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Lesepatenschaften

Die Stadt Konstanz möchte bei den Konstanzer Schülerinnen und Schülern die Lust am Lesen wecken. In Zusammenarbeit mit dem Stadtseniorenrat hat das Amt für Schulen, Bildung und Wissenschaft die Initiative „Lesepatenschaften“ ins Leben gerufen. Um das Projekt zu realisieren, werden ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger gesucht, die in die Konstanzer Schulen gehen und den Kindern vorlesen oder Lesegruppen betreuen. Lesepate/Lesepatin werden kann jeder Bürger und jede Bürgerin.


Vorlesestunde an der Haidelmoosschule: Aufmerksam lauschen die Grundschüler den spannenden Geschichten von (v.l.n.r.) Schulleiterin Annette Funke, Professor Klaus Oettinger (Vorsitzender des Stadtsenioren-rats), Dr. Waltraut Liebl-Kopitzki (Leiterin Amt für Schulen, Bildung und Wissenschaft) und Bürgermeister Claus Boldt.

 

Erstes Probelesen an der Haidelmoosschule

Einen ersten Vorgeschmack, wie eine Lesestunde mit solchen „Paten“ aussehen könnte, haben zu Beginn des Projekts die Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse der Haidelmoosschule in Fürstenberg bekommen. Bürgermeister Claus Boldt, die Leiterin des Amtes für Schulen, Bildung und Wissenschaft, Dr. Waltraut Liebl-Kopitzki und der erste Vorsitzende des Stadtseniorenrats, Professor Dr. Klaus Oettinger gaben den Viertklässlern in ihrem vom ehemaligen Werkraum zum gemütlichen Lesezimmer umgebauten „Leseparadies“ eine erste Lesekostprobe.


Initiative des Stadtseniorenrats

„Lesen ist viel mehr als das Entziffern von schwarzen Buchstaben auf weißem Papier“, betonte Professor Oettinger bei der Vorstellung der Initiative. Lesen fördert die Konzentration, regt die Phantasie an und bildet wie kein zweites Medium. Doch auch Lesen will gelernt sein. „Richtig Lesen bedeutet, das Lesen zu vergessen während man liest“, so Professor Oettinger weiter, der das Projekt federführend in Gang gebracht hat. Der Stadtseniorenrat möchte besonders Kinder aus Einwandererfamilien fördern.


Großes Interesse bei den Schulen

Bei den Schulen stößt das Thema Lesepatenschaften auf großes Interesse. Bereits Mitte Dezember fand mit Vertretern der Grundschulen Dettingen, Dingelsdorf, Allmannsdorf, Sonnenhalde, Stephan und Wallgut sowie der Stadtbücherei Konstanz ein erstes Gespräch über das Thema Lesepatenschaften statt.


Verschiedene Lese-Modelle

Die einzelnen Schulen haben verschiedene Modelle für die Umsetzung der Lesepatenschaften angedacht: Die Sonnenhaldeschule zeigt Interesse, zwei Lesewochen durchzuführen, an denen täglich von 7.50 Uhr bis 8.40 Uhr vorgelesen werden soll. An der Stephanschule ist bereits ein Literaturcafé erprobt, in dem eigene Texte gelesen werden können. Auch hier besteht Interesse, das Angebot auszubauen. In Allmannsdorf ist angedacht, dass an einem Tag pro Monat Grundschüler Vorschülern vorlesen.

Erprobt ist bereits ein Lesemonat, bei dem etwa 30 Eltern jeweils aus ihrem Lieblingsbuch vorlesen. An der Wallgutschule gibt es im monatlichen Wechsel Leseangebote für Mädchen und Jungen. In Dingelsdorf sollen vier Lesepaten an einem Tag jeweils in je eine Grundschulklasse eingeladen werden. In Dettingen wird derzeit noch über ein Konzept nachgedacht, wie man die Lesepatenschaften am besten in das Unterrichtskonzept einbauen kann. Weitere Schulen wie die Gebhardschule und die Comeniusschule haben Interesse an dieser Aktion bekundet.


Lesen als Unterrichtsfach

Wie gut Lesen als Unterrichtsfach angenommen wird, zeigt das Beispiel Haidelmoosschule, wo Schulleiterin Annette Funke wöchentlich eine Lesestunde pro Klasse auf den Stundenplan gesetzt hat.

Und dieser etwas andere Unterricht kommt bei den Schülern durchaus an und macht sich auch im Bibliotheksbestand bemerkbar: Mittlerweile stehen dort über 800 Bücher, die zum Teil aus Spenden zusammen gekommen sind oder auf Flohmärkten gekauft wurden, wie Schulleiterin Funke berichtet.

Erste prominente Paten gefunden

Die ersten prominenten Lesepaten sind bereits gefunden: Unter anderem wollen sich der ehemalige Landgerichtspräsident Roland Scheffold und der ehemalige Rektor der Universität, Professor Dr. Bernd Rüthers, an dem Projekt beteiligen. Darüber hinaus haben sich die Schauspieler Hans Draing, Maria Falkenhagen und Hans Helmut Straub bereit erklärt, den Lesepaten ein Vorlesetraining zu geben.   Nun sind die Bürgerinnen und Bürger am Zug: „Mitmachen kann jeder. Wir suchen einfach Menschen, die selbst Lust am Lesen haben und somit die besten Voraussetzungen für einen guten Vorleser mitbringen“, erklärt Frau Dr. Waltraut Liebl-Kopitzki.

Interessierte Bürger und Bürgerinnen, die eine Lesepatenschaft übernehmen wollen, melden sich bei:
Frau Dr. Waltraut Liebl-Kopitzki
Leiterin Amt für Schulen, Bildung und Wissenschaft
Telefon: 07531 / 900-901
Email: Liebl-KopitzkiW@stadt.konstanz.de

 


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