EBK Umweltbericht 2022

Entsorgung als Zukunftsaufgabe für Mensch und Umwelt

EBK E-Fuhrpark
Der EBK E-Fuhrpark im Mai 2022

Die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) verstehen sich seit ihrer Betriebsgründung als Umweltschutzbetrieb. Die zuverlässige und sichere Entsorgung von Abfall und Abwasser ist schließlich eine Zukunftsaufgabe im Dienst von Mensch und Umwelt. Im jährlichen Umweltbericht der EBK werden Maßnahmen und Ergebnisse des vergangenen Jahres beschrieben und neue Umweltschutzziele für das aktuelle Jahr gesetzt.
Herzstück des Berichtes sind die Umweltauswirkungen, die direkt oder indirekt auf die Entsorgungsaufgaben der EBK zurückzuführen sind. Auch die eigenen CO2-Emissionen werden von den EBK bilanziert, immer im Hinblick darauf, diese zu reduzieren, um gemäß der Konstanzer Klimaschutzstrategie bis 2035 klimaneutral zu arbeiten.

EBK Umweltziele: Erfolgsbilanz und neue Ziele 2022
2021 konnten einige, aber nicht alle Umweltziele erfolgreich umgesetzt werden. Der Neubau der Klärschlammfaulung schreitet voran. Jedoch kann die geplante bauwerksintegrierte Photovoltaik-Anlage in der Fassade der Neubauten nicht realisiert werden. Die zentrale Wärmeversorgung, also das eigene Nahwärmenetz auf dem Betriebsgelände, wurde im vergangenen Jahr weiter ausgebaut. Das Online Abfall ABC hilft Bürgerinnen und Bürgern seit Anfang 2021 niederschwellig bei der richtigen Abfalltrennung.
Für das Jahr 2022 wurden erneut ambitionierte Ziele gesetzt: Alle Dächer der EBK Gebäude, dazu zählen die Gebäude auf dem Betriebsgelände ebenso wie Pumpwerke im Stadtgebiet und andere Außenbauwerke, sollen auf ihr Solarpotenzial überprüft und somit der Ausbau der Photovoltaikanlagen weiter verfolgt werden. Undichte Türen der Kfz-Werkstatt sollen ausgetauscht werden, um eine bessere Wärmedämmung zu erreichen. Außerdem sollen die Geschäftsprozesse der EBK systematisch auf den Papierverbrauch überprüft werden.

Emissionen
Der CO2-Ausstoß ist Leitindikator für umweltbewusstes Handeln. Durch die von den EBK genutzten, erneuerbaren Energiequellen können wesentliche CO2 Emissionen eingespart werden. Dazu trägt vor allem die eigene Energieproduktion aus regenerativen Quellen bei: Mit Photovoltaikanlagen wird die Sonnenergie genutzt, mit Klärgas wird in eigenen Blockheizkraftwerken (BHKWs) Strom und Wärme produziert. 
In den EBK eigenen BHKWs wurden 2.659 MWh Strom aus Klärgas und 190 MWh Strom aus Erdgas produziert. Dafür wird Biogas Plus der Stadtwerke Konstanz bezogen. Es besteht zu 10 % aus GGL Biogas und kompensiert die CO2-Emissionen des fossilen Anteils finanziell. Die Solarstromproduktion auf dem EBK Gelände konnte 2021 um 33 % auf 114 MWh gesteigert werden. Insgesamt haben die EBK im vergangenen Jahr also rund 2.963 MWh Strom produziert, genug um den durchschnittlichen Verbrauch von rund 740 vierköpfigen Familien zu decken. 
Die meisten direkten CO2 Emissionen der EBK werden durch den Fuhrpark mit 22 LKWs, 10 Kleinlastern und Transportern sowie 6 PKWs im täglichen Einsatz verursacht. Jede Fahrzeuganschaffung wird darum auf das Ziel des klimaneutralen Fuhrparks bis 2035 überprüft. Der klimaneutrale, das heißt mit Ökostrom betriebene Anteil des Fuhrparks ist 2021 weiter gewachsen: Zum Jahreswechsel waren zwei elektrisch betriebene Kleintransporter und drei E-PKWs im Einsatz. Der CO2-Ausstoß des Fuhrparks ist durch die neuen E-Fahrzeuge jedoch nur geringfügig gesunken. Erst mit der Umstellung der großen Fahrzeuge, also vor allem der Müllabfuhr-Fahrzeuge, kann der CO2-Ausstoß des EBK Fuhrparks signifikant verringert werden. 

Der gesamte EBK Umweltbericht 2022 wird in der kommenden Sitzung des Technischen Betriebsausschusses diskutiert. Schon jetzt steht er für alle Interessierten auf der Website der EBK zum Download bereit, ebenso ein Flyer, der die wichtigsten Daten und Entwicklungen kurz und knapp zusammenfasst.

(Erstellt am 13. Juni 2022 12:15 Uhr / geändert am 17. Juni 2022 11:23 Uhr)