Neue Bodendecke für einen Teil des Seeuferweges

Die TBK tauschten die Wegedecke mit einem naturnahen und strapazierfähigen Material aus

Ein Schaufelbagger steht auf einem Weg am Bodensee. Im Führerhäuschen sitzt ein Mann mit oranger Arbeitskleidung. Links und rechts daneben auf dem Weg stehen noch zwei Männer
Professionell und zuverlässig: André Lerner, Leiter Straßenunterhaltung bei den TBK, mit seinem Team Salvatore Raffaele, Andreas Spießer (v.l.).

Der Seeuferweg beginnt am Ende der Seestraße und verläuft am See entlang bis zum Hörnle. Dieser Weg ist bei Spaziergängern sehr beliebt und muss eine hohe Belastung aushalten können. Nun wurde es Zeit für eine gründliche Erneuerung auf Höhe des Alpsteinweges bis zur Holzbrücke unterhalb der Rosenau.
 
Die zuständigen Technischen Betriebe (TBK) haben im Mai die obere Schicht des Weges abgetragen und ersetzt. Ein Vorgang, der insgesamt rund 90.000 Euro kostet. Das neue Material ist naturnah: „An dieser Stelle kommt nur eine umweltfreundliche Sanddecke in Frage, schon allein aufgrund der Nähe zum Bodensee“, sagt der Leiter der Straßenbauabteilung bei den TBK, André Lerner.
 
Ein wassergebundener Belag besteht aus einer Tragschicht aus beispielsweise Schotter oder unsortiertem Gestein. Die TBK verwenden für eine Deckensanierung bevorzugt ein gebrochenes Brechsand-Splittgemisch in einer Kornstärke von 0 bis 8 Millimeter oder einen Mineralschotter von 0 bis 12 Millimeter. Diese Materialien und Kornstärken sind wichtig, denn sie erlauben, dass Wasser versickern kann, gleichzeitig verdichten sie sich gut und schwemmen nicht so schnell weg, etwa bei Starkregen. Auf die untere Schicht, die zwischen 20 und 45 Zentimeter dick sein kann, folgt eine rund 5 Zentimeter starke Deckschicht aus Sand, Kies-Sand oder Splitt-Sand-Gemischen. Dieser Art von Wegebelag hält je nach Beanspruchung rund zehn Jahre, meint André Lerner. Ausbesserungen seien manchmal notwendig, doch biete der Belag Vorteile aufgrund seiner Umweltfreundlichkeit und Haltbarkeit. Auf diesen Wegedecken ist das Gehen oder Radfahren zudem angenehm.
 
In Konstanz gibt es eine Vielzahl an wassergebundenen Wegen und Plätzen wie zum Beispiel die Graf-Bernadotte-Allee, den Grenzbachweg, den Pfalzgarten oder der Stadtgarten.

(Erstellt am 25. Mai 2021 14:54 Uhr / geändert am 25. Mai 2021 14:59 Uhr)