Konstanz ist Modellstadt für „Leichtigkeit im Verkehr“

Radstrecke zwischen Hegne, Dettingen und Dingelsdorf im Fokus

Logo der Radstadt Konstanz, buntes Fahrrad

Die Stadt Konstanz wurde vom Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg als Modellstadt für die „Leichtigkeit im Verkehr“ ausgewählt. Ziel ist es, innovative Maßnahmen zu entwickeln, um die Bedingungen für den Radverkehr zu verbessern. Auf den Strecken zwischen Hegne, Dettingen und Dingelsdorf wird untersucht, welche verkehrsrechtlichen Maßnahmen die Sicherheit und Attraktivität des Radfahrens erhöhen können. Hierzu ist der städtische Radbeauftragte, Gregor Gaffga, in engem Austausch mit den Ortsverwaltungen und Ortschaftsräten, um die Bedürfnisse vor Ort abzufragen.
 
Die Strecke ist eine wichtige Verbindung für den Alltagsradverkehr, verfügt jedoch bislang über keine eigene Fahrradinfrastruktur. Aufgrund der hohen Kosten ist der Bau separater Radwege derzeit nicht umsetzbar. Radfahrende teilen sich die Fahrbahn mit dem motorisierten Verkehr, was aufgrund der schmalen Straßenbreite, hoher Kfz-Geschwindigkeiten und eingeschränkter Sichtverhältnisse als gefährlich empfunden wird.
 
Das Ministerium für Verkehr unterstützt gemeinsam mit dem Regierungspräsidium die Stadt Konstanz bei der Prüfung rechtssicherer, innovativer Lösungen. Die Erkenntnisse aus dem Modellprojekt sollen auch anderen Kommunen in Baden-Württemberg bei der Umsetzung der Verkehrswende helfen.
 
„Wir wollen die rechtlichen Spielräume ausloten und aufzeigen, was möglich ist, um den Radverkehr sicherer zu machen“, betont Gaffga. „Die fachliche Beratung durch das Verkehrsministerium ist für die Stadt Konstanz eine Chance, dort für Verbesserungen im Radverkehr zu sorgen, wo dies bisher nicht möglich schien.“
 
Bedürfnisse vor Ort abfragen


Am Mittwoch, 12. März 2025, um 18.30 Uhr wird der Radverkehrsbeauftragte Gregor Gaffga den aktuellen Stand des Projekts in einer gemeinsamen Sitzung der Ortschaftsräte Dettingen-Wallhausen und Dingelsdorf vorstellen und mit den Ratsmitgliedern über mögliche Maßnahmen diskutieren. Interessierte BürgerInnen sind eingeladen, die Diskussion zu verfolgen.
 
„Leichtigkeit im Verkehr“ entsprechend der StVO
 
„Leichtigkeit im Verkehr“ bedeutet gemäß der Straßenverkehrsordnung (StVO), dass der Verkehr möglichst reibungslos, sicher und ohne unnötige Hindernisse fließen soll. Dies gilt nicht nur für den Autoverkehr, sondern nach aktueller Definition auch für umweltfreundliche Verkehrsmittel wie Fahrräder oder den Fußverkehr.
 
Besonders relevant ist das Konzept, wenn es um die Neugestaltung oder Anpassung von Verkehrsregelungen geht. Maßnahmen wie Tempolimits, Fahrradstraßen oder Ampelschaltungen sollen so gestaltet sein, dass der Verkehr flüssig bleibt und alle Verkehrsteilnehmenden sicher und komfortabel unterwegs sein können. Dabei geht es nicht um möglichst schnelles Vorankommen, sondern um eine ausgewogene Verkehrsführung, die allen Verkehrsteilnehmern gerecht wird.

(Erstellt am 11. März 2025 13:35 Uhr / geändert am 11. März 2025 13:36 Uhr)