für wissenschaftliche Themen in der gesamten Bevölkerung geweckt werden. Das gegenseitige Verständnis in der breiten Bevölkerung ist gewachsen und zeigt die Möglichkeiten, die der Vermittlung von komplexen Themen innewohnen.

 

Aufgrund dieser stolzen Bilanz sind sich alle beteiligten Partner und Sponsoren einig: Das „Jahr der Wissenschaft 2009" soll für die Wissensstadt Konstanz nur der Anfang gewesen sein. Wissenschaft ist vereinfacht ausgedrückt vor allem Forschung aus Neugier. Wissenschaftliche Neugier soll deshalb künftig nicht nur wie bisher die Triebfeder der Exzellenzuniversität Konstanz und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) sein, sondern die Menschen in der Region anstecken. Mit Programmangeboten, wie sie im Jahr 2009 vorhanden waren, kann es gelingen, bei Jung und Alt im Sinne des lebenslangen Lernens Interesse für Themen aus den verschiedenen Wissenschaftsgebieten zu gewinnen. Vor allem in Zeiten des wirtschaftlichen Strukturwandels kann dies von entscheidender Bedeutung sein.

http://www.grenzenlos-denken.de


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