Neupflanzungen auf dem Allmannsdorfer Friedhof

Eine Gemeinschaftsgrabanlage als Landschaftspark

Mehrere Personen vor einem neugepflanzten Baum
Christoph Stocker (vorne) und KollegInnen pflanzen u. a. 350 Sträucher

Die Friedhofbetriebe der Technischen Betriebe Konstanz (TBK) haben Mitte März eine große überbetriebliche Pflanzaktion auf dem Friedhof in Allmannsdorf durchgeführt. 26 Beschäftigte aus den verschiedenen Arbeitsbereichen der TBK, u. a. Friedhof, Straßenunterhalt, Grünpflege und Gärtnerei waren drei Tage im Einsatz. Sie pflanzten 96 Bäume, unter anderem vier Eichenarten, Elsbeeren, Tulpenbäume und Linden sowie 350 Sträucher, wie Flieder, Pfaffenhütchen Felsenbirnen und Zieräpfel. Christoph Stocker, Baumsachverständiger bei den TBK, wählte Bäume aus, die gut zum Landschaftsraum und zur Stimmung eines Friedhofes passen und gut mit dem Klimawandel – u. a. längere, trockene Wetterperioden – zurechtkommen können. Die artenreiche Mischung von Baum- und Blühsträuchern verspricht einen jahreszeitlich durchgängig schönen Aspekt. Allein in dem alten Teil des Friedhofes wurden 46 Linden gepflanzt, um dem bisherigen Heckenfriedhof ein schattenspendendes Dach zu geben und vorhandene Achsen zu betonen.
 
Ein Fenster zum See
Ziel dieser Maßnahme ist es, die vor sechs Jahren eröffnete Gemeinschaftsgrabanlage stärker in das Landschaftsbild einzubinden und einen stimmigen und schönen Übergang zum klassischen Friedhof herzustellen. Die Gemeinschaftsgrabanlage befindet sich im neuen unteren Teil des Friedhofs. Von dort aus hat man einen schönen Blick auf den alten Baumbestand am Hang hinunter zum Überlinger See. „Wir wollten eine Verbindung der Natur zum Grabfeld schaffen, indem wir den Waldsaum und die Gehölzgruppen in die Fläche visuell einbezogen haben.“ Es entstehen Sichtachsen, die über das Rasengrabfeldes reichen, ganz nach dem Prinzip des englischen Landschaftsparks. Zur Maßnahme gehört auch ein „Fenster“ zum Bodensee: Von der zentralen Sitzbank aus ist nun ganzjährig ein freier Blick auf den Überlinger See möglich.
 
Gemeinschaftsgrabfeld als Bestattungsform
Das als Anschluss an den bestehenden Friedhof konzipierte Grabfeld stellt eine Alternative zur traditionellen Ruhestätte dar. Die symbolischen Blätter zeichnen sich durch unterschiedliche Bepflanzungen aus. Einsaaten mit Kräutern und Frühlingsblühern sowie Staudenbepflanzungen sorgen für ein lebendiges Aussehen. Sitzmöglichkeiten in der Mitte des Grabfeldes bieten zudem eine angenehme Aufenthaltsqualität.
 

(Erstellt am 22. März 2022 12:13 Uhr / geändert am 23. März 2022 01:00 Uhr)